Schneefälle verursachen Schäden an Stromleitungen im Südburgenland
Umgestürzte Bäume unterbrechen Stromversorgung in den Bezirken Jennersdorf und Güssing. Einsatzteams arbeiten seit den frühen Morgenstunden.
Seit den frühen Morgenstunden kämpfen Einsatzteams der Burgenland Energie und Netz Burgenland gegen die Folgen des starken Schneefalls, der vor allem im Südburgenland zu erheblichen Problemen in der Stromversorgung geführt hat. Mehrere umgestürzte Bäume haben Stromleitungen beschädigt und die Energieversorgung für tausende Haushalte unterbrochen.
Bereits um 3 Uhr morgens wurden die Krisenteams aktiviert, um auf die Extremwetterereignisse zu reagieren. Die starken Schneefälle haben besonders im Grenzgebiet zur Steiermark ihre Spuren hinterlassen. Zahlreiche Bäume sind unter der Schneelast zusammengebrochen und in die Stromleitungen gestürzt, was zu großflächigen Versorgungsunterbrechungen führte.
Die Einsatzteams arbeiten unter schwierigen Bedingungen daran, die umgestürzten Bäume zu entfernen und die beschädigten Stromleitungen wieder instand zu setzen. Erschwert werden die Arbeiten durch die anhaltend schlechten Verkehrs- und Wetterbedingungen, die den Zugang zu den betroffenen Gebieten erheblich behindern.
Die größten Stromversorgungsprobleme gibt es derzeit im Bezirk Jennersdorf sowie in Teilen des Bezirks Güssing. Hier sind die Schäden an den Stromnetzleitungen besonders schwerwiegend, was die Reparaturarbeiten verzögert. Nach aktueller Einschätzung der Burgenland Energie wird es für einige Haushalte in diesen Regionen noch bis in die Morgenstunden dauern, bis die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt werden kann.
Die betroffenen Gebiete liegen hauptsächlich im ländlichen Bereich, wo die Stromleitungen oft durch bewaldetes Terrain führen. Diese exponierten Leitungen sind bei Extremwetterereignissen wie starkem Schneefall besonders gefährdet, da herabfallende oder umknickende Bäume die Versorgung unterbrechen können.
Trotz der herausfordernden Situation kann die Burgenland Energie eine positive Zwischenbilanz ziehen: 95 Prozent aller Haushalte im Burgenland sind weiterhin mit Strom versorgt. Dies zeigt die Widerstandsfähigkeit des burgenländischen Stromnetzes und die Effektivität der Notfallmaßnahmen.
"Es ist uns in den letzten Stunden gelungen, dass 95 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer weiter mit Strom versorgt sind", erklärt Stephan Sharma, CEO der Burgenland Energie. "Die Burgenländerinnen und Burgenländer können sich darauf verlassen, dass wir mit allen Teams alles daransetzen, so rasch wie möglich auch die noch nicht versorgten 5 Prozent der Haushalte vor allem im Südburgenland, wieder zuverlässig mit Strom zu versorgen."
Die schnelle und koordinierte Reaktion der Burgenland Energie auf die Wetterereignisse zeigt die Bedeutung einer gut vorbereiteten Krisenorganisation. Sharma betont die Professionalität seines Teams: "Unser Team ist auf eine solche Herausforderung bestens vorbereitet. Die sichere Stromversorgung des Burgenlands steht bei uns an oberster Stelle."
Besonders würdigt der CEO den unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiter: "Wir bedanken uns bei allen Einsatzteams und unseren Kolleginnen und Kollegen, die seit den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz sind. Das Team Burgenland funktioniert."
Solche Wetterereignisse stellen Energieversorger regelmäßig vor große Herausforderungen. Starker Schneefall kann nicht nur durch das Gewicht der Schneemassen Stromleitungen beschädigen, sondern auch die Zugänglichkeit zu den Schadstellen erschweren. Die Kombination aus schwierigen Wetterbedingungen und beeinträchtigten Verkehrswegen macht Reparaturarbeiten zu einem komplexen Unterfangen.
Moderne Energieversorger wie die Burgenland Energie haben daher umfassende Notfallpläne entwickelt, die eine schnelle Mobilisierung von Personal und Equipment ermöglichen. Diese Vorbereitungen haben sich in der aktuellen Situation als wertvoll erwiesen.
Die Arbeiten zur vollständigen Wiederherstellung der Stromversorgung werden mit Hochdruck fortgesetzt. Priorität haben dabei die Haushalte, die noch immer ohne Strom sind. Die Einsatzteams konzentrieren sich auf die schwer zugänglichen Bereiche im Südburgenland, wo die Reparaturarbeiten aufgrund der örtlichen Gegebenheiten mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Gleichzeitig werden präventive Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen künftiger Extremwetterereignisse zu minimieren. Dazu gehören regelmäßige Kontrollen der Leitungsführung durch bewaldete Gebiete und gegebenenfalls Anpassungen der Infrastruktur.
Der aktuelle Vorfall unterstreicht die Bedeutung einer zuverlässigen Energieversorgung für das tägliche Leben. Stromausfälle können erhebliche Auswirkungen auf Haushalte, Unternehmen und kritische Infrastrukturen haben. Die schnelle Reaktion und die hohe Versorgungsquote von 95 Prozent zeigen jedoch, dass das burgenländische Stromnetz auch unter extremen Bedingungen weitgehend stabil funktioniert.
Für die betroffenen Haushalte in den Bezirken Jennersdorf und Güssing bedeutet der Stromausfall eine erhebliche Beeinträchtigung, besonders bei den winterlichen Temperaturen. Die Burgenland Energie arbeitet mit allen verfügbaren Ressourcen daran, diese Situation so schnell wie möglich zu beenden.