Es ist eine Geschichte, die das Herz berührt und zum Nachdenken anregt: Anton und Heidi Tarmastin aus Villach in Kärnten haben es geschafft, was viele für unmöglich halten – 66 Jahre Ehe und noch immer glücklich. Doch was macht ihr Geheimnis aus? Und wie sieht es bei anderen Paaren aus, wenn die Ehe
Es ist eine Geschichte, die das Herz berührt und zum Nachdenken anregt: Anton und Heidi Tarmastin aus Villach in Kärnten haben es geschafft, was viele für unmöglich halten – 66 Jahre Ehe und noch immer glücklich. Doch was macht ihr Geheimnis aus? Und wie sieht es bei anderen Paaren aus, wenn die Ehe nicht mehr der Himmel auf Erden ist, sondern zur irdischen Herausforderung wird?
„Meine Liebe zu Heidi ist über all die Jahre nur stärker geworden“, schwärmt Anton Tarmastin mit einem Lächeln, das mehr sagt als tausend Worte. Seit über sechs Jahrzehnten teilen die beiden nicht nur das Haus und das Bett, sondern auch eine Leidenschaft – das Bootfahren. Doch was steckt hinter dieser beeindruckenden Bilanz? „Eine Ehe ist wie das Wetter. Mal stürmisch, mal windig, aber irgendwann wird es wieder schön“, erklärt Heidi Tarmastin. Ein Satz, der mehr als nur eine Metapher ist, sondern das Leben der beiden perfekt beschreibt.
Experten sind sich einig: Eine erfolgreiche Ehe basiert auf Kommunikation, Verständnis und der Fähigkeit, Konflikte zu lösen. „Eine Ehe ist kein Märchen, sondern Arbeit“, erklärt ein erfahrener Paartherapeut. „Die Bereitschaft, sich immer wieder neu aufeinander einzulassen, ist entscheidend.“
Doch nicht jede Ehe hält den Herausforderungen des Alltags stand. Tina-Maria Schobel-Brunner aus Lauterach in Vorarlberg hat eine andere Geschichte zu erzählen. „Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich ihn nicht mehr liebe. Es hat sich so angefühlt, als wären wir nur mehr WG-Mitbewohner“, erzählt sie über das Ende ihrer Ehe mit Christoph Schobel. Nach 18 gemeinsamen Jahren und drei Kindern war die Trennung die richtige Entscheidung – auch wenn sie nicht leicht fiel.
Scheidungen sind in Österreich keine Seltenheit. Statistiken zeigen, dass fast jede zweite Ehe im Land geschieden wird. Doch was bedeutet das für die Betroffenen? Neben emotionalen Herausforderungen kommen oft finanzielle und rechtliche Fragen auf. Ein Scheidungsanwalt erklärt: „Es ist wichtig, die rechtlichen Schritte sorgfältig zu planen, um unnötige Konflikte zu vermeiden.“
Ein weiteres Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Frage: Was tun, wenn der Kinderwunsch groß ist, aber der Partner fehlt? Sabrina Krobath hat sich für einen unkonventionellen Weg entschieden. „Wir haben beim Notar vorgegeben, dass wir in einer Lebensgemeinschaft sind, auch wenn das nicht der Wahrheit entspricht“, erzählt sie. So konnte sie sich mit der Samenspende eines Bekannten befruchten lassen, obwohl dies in Österreich für Singlefrauen nicht erlaubt ist.
In Deutschland hingegen ist die künstliche Befruchtung für Singlefrauen legal, wie die Geschichte von Astrid Wödl zeigt. „Kinder brauchen eine Vaterfigur in ihrem Leben“, betont Martina Kronthaler vom Verein „Aktion Leben“. Doch was bedeutet das für die betroffenen Frauen und ihre Kinder? Ein Soziologe erklärt: „Die gesellschaftlichen Normen ändern sich, und mit ihnen die Definition von Familie.“
Am 17. Juli 1998 ereignete sich eine der größten Katastrophen in der Geschichte Österreichs: In der obersteirischen Gemeinde Lassing sackte die Erde ein, und der 24-jährige Bergmann Georg Hainzl wurde verschüttet. Zehn Tage später geschah das Unglaubliche – er wurde lebend geborgen. Doch für die zehn Bergmänner, die auf der Suche nach ihm waren, gab es keine Rettung.
Das Unglück von Lassing hat den Ort und seine Bewohner nachhaltig geprägt. „Es ist ein Trauma, das bis heute nicht ganz überwunden ist“, sagt ein Historiker. Die Aufarbeitung solcher Ereignisse ist komplex und erfordert Zeit und Sensibilität.
Leonie Moser ist erst 13 Jahre alt, aber sie hat bereits eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen. Seit drei Jahren ist sie bei der Wasserrettung am Traunsee in Oberösterreich aktiv. „Ich möchte Gutes tun und anderen Menschen helfen“, erklärt sie mit leuchtenden Augen.
In Österreich engagieren sich rund 3,7 Millionen Menschen ehrenamtlich. Ob als Tierschützer, Lebensmittelretter oder im Rahmen von Benefizaktionen – das Ehrenamt ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Zivilgesellschaft. „Ohne das Engagement dieser stillen Heldinnen und Helden wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer“, betont ein Soziologe.
Fazit: Ob in der Ehe, im Umgang mit Kinderwunsch oder im Engagement für andere – die Geschichten, die das Leben schreibt, sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Sie alle zeigen, dass es keine Patentlösungen gibt, sondern dass jeder seinen eigenen Weg finden muss.