Am 22. Jänner 2026 wird die Hochschule Campus Wien zum Schauplatz eines bedeutenden internationalen Symposiums, das die Sicherheitsbewertung von Verpackungsmaterialien in den Mittelpunkt stellt. Diese Veranstaltung, die unter dem Titel „Advances in Safety Assessment of Packaging Materials – Part 3“
Am 22. Jänner 2026 wird die Hochschule Campus Wien zum Schauplatz eines bedeutenden internationalen Symposiums, das die Sicherheitsbewertung von Verpackungsmaterialien in den Mittelpunkt stellt. Diese Veranstaltung, die unter dem Titel „Advances in Safety Assessment of Packaging Materials – Part 3“ läuft, versammelt Expert*innen aus Wissenschaft, Industrie und Regulierungsbehörden, um die neuesten Entwicklungen und Herausforderungen zu diskutieren. Mit Wien als Gastgeber wird die Relevanz für Österreich besonders hervorgehoben.
Verpackungssicherheit ist ein Thema von globaler Bedeutung. Die Veranstaltung in Wien zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätze zu geben. Fachbegriffe wie 'Food Contact Materials' (FCMs) werden intensiv diskutiert. FCMs sind Materialien, die in direktem Kontakt mit Lebensmitteln stehen und deren Sicherheit für die menschliche Gesundheit entscheidend ist. Die EU hat strenge Richtlinien zur Regulierung dieser Materialien, um sicherzustellen, dass keine schädlichen Substanzen in Lebensmittel migrieren.
Die Sicherheitsbewertung von Verpackungsmaterialien hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte gemacht. In den 1980er Jahren begann die EU, erste Richtlinien zur Kontrolle von FCMs zu entwickeln. Diese wurden kontinuierlich erweitert, um den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen Rechnung zu tragen. In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen weiter verschärft, insbesondere im Hinblick auf die Verwendung von recycelten Materialien und den Schutz vor unerwünschten Stoffmigrationen.
Während Österreich in der EU eingebettet ist und deren Richtlinien befolgt, gibt es auch nationale Besonderheiten. Deutschland hat beispielsweise eigene Prüfverfahren entwickelt, um die Sicherheit von FCMs zu gewährleisten. Die Schweiz, obwohl nicht EU-Mitglied, orientiert sich stark an den EU-Richtlinien, hat jedoch zusätzliche nationale Vorschriften, die die Sicherheit von Verpackungen sicherstellen sollen.
Die Sicherheitsbewertung von Verpackungsmaterialien hat direkte Auswirkungen auf die Verbraucher*innen. Beispielsweise können unsichere Materialien gesundheitliche Risiken bergen, wenn sie schädliche Substanzen in Lebensmittel freisetzen. Ein Beispiel ist die Diskussion um die Verwendung von Bisphenol A (BPA) in Plastikflaschen, das als endokriner Disruptor gilt. Strenge Kontrollen und neue Technologien sollen solche Risiken minimieren.
Statistiken belegen, dass die EU jährlich etwa 100.000 Tonnen recycelte Kunststoffe für FCMs verwendet. Ein Großteil davon wird in Österreich verarbeitet, was die Bedeutung des Themas für die heimische Industrie unterstreicht. Die Recyclingquote für Kunststoffe liegt in Österreich bei etwa 25%, was im europäischen Vergleich im Mittelfeld liegt.
Lukas Prielinger von der Hochschule Campus Wien betont die Notwendigkeit gemeinsamer Lösungen. „Nur durch internationale Zusammenarbeit können wir die Sicherheit von Verpackungen gewährleisten und gleichzeitig Nachhaltigkeitsziele erreichen“, sagt Prielinger. Die Zukunftsperspektiven sind vielversprechend: Neue Technologien wie HPTLC und bioassays könnten die Analyse von FCMs revolutionieren und die Sicherheit weiter erhöhen.
Das Symposium in Wien bietet eine wertvolle Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Industrie und Regulierungsbehörden. Die Diskussionen werden zweifellos dazu beitragen, die Standards für Verpackungssicherheit weiter zu erhöhen und innovative Lösungen zu fördern. Interessierte können sich über die Ergebnisse des Symposiums auf der Website der Hochschule Campus Wien informieren.