Der Januar steht ganz im Zeichen des Veganuary, einer weltweiten Initiative, die Menschen dazu ermutigt, sich im ersten Monat des Jahres vegan zu ernähren. In Österreich hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) diese Gelegenheit genutzt, um vegane Fischalternativen einem umfassenden Geschmack
Der Januar steht ganz im Zeichen des Veganuary, einer weltweiten Initiative, die Menschen dazu ermutigt, sich im ersten Monat des Jahres vegan zu ernähren. In Österreich hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) diese Gelegenheit genutzt, um vegane Fischalternativen einem umfassenden Geschmackstest zu unterziehen. Am 12. Januar 2026 wurden die Ergebnisse dieser Untersuchung veröffentlicht, die auf reges Interesse stoßen dürften.
Der VKI hat elf verschiedene Fischersatzprodukte getestet, darunter Thunfisch- und Lachsersatzprodukte sowie eine Kaviaralternative. Diese Produkte wurden von einer Gruppe von 58 Personen verkostet, die eine breite Palette an Ernährungsstilen repräsentierten, von vegan über vegetarisch bis hin zu flexitarisch und omnivor. Die Verkoster:innen bewerteten Aussehen, Geruch, Konsistenz und Geschmack der Produkte sowie deren Ähnlichkeit zu traditionellen Fischprodukten.
Die Verkostung ergab, dass zwei der elf Produkte eine gute Bewertung erhielten: „BettaF!sh Tu-Nah“ und „Vivera Filets Lachs-Art“. Diese Produkte überzeugten durch ihren Geschmack und ihre Ähnlichkeit zu echtem Fisch. Die Mehrheit der Produkte wurde als durchschnittlich bewertet, während ein Produkt, der „Smoked Lax Taste“ von Goldblatt, als weniger zufriedenstellend beurteilt wurde.
Interessanterweise wurde bei vier Produkten der Geschmack als sehr ähnlich oder identisch mit dem von echtem Fisch bewertet, darunter auch ein Produkt aus dem 3-D-Drucker. Diese Ergebnisse zeigen, dass vegane Alternativen durchaus in der Lage sind, mit traditionellen Fischprodukten zu konkurrieren, zumindest was den Geschmack betrifft.
Ein wichtiger Aspekt bei der Bewertung veganer Fischalternativen sind deren Nährwerte. Herkömmlicher Fisch ist bekannt für seinen hohen Gehalt an Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und Jod. Vegane Alternativen können in diesen Bereichen nicht immer mithalten, weshalb einige Produkte mit Leinöl, Rapsöl oder Mikroalgenölen angereichert werden, um den Gehalt an Omega-3-Fettsäuren zu erhöhen.
Die verkosteten Produkte erreichten Nutri-Scores von A bis D, abhängig von ihrem Eiweiß-, Salz- und Fettgehalt. Ein direkter Vergleich mit traditionellen Fischprodukten zeigt, dass diese in der Regel nährstoffreicher sind, insbesondere bei Thunfisch in Öl oder frischen Lachsfilets. Dennoch bieten vegane Alternativen eine interessante Option für Menschen, die ihre Ernährung aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen umstellen möchten.
Vegane Fischalternativen sind oft hochverarbeitet und enthalten Aromen, Verdickungsmittel und andere Zusatzstoffe. Dies ist jedoch auch bei vielen traditionellen Fischprodukten der Fall. Für eine ausgewogene vegane Ernährung empfiehlt die VKI-Ernährungswissenschafterin Teresa Bauer, natürliche Eiweißquellen wie Hülsenfrüchte und Nüsse zu bevorzugen, während vegane Ersatzprodukte nur gelegentlich konsumiert werden sollten.
Die Entwicklung veganer Fischalternativen ist Teil eines größeren Trends hin zu pflanzlichen Ernährungsweisen, der in den letzten Jahren weltweit an Fahrt gewonnen hat. In Österreich ist dieser Trend besonders stark ausgeprägt, wie die steigende Zahl veganer Restaurants und Produkte in Supermärkten zeigt. Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz, wo ebenfalls eine wachsende Nachfrage nach pflanzlichen Produkten zu verzeichnen ist, nimmt Österreich eine Vorreiterrolle ein.
Die Geschichte des Veganismus reicht bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück, doch erst in den letzten Jahrzehnten hat sich diese Ernährungsweise von einer Nischenbewegung zu einem Mainstream-Trend entwickelt. Die steigende Verfügbarkeit und Qualität veganer Produkte hat dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen bereit sind, tierische Produkte durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen.
Die Einführung veganer Fischalternativen hat das Potenzial, den Alltag vieler Menschen zu verändern. Für Veganer und Vegetarier bieten sie eine Möglichkeit, den Geschmack von Fisch zu genießen, ohne die ethischen Bedenken, die mit dem Konsum tierischer Produkte verbunden sind. Auch für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen ihren Fleisch- und Fischkonsum reduzieren möchten, stellen sie eine willkommene Abwechslung dar.
In Zukunft könnten technologische Fortschritte, wie der Einsatz von 3-D-Druckern, die Produktion veganer Fischalternativen weiter verbessern. Diese Technologien könnten dazu beitragen, die Nährwerte der Produkte zu optimieren und gleichzeitig den Geschmack und die Konsistenz weiter zu verfeinern. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, könnten vegane Fischalternativen in den kommenden Jahren einen festen Platz in der Ernährung vieler Menschen einnehmen.
Die Untersuchung des VKI zeigt, dass vegane Fischalternativen eine vielversprechende Option für alle sind, die ihre Ernährung umstellen möchten. Auch wenn sie in einigen Bereichen noch nicht mit traditionellen Fischprodukten mithalten können, bieten sie doch eine schmackhafte und ethisch vertretbare Alternative. Die Zukunft dieser Produkte sieht vielversprechend aus, und es bleibt spannend zu beobachten, wie sich der Markt in den kommenden Jahren entwickeln wird.
Für weitere Informationen und die detaillierten Ergebnisse des Tests besuchen Sie bitte die Website des VKI.