Am 2. Dezember 2025 hat die Volkshilfe Österreich eine neue Spendenkampagne ins Leben gerufen, um auf die prekäre Situation von rund 344.000 Kindern aufmerksam zu machen, die in Österreich in Armut aufwachsen. Diese Kinder leben in Verhältnissen, die ihnen grundlegende Entwicklungsmöglichkeiten nehm
Am 2. Dezember 2025 hat die Volkshilfe Österreich eine neue Spendenkampagne ins Leben gerufen, um auf die prekäre Situation von rund 344.000 Kindern aufmerksam zu machen, die in Österreich in Armut aufwachsen. Diese Kinder leben in Verhältnissen, die ihnen grundlegende Entwicklungsmöglichkeiten nehmen. Sie haben oft keinen ruhigen Platz zum Lernen, leiden unter unzureichender Ernährung und können an sozialen Aktivitäten wie Geburtstagsfeiern oder Vereinsausflügen nicht teilnehmen.
Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich, betont, dass kein Kind in Österreich in Armut leben sollte. Die Organisation hat die Kampagne „Deine Spende. Meine Chance“ ins Leben gerufen, um zu zeigen, wie eine Spende das Leben eines Kindes positiv verändern kann. Unterstützt wird die Aktion von der Wiener Städtischen Versicherung und der Bank Austria.
Armut bedeutet für viele Kinder, in zu engen oder unzureichend beheizten Wohnungen zu leben. Diese Bedingungen beeinträchtigen ihre Gesundheit und ihre schulischen Leistungen. Ohne einen ruhigen Platz zum Lernen bleiben sie oft hinter ihren Möglichkeiten zurück. Fehlende ausgewogene Ernährung führt zu gesundheitlichen Problemen, die sich bis ins Erwachsenenalter auswirken können.
Die Problematik der Kinderarmut ist nicht neu. Bereits in den 1980er Jahren wurde in Österreich auf die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich hingewiesen. Trotz wirtschaftlicher Fortschritte hat sich die Situation für viele Familien nicht verbessert. Die Globalisierung und der technologische Wandel haben zwar neue Arbeitsplätze geschaffen, aber auch die Anforderungen an Bildung und Qualifikation erhöht, was viele einkommensschwache Familien vor neue Herausforderungen stellt.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Österreich in Bezug auf die soziale Absicherung von Kindern im Mittelfeld liegt. Während die Schweiz durch ein starkes soziales Netz und hohe Investitionen in Bildung punktet, hat Deutschland ähnliche Herausforderungen wie Österreich. Die Kinderarmut in Deutschland betrifft etwa 2,8 Millionen Kinder, was zeigt, dass das Problem grenzüberschreitend ist.
Die Auswirkungen von Armut auf Kinder sind vielfältig. Sie starten oft mit einem niedrigeren Geburtsgewicht ins Leben und sind anfälliger für Krankheiten. Der Mangel an Ressourcen führt dazu, dass sie seltener an schulischen und außerschulischen Aktivitäten teilnehmen können, was ihre soziale Integration erschwert. Ein Beispiel ist ein zehnjähriges Mädchen aus Wien, das aufgrund der Unterstützung der Volkshilfe erstmals an einem Schulausflug teilnehmen konnte, was ihr Selbstbewusstsein erheblich stärkte.
Statistiken zeigen, dass etwa jedes fünfte Kind in Österreich von Armut betroffen ist. Diese Zahl hat sich in den letzten Jahren kaum verändert, trotz politischer Bemühungen, die Situation zu verbessern. Die Armutsgefährdungsquote liegt bei etwa 14%, wobei Kinder aus Alleinerziehenden-Haushalten besonders betroffen sind.
Die Zukunftsperspektiven für armutsbetroffene Kinder hängen stark von der gesellschaftlichen Unterstützung ab. Die Volkshilfe setzt auf nachhaltige Lösungen, die über kurzfristige finanzielle Hilfen hinausgehen. Dazu gehören Bildungsprogramme, die Kindern die Möglichkeit geben, ihre Potenziale voll auszuschöpfen, sowie Initiativen zur sozialen Integration.
Langfristig ist es wichtig, die strukturellen Ursachen der Armut zu bekämpfen. Dies umfasst Investitionen in Bildung, Gesundheit und soziale Dienste. Die Unterstützung durch Unternehmen wie die Wiener Städtische Versicherung zeigt, dass gesellschaftliches Engagement einen Unterschied machen kann.
Die Kampagne „Deine Spende. Meine Chance“ der Volkshilfe Österreich ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Kinderarmut. Sie zeigt, dass jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann, um die Lebensbedingungen von Kindern in Armut zu verbessern. Die gesellschaftliche Verantwortung, Kindern faire Chancen zu bieten, sollte im Mittelpunkt stehen. Weitere Informationen zur Unterstützung der Kampagne finden Sie auf der Website der Volkshilfe.