Am 5. Februar 2026 wurde bekannt, dass die Zusammenarbeit zwischen der Universität Bologna und der TÜV AUSTRIA Group in den letzten drei Jahren bemerkenswerte Fortschritte in der Sicherung kritischer Infrastrukturen erzielt hat. Diese Partnerschaft hat innovative Monitoring- und Prüfmethoden hervorg
Am 5. Februar 2026 wurde bekannt, dass die Zusammenarbeit zwischen der Universität Bologna und der TÜV AUSTRIA Group in den letzten drei Jahren bemerkenswerte Fortschritte in der Sicherung kritischer Infrastrukturen erzielt hat. Diese Partnerschaft hat innovative Monitoring- und Prüfmethoden hervorgebracht, die nicht nur wissenschaftlich fundiert, sondern auch praktisch anwendbar sind. Diese Entwicklungen sind besonders relevant für Österreich, da sie die Betriebssicherheit von Strukturen wie Brücken und Druckgeräten erhöhen könnten.
Die Zusammenarbeit umfasste drei komplementäre PhD-Projekte, die sich auf das Structural Health Monitoring konzentrierten. Ein zentrales Projekt war die Requalifizierung von Verbund-Druckgeräten. Diese Geräte, insbesondere Typ-IV-Verbundzylinder, sind essenziell für die sichere Lagerung und den Transport von Gasen. Durch die Entwicklung eines speziellen Prüf- und Requalifizierungsschemas wurde ein bedeutender Beitrag zur Betriebssicherheit geleistet.
Ein weiteres Projekt führte eine schwingungsbasierte Methodik zur Detektion und Lokalisierung struktureller Schäden an Brücken ein. Diese Methodik ermöglicht es, Schäden frühzeitig zu erkennen, bevor sie zu einem Sicherheitsrisiko werden. Dies ist besonders für Österreich von Bedeutung, da das Land viele alte Brücken hat, die regelmäßig überwacht werden müssen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Das dritte Projekt widmete sich dem Korrosionsmonitoring in metallischen Druckgeräten. Korrosion ist ein schleichender Prozess, der die Integrität von Metallstrukturen gefährden kann. Durch die Nutzung von Schallemissionen zur Erkennung aktiver Korrosionsprozesse können potenzielle Gefahren frühzeitig identifiziert werden, ohne dass eine externe Anregung erforderlich ist.
Die Geschichte der Infrastrukturüberwachung reicht weit zurück. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Technologie rasant entwickelt. In den 1980er Jahren begann man, erste elektronische Überwachungssysteme zu verwenden, um die strukturelle Integrität von Bauwerken zu gewährleisten. Diese Systeme waren jedoch oft ungenau und teuer. Mit der Einführung digitaler Technologien in den 2000er Jahren wurden die Systeme präziser und kostengünstiger. Heute nutzen wir hochentwickelte Sensoren und Algorithmen, um die Sicherheit von Infrastrukturen in Echtzeit zu überwachen.
In Deutschland und der Schweiz sind ähnliche Entwicklungen zu beobachten. Beide Länder haben in den letzten Jahren erhebliche Investitionen in die Infrastrukturüberwachung getätigt. In Deutschland liegt der Fokus auf der Überwachung von Autobahnbrücken, während die Schweiz sich auf den Schutz vor Naturgefahren konzentriert. Österreich kann von diesen Ansätzen lernen und seine eigenen Systeme entsprechend anpassen.
Die neuen Methoden zur Infrastrukturüberwachung haben direkte Auswirkungen auf die Bürger. Sie erhöhen die Sicherheit im Alltag, da potenzielle Gefahren frühzeitig erkannt und behoben werden können. Ein Beispiel ist die Überwachung von Brücken, die täglich von Tausenden von Menschen genutzt werden. Durch die frühzeitige Erkennung von Schäden kann die Sicherheit gewährleistet und teure Reparaturen vermieden werden. Dies spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven der Bürger.
Laut einer Studie des österreichischen Verkehrsministeriums sind in Österreich über 3.000 Brücken regelmäßig zu überwachen. Die Einführung neuer Überwachungstechnologien könnte die Kosten um bis zu 30% senken und gleichzeitig die Sicherheit erhöhen. Diese Zahlen verdeutlichen das Potenzial der neuen Methoden, die von der Universität Bologna und der TÜV AUSTRIA Group entwickelt wurden.
Die Zukunft der Infrastrukturüberwachung sieht vielversprechend aus. Die Zusammenarbeit zwischen der Universität Bologna und der TÜV AUSTRIA Group hat gezeigt, dass internationale Kooperationen zu bedeutenden technologischen Fortschritten führen können. In den kommenden Jahren könnten weitere Projekte folgen, die sich auf andere Bereiche der Infrastruktur konzentrieren, wie etwa den Schutz vor Naturgefahren oder die Überwachung von Versorgungsnetzen.
Die Partnerschaft zwischen der Universität Bologna und der TÜV AUSTRIA Group hat gezeigt, wie wichtig internationale Kooperationen für die technologische Weiterentwicklung sind. Die entwickelten Methoden zur Infrastrukturüberwachung könnten in Zukunft eine Schlüsselrolle bei der Sicherung kritischer Infrastrukturen spielen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Technologien weiterentwickeln und welche neuen Möglichkeiten sie eröffnen werden. Interessierte Leser können weitere Informationen auf der Website der TÜV AUSTRIA Group finden.