In einer Region, die für ihre atemberaubenden Landschaften und gastfreundlichen Menschen bekannt ist, wurde ein innovativer Ansatz zur Berufsorientierung für Jugendliche ins Leben gerufen. Vom 27. bis 30. Januar 2026 fand der Job-Day 2.0 in den Klassenzimmern der Mittelschulen rund um den Millstätte
In einer Region, die für ihre atemberaubenden Landschaften und gastfreundlichen Menschen bekannt ist, wurde ein innovativer Ansatz zur Berufsorientierung für Jugendliche ins Leben gerufen. Vom 27. bis 30. Januar 2026 fand der Job-Day 2.0 in den Klassenzimmern der Mittelschulen rund um den Millstätter See statt. Diese Initiative, getragen von der ARGE Best Employer Destination, zielt darauf ab, junge Menschen für eine Karriere im Tourismus zu begeistern und ihnen direkt im Klassenzimmer praxisnahe Einblicke zu ermöglichen.
Der Job-Day 2.0 ist eine Weiterentwicklung des ursprünglichen Job-Days, der im Mai 2025 stattfand. Während der erste Job-Day den Fokus auf Betriebsbesichtigungen und praktische Erfahrungen legte, bot die neue Version eine tiefere Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten einer dualen Ausbildung im Tourismus. In drei Schulstunden pro Klasse wurden Themen wie Lehrausbildung, Berufsschule, und Aufstiegsmöglichkeiten umfassend behandelt. Die Schüler:innen hatten die Gelegenheit, direkt von Unternehmer:innen und Lehrlingen zu lernen, die ihre Erfahrungen und Karrierewege teilten.
Die duale Ausbildung ist ein Bildungssystem, das in Österreich und anderen deutschsprachigen Ländern weit verbreitet ist. Es kombiniert eine Berufsausbildung im Betrieb mit theoretischem Unterricht in der Berufsschule. Diese Form der Ausbildung bietet den Vorteil, dass die Auszubildenden bereits während ihrer Lehre praktische Erfahrungen sammeln und somit besser auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet werden.
Die Idee der dualen Ausbildung hat eine lange Tradition in Österreich. Bereits im 19. Jahrhundert wurden erste Ansätze dieser Ausbildungsform entwickelt. Heute gilt sie als eine der erfolgreichsten Bildungswege, die den Fachkräftemangel in vielen Branchen, insbesondere im Tourismus, adressiert. Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz, die ebenfalls auf dieses System setzen, zeigt sich, dass Österreich besonders in der Tourismusbranche innovative Ansätze verfolgt, um junge Menschen für eine Karriere in diesem Bereich zu gewinnen.
Der Job-Day 2.0 hat nicht nur das Potenzial, die berufliche Zukunft der teilnehmenden Schüler:innen zu beeinflussen, sondern auch die Region Millstätter See – Bad Kleinkirchheim – Nockberge zu stärken. Durch die Förderung von Nachwuchskräften und die enge Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen wird die Attraktivität der Region als Arbeits- und Lebensort erhöht. Die Jugendlichen erhalten nicht nur Einblicke in mögliche Karrierewege, sondern auch in die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten der Region, was die Bindung an die Heimat stärkt.
Laut der Tourismusregion Millstätter See wurden bei der Veranstaltung rund 200 Schüler:innen der 8. und 9. Schulstufe erreicht. Diese Zahl zeigt, wie groß das Interesse an einer Karriere im Tourismus ist und wie wichtig es ist, solche Initiativen zu fördern. Die Unterstützung durch die Europäische Union und die österreichische Regierung im Rahmen des GAP-Strategieplans unterstreicht die Bedeutung der Nachwuchsförderung für die Zukunft der Region.
Dietmar Krenn, einer der Initiatoren der ARGE Best Employer Destination, betont die Wichtigkeit, den Jugendlichen ehrliche Einblicke in die Berufswelt zu geben. Er sieht in der dualen Ausbildung eine moderne und zukunftssichere Möglichkeit, junge Menschen für den Tourismus zu begeistern. Heidemarie Schrei ergänzt, dass der Job-Day 2.0 ein Beispiel für zeitgemäße Führung ist, bei der Unternehmer:innen und Lehrlinge als Team zusammenarbeiten.
Der Job-Day 2.0 hat gezeigt, wie wichtig es ist, jungen Menschen frühzeitig Perspektiven aufzuzeigen und sie für eine Karriere im Tourismus zu begeistern. Die Initiative könnte als Modell für andere Regionen dienen, um den Fachkräftemangel in der Branche zu bekämpfen. Die Frage bleibt, wie solche Programme weiterentwickelt werden können, um noch mehr Jugendliche zu erreichen und die Attraktivität des Tourismus als Berufsfeld zu steigern.
Weitere Informationen finden Interessierte auf der Webseite der ARGE Best Employer Destination und im Info-Hub der Region.