Am 5. Oktober 2025 verwandelte sich das RadioKulturhaus in Wien in einen Schauplatz literarischer Exzellenz. Der Grund? Die Verleihung des zehnten Christine Lavant Preises an die herausragende Schriftstellerin Ulrike Draesner. Eine Veranstaltung, die nicht nur Literaturbegeisterte, sondern auch zahl
Am 5. Oktober 2025 verwandelte sich das RadioKulturhaus in Wien in einen Schauplatz literarischer Exzellenz. Der Grund? Die Verleihung des zehnten Christine Lavant Preises an die herausragende Schriftstellerin Ulrike Draesner. Eine Veranstaltung, die nicht nur Literaturbegeisterte, sondern auch zahlreiche prominente Gäste aus der Kunst- und Kulturszene anzog.
Mit knapp 200 Besuchern war die Jubiläums-Matinee ein voller Erfolg. Die Anwesenheit von Persönlichkeiten wie dem Maler Valentin Oman und der Kulturattachée der Deutschen Botschaft, Gertrud Aichem-Degreif, unterstrich die Bedeutung dieses Ereignisses. Auch frühere Preisträger wie Kathrin Schmidt und Yevgeniy Breyger waren anwesend, um der neuen Preisträgerin ihre Ehre zu erweisen.
Andreas Unterweger, Mitglied des Literarischen Beirats, hielt eine bewegende Laudatio. Er lobte Draesners vielfältiges Werk, das sowohl Gedichtbände als auch Romane umfasst. Diese Werke gehören seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Draesners Themen, die von Erinnerung und Körperlichkeit bis hin zu Flucht und Vertreibung reichen, spiegeln die drängenden Fragen unserer Zeit wider.
Geboren in München, hat Draesner an renommierten Universitäten wie München, Salamanca und Oxford studiert. Sie entschied sich früh, ihre akademische Laufbahn zugunsten der Schriftstellerei aufzugeben. Seit 2018 ist sie Professorin für Deutsche Literatur am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihr Werk ist geprägt von einer Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern und intermedialen Projekten, die Kunstformen wie Bildhauerei und Musik einbeziehen.
Bisher hat Draesner über 20 Bücher veröffentlicht. Ihre Werke wie „Subsong“ und „Schwitters“ sind literarische Meisterwerke, die sowohl anspruchsvoll als auch zugänglich sind. Ihre jüngsten Veröffentlichungen, darunter „penelopes sch( )iff“, haben erneut die Grenzen der Literatur erweitert.
Der Christine Lavant Preis ist eine der prestigeträchtigsten Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Er wird von der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft verliehen, die von Organisationen wie der KELAG und der Berndorf Privatstiftung unterstützt wird. Der Preis würdigt Schriftsteller, die mit ihrem Werk die literarische Landschaft nachhaltig prägen.
Für Ulrike Draesner ist der Christine Lavant Preis nicht nur eine Anerkennung ihrer bisherigen Leistungen, sondern auch ein Ansporn für zukünftige Projekte. Ihre Fähigkeit, mit Sprache zu experimentieren und gleichzeitig das Publikum zu fesseln, verspricht noch viele weitere literarische Highlights.
Die vollständige Laudatio und die Dankesrede von Ulrike Draesner sind auf der Website der Christine Lavant Gesellschaft verfügbar. Die Matinee wird am 11. Oktober um 9 Uhr auf ORF III ausgestrahlt.
Die Verleihung des Christine Lavant Preises an Ulrike Draesner war ein Abend voller Emotionen und Inspiration. Ein Abend, der die literarische Gemeinschaft näher zusammenbrachte und die Bedeutung von Literatur in unserer Gesellschaft unterstrich.