Österreichischer Stahlkonzern nutzt günstiges Marktumfeld für Kapitalmarktoperation
Der Linzer Stahlriese voestalpine erweitert seine 2023 begebenen Wandelschuldverschreibungen um bis zu 35 Millionen Euro.
Die voestalpine AG hat beschlossen, ihre bereits 2023 emittierten Wandelschuldverschreibungen um bis zu 35 Millionen Euro aufzustocken. Der österreichische Stahlkonzern nutzt dabei das derzeit günstige Marktumfeld für diese Kapitalmarktoperation, wie das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab.
Der Vorstand der voestalpine AG hat heute entschieden, nicht nachrangige, unbesicherte Wandelschuldverschreibungen mit Fälligkeit 2028 im Gesamtnennbetrag von bis zu 35 Millionen Euro als Aufstockungstranche zu begeben. Diese ergänzen die bereits 2023 platzierten Wandelschuldverschreibungen im Volumen von 250 Millionen Euro.
Die neuen Schuldverschreibungen werden zu einem im Rahmen des Platzierungsverfahrens festzulegenden Emissionskurs in einer Stückelung von je 100.000 Euro begeben. Falls sie nicht zuvor gewandelt, zurückgezahlt oder zurückgekauft werden, erfolgt die Rückzahlung am oder um den 28. April 2028 zum Nennbetrag zuzüglich Zinsen.
Parallel zur Aufstockung beschloss der Vorstand, zur Ausgabe an Gläubiger der Schuldverschreibungen, die von den gewährten Wandlungsrechten Gebrauch machen, eigene Aktien zu verwenden. Dies entspricht dem bereits bei den Wandelschuldverschreibungen 2023 gewählten Vorgehen.
Aktuell hält voestalpine 7.098.547 eigene Aktien, was 3,98 Prozent des Grundkapitals entspricht. Für die Unterlegung sämtlicher Wandlungsrechte der Wandelschuldverschreibungen 2023 inklusive der geplanten Aufstockungstranche würden auf Basis des aktuellen Wandlungspreises von rund 40,49 Euro bis zu 7.039.227 Aktien benötigt werden. Dies entspricht 3,94 Prozent des Grundkapitals.
Das Angebot wird im Rahmen eines beschleunigten Platzierungsverfahrens (Accelerated Bookbuilding) erfolgen. Die Platzierung richtet sich ausschließlich an institutionelle Investoren außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika gemäß Regulation S des U.S. Securities Act 1933.
Weitere Ausschlussgebiete sind Australien, Japan, Südafrika sowie andere Jurisdiktionen, in denen das Angebot oder der Verkauf der Schuldverschreibungen nach geltendem Recht verboten wäre. Die Bezugsrechte der bestehenden Aktionäre auf die neuen Schuldverschreibungen werden ausgeschlossen.
Die Durchführung des Angebots ist abhängig von der Zustimmung des Aufsichtsrates und den gegebenen Marktbedingungen. Frühestens ist die Platzierung für die zweite Märzhälfte geplant. Das Ergebnis des Angebots wird voestalpine in einer separaten Pressemitteilung bekanntgeben.
Die Mitteilung erfolgte als Insiderinformation gemäß Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014. voestalpine verweist in diesem Zusammenhang auf die Ad-hoc-Meldung vom 1. Dezember 2025 sowie auf die Berichte des Vorstandes gemäß § 65 Abs 1b iVm § 171 Abs 1 Aktiengesetz vom 1. Dezember 2025 und vom 2. März 2026.
Im Europäischen Wirtschaftsraum richtet sich die Platzierung ausschließlich an qualifizierte Anleger im Sinne der Prospektverordnung (EU) 2017/1129. Die Schuldverschreibungen sind nicht für Kleinanleger bestimmt, weshalb auch kein PRIIPs-Basisinformationsblatt erstellt wurde.
Die voestalpine AG mit Sitz in Linz ist einer der führenden Stahl- und Technologiekonzerne weltweit. Das Unternehmen kombiniert modernste Technologie mit nachhaltiger Produktion und entwickelt innovative Lösungen für verschiedene Industriezweige.
Die Aktien der voestalpine AG sind an der Wiener Börse im amtlichen Handel notiert (ISIN: AT0000937503). Das Unternehmen nutzt regelmäßig verschiedene Finanzierungsinstrumente am Kapitalmarkt, um seine Geschäftstätigkeit und Investitionen zu finanzieren.
Wandelschuldverschreibungen bieten Investoren die Möglichkeit, zunächst festverzinslich zu investieren und später unter bestimmten Bedingungen in Aktien zu tauschen. Für Unternehmen stellen sie eine attraktive Finanzierungsform dar, da sie in der Regel niedrigere Zinssätze als herkömmliche Anleihen aufweisen.
Die Nutzung eigener Aktien für die Bedienung der Wandlungsrechte ist eine übliche Praxis, die verhindert, dass neue Aktien ausgegeben werden müssen, was zu einer Verwässerung der bestehenden Aktionärsstruktur führen könnte.
Investoren und Interessenten können weitere Informationen auf der Unternehmenswebsite www.voestalpine.com im Bereich "Investoren" finden. Dort werden auch die Veröffentlichungspflichten gemäß § 7 der VeröffentlichungsV 2018 erfüllt.