Am 9. Dezember 2025 wird die Grand Hall am Erste Campus in Wien zum Schauplatz eines bedeutenden Ereignisses, das sich dem Kampf gegen Gewalt an Frauen widmet. Im Rahmen der UN-Kampagne „Orange the World“ lädt UN Women Austria zu einem Abend ein, der unter dem Motto „Orange heißt handeln“ steht. Die
Am 9. Dezember 2025 wird die Grand Hall am Erste Campus in Wien zum Schauplatz eines bedeutenden Ereignisses, das sich dem Kampf gegen Gewalt an Frauen widmet. Im Rahmen der UN-Kampagne „Orange the World“ lädt UN Women Austria zu einem Abend ein, der unter dem Motto „Orange heißt handeln“ steht. Diese Veranstaltung fällt in die internationalen 16 Tage gegen Gewalt an Frauen, die weltweit Gebäude in orangefarbenes Licht tauchen, um ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt zu setzen.
Die Kampagne „Orange the World“ ist ein globales Phänomen, das jährlich vom 25. November bis zum 10. Dezember stattfindet. Sie wurde ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen zu schärfen und Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung zu fördern. Gewalt gegen Frauen ist ein weit verbreitetes Problem, das in vielen Gesellschaften tief verwurzelt ist. Laut UN-Statistiken wird alle zehn Minuten eine Frau oder ein Mädchen von einem Partner oder Familienmitglied getötet. Diese erschreckende Zahl unterstreicht die Dringlichkeit der Kampagne.
In Österreich spielt die Kampagne eine wichtige Rolle, um das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen. Zahlreiche Gebäude und Wahrzeichen werden in Orange beleuchtet, um Solidarität mit den Opfern von Gewalt zu zeigen. Die Unterstützung durch die Erste Group, eine der Hauptpartnerinnen der Kampagne seit 2019, ist ein Zeichen dafür, wie wichtig es ist, dass auch Unternehmen Verantwortung übernehmen.
Die Veranstaltung wird von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger eröffnet, gefolgt von Diskussionen mit Expert:innen wie Eva Reisinger, Autorin und Journalistin, Eva-Maria Burger von der AK Wien und Simon Brezina von White Ribbon. Diese Experten werden über die Ursachen männlicher Gewalt gegen Frauen und mögliche Lösungsansätze sprechen. Moderatorin Elke Rock führt durch den Abend, während der femchor für die musikalische Untermalung sorgt.
Die Geschichte der Gewaltprävention und der Frauenrechte ist lang und von vielen Kämpfen geprägt. In den letzten Jahrzehnten haben sich zahlreiche Organisationen weltweit für die Rechte von Frauen eingesetzt. Die Gründung von UN Women im Jahr 2010 war ein Meilenstein in diesen Bemühungen. Diese Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern und Frauenrechte zu stärken.
Während Österreich Fortschritte bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen gemacht hat, gibt es noch viel zu tun. Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass die Ansätze unterschiedlich sind. Deutschland hat beispielsweise das „Nein heißt Nein“-Gesetz eingeführt, das den Schutz von Frauen vor sexueller Gewalt stärkt. In der Schweiz gibt es umfassende Unterstützungsangebote für Opfer häuslicher Gewalt. Österreich kann von diesen Modellen lernen und seine Strategien entsprechend anpassen.
Die Auswirkungen der Kampagne sind weitreichend. Sie sensibilisiert die Öffentlichkeit und ermutigt Betroffene, Hilfe zu suchen. Ein Beispiel dafür ist die steigende Zahl von Anrufen bei Hilfseinrichtungen während der Kampagnenzeit. Diese Zahlen zeigen, dass die Kampagne einen direkten Einfluss auf das Bewusstsein und das Verhalten der Menschen hat.
Statistiken belegen, dass die Zahl der gemeldeten Fälle von Gewalt gegen Frauen in Österreich in den letzten Jahren gestiegen ist. Dies kann sowohl ein Zeichen für eine erhöhte Gewaltbereitschaft als auch für ein gestiegenes Bewusstsein und Vertrauen in die Institutionen sein. Laut einer Studie der Österreichischen Frauenhelpline ist die Zahl der Anrufe während der „Orange the World“-Kampagne um 30% gestiegen.
Die Zukunft der Gewaltprävention liegt in der Bildung und der Sensibilisierung der Gesellschaft. Programme, die bereits in Schulen beginnen, können helfen, stereotype Geschlechterrollen zu hinterfragen und ein respektvolles Miteinander zu fördern. Die Rolle der Medien ist ebenfalls entscheidend, um ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen und positive Rollenvorbilder zu präsentieren.
Die Veranstaltung „Orange heißt handeln“ ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Gewalt an Frauen in Österreich. Sie zeigt, dass es möglich ist, durch gemeinschaftliches Engagement und Unterstützung von Unternehmen, wie der Erste Group, einen Unterschied zu machen. Die Frage bleibt, wie wir als Gesellschaft langfristig sicherstellen können, dass Gewalt gegen Frauen der Vergangenheit angehört. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie auf der offiziellen Website.