Am 13. Januar 2026 hat der Verbraucherschutzverein (VSV) eine bedeutende Sammelaktion für Versicherungsnehmer:innen ins Leben gerufen, die durch fondsgebundene Lebensversicherungen der Swiss Life (Liechtenstein) AG – ehemals CapitalLeben Versicherung AG – finanziell benachteiligt wurden. Diese Initi
Am 13. Januar 2026 hat der Verbraucherschutzverein (VSV) eine bedeutende Sammelaktion für Versicherungsnehmer:innen ins Leben gerufen, die durch fondsgebundene Lebensversicherungen der Swiss Life (Liechtenstein) AG – ehemals CapitalLeben Versicherung AG – finanziell benachteiligt wurden. Diese Initiative zielt darauf ab, den Betroffenen eine Plattform zur Geltendmachung ihrer Ansprüche zu bieten.
Fondsgebundene Lebensversicherungen wurden in der Vergangenheit oft als sichere Altersvorsorge angepriesen. Doch viele Versicherungsnehmer:innen sehen sich nun mit intransparenten Kostenstrukturen konfrontiert. Diese Produkte führten häufig dazu, dass am Ende der Laufzeit kaum Gewinne erzielt wurden oder sogar Verluste entstanden. Ein Großteil der Wertsteigerung verblieb bei den Versicherungen und Vermittlern, was zu erheblicher Unzufriedenheit führte.
Lebensversicherungen haben in Österreich eine lange Tradition als Instrument der Altersvorsorge. Ursprünglich als sichere Möglichkeit zur Absicherung gegen finanzielle Unsicherheiten im Alter konzipiert, haben sich die Produkte im Laufe der Jahre stark verändert. Während traditionelle Lebensversicherungen feste Garantien boten, setzten fondsgebundene Varianten auf die Entwicklung von Investmentfonds, was mit höheren Risiken verbunden ist.
In Deutschland und der Schweiz sind ähnliche Probleme mit fondsgebundenen Lebensversicherungen bekannt. Beide Länder haben bereits Maßnahmen ergriffen, um die Transparenz zu erhöhen und Verbraucher besser zu schützen. In Österreich ist der VSV einer der Vorreiter in der Unterstützung der Geschädigten, indem er rechtliche Schritte erleichtert und Sammelaktionen organisiert.
Die finanziellen Auswirkungen auf die betroffenen Versicherungsnehmer:innen sind erheblich. Viele haben ihre Ersparnisse in diese Produkte investiert, in der Hoffnung auf eine sichere Altersvorsorge. Stattdessen sehen sie sich nun mit Verlusten konfrontiert, die ihre finanzielle Sicherheit im Alter gefährden. Ein Beispiel ist ein Wiener Pensionist, der über 20 Jahre in eine solche Versicherung eingezahlt hat und nun mit einer Auszahlung konfrontiert ist, die weit unter den Erwartungen liegt.
Statistiken zeigen, dass eine erhebliche Anzahl von Versicherungsnehmer:innen in Österreich von diesen intransparenten Praktiken betroffen ist. Laut einer Studie des VSV betrifft dies mehrere Tausend Personen, die nun Anspruch auf Rückerstattung nicht offengelegter Kosten und Schadenersatz haben.
Die Sammelaktion des VSV könnte ein Wendepunkt im Umgang mit fondsgebundenen Lebensversicherungen in Österreich sein. Durch die Bündelung der Kräfte der Geschädigten und die Unterstützung durch den VSV besteht die Möglichkeit, dass Versicherer in Zukunft transparenter agieren müssen. Langfristig könnte dies zu einer Reform des Versicherungsmarktes führen, der mehr auf die Bedürfnisse der Verbraucher:innen ausgerichtet ist.
Die Initiative des VSV ist ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der Geschädigten von Swiss Life-Lebensversicherungen. Sie bietet nicht nur die Möglichkeit, finanzielle Ansprüche geltend zu machen, sondern könnte auch zu einer grundlegenden Veränderung im Versicherungswesen führen. Interessierte können sich auf der Webseite des VSV anmelden, um an der Sammelaktion teilzunehmen und ihre Rechte durchzusetzen.
Für weiterführende Informationen und um sich der Sammelaktion anzuschließen, besuchen Sie bitte diese Seite.