Am 30. Jänner 2026 fand im Auditorium der Universität für angewandte Kunst Wien die Verleihung des Vanessa-Preger-McGillivray-Preises statt. Diese prestigeträchtige Auszeichnung, die in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien vergeben wird, ging in diesem Jahr an die talentierte Künstlerin Mariia Ustiuhov
Am 30. Jänner 2026 fand im Auditorium der Universität für angewandte Kunst Wien die Verleihung des Vanessa-Preger-McGillivray-Preises statt. Diese prestigeträchtige Auszeichnung, die in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien vergeben wird, ging in diesem Jahr an die talentierte Künstlerin Mariia Ustiuhova. Die in Kiew geborene Diplomandin der Abteilung Zeichnung und Druckgrafik überzeugte die Jury mit ihrem Projekt „Di Sonetti“, einer Mixed-Media-Installation, die synästhetische Eindrücke als zeit-überwindende Mechanismen erforscht.
Der Preis, der seit Jänner 2021 jährlich verliehen wird, erinnert an die junge Kunststudentin Vanessa Preger-McGillivray, die bei einem Terroranschlag im November 2020 in Wien ums Leben kam. Mit einem Preisgeld von 3000 Euro soll er den künstlerischen Nachwuchs fördern und gleichzeitig ein Zeichen gegen Gewalt setzen. Die Universität für angewandte Kunst Wien und die Stadt Wien haben diesen Preis ins Leben gerufen, um das Andenken an Vanessa zu bewahren und jungen Künstlern neue Perspektiven zu eröffnen.
Synästhesie beschreibt das Phänomen, bei dem die Stimulation eines Sinnes automatisch und unwillkürlich eine Reaktion in einem anderen Sinn hervorruft. In der Kunst wird dieses Konzept oft genutzt, um multisensorische Erlebnisse zu schaffen, die den Betrachter auf eine tiefere emotionale Ebene führen. Mariia Ustiuhovas Arbeit „Di Sonetti“ ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie synästhetische Erfahrungen in der Kunst umgesetzt werden können, um die Grenzen der Wahrnehmung zu erweitern.
Mixed-Media-Kunst hat eine lange Tradition, die bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreicht. Diese Kunstform kombiniert verschiedene Materialien und Techniken, um komplexe visuelle und haptische Erlebnisse zu schaffen. Künstler wie Pablo Picasso und Georges Braque waren Pioniere in der Verwendung von Mixed Media, indem sie Collagen in ihre Werke integrierten. Heute ist diese Technik ein fester Bestandteil der zeitgenössischen Kunst und bietet Künstlern die Möglichkeit, ihre kreativen Visionen auf innovative Weise auszudrücken.
Österreich, Deutschland und die Schweiz haben alle ihre eigenen Ansätze zur Förderung von Kunst und Kultur. In Österreich spielt die öffentliche Hand eine zentrale Rolle bei der Unterstützung von Künstlern und kulturellen Institutionen. Deutschland legt großen Wert auf die Dezentralisierung der Kulturförderung, was zu einer vielfältigen und dynamischen Kulturlandschaft führt. In der Schweiz ist die Kulturförderung stark von privaten Stiftungen und Mäzenen geprägt, die oft spezifische Projekte oder Künstler unterstützen.
Die Verleihung des Vanessa-Preger-McGillivray-Preises hat nicht nur für die Preisträgerin, sondern auch für die Gesellschaft eine große Bedeutung. Sie zeigt, wie Kunst als Mittel zur Bewältigung von Trauer und Verlust dienen kann und inspiriert andere, das Potenzial der Kunst zu nutzen, um gesellschaftliche Herausforderungen zu adressieren. Der Preis erinnert uns daran, dass Kunst eine kraftvolle Stimme gegen Gewalt und Terror sein kann und ermutigt junge Künstler, ihre kreativen Träume zu verfolgen.
Wien investiert jährlich Millionen in die Förderung der Künste. Diese Investitionen fließen in die Unterstützung von Künstlern, die Organisation von Ausstellungen und die Durchführung von kulturellen Veranstaltungen. Die Stadt Wien ist bekannt für ihre lebendige Kulturszene und bietet Künstlern eine Vielzahl von Möglichkeiten, ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren.
Die Zukunft der Kunst in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit einer starken Unterstützung durch die öffentliche Hand und einer wachsenden internationalen Anerkennung haben österreichische Künstler die Möglichkeit, ihre Werke auf globaler Bühne zu präsentieren. Die Verleihung des Vanessa-Preger-McGillivray-Preises ist ein Beispiel dafür, wie Österreich weiterhin junge Talente fördert und ihnen eine Plattform bietet, um ihre kreativen Visionen zu verwirklichen.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass der Vanessa-Preger-McGillivray-Preis nicht nur eine Anerkennung für herausragende künstlerische Leistungen ist, sondern auch ein Symbol der Hoffnung und des Widerstandes gegen Gewalt. Er ermutigt uns alle, die transformative Kraft der Kunst zu schätzen und zu fördern. Weitere Informationen zu den Preisträgern und ihren Werken finden Sie auf der Webseite der Universität für angewandte Kunst Wien.