Der Countdown bis Weihnachten läuft, und der österreichische Einzelhandel erlebt am 20. Dezember 2025 einen regelrechten Ansturm. Der vierte Adventsamstag markiert traditionell einen der umsatzstärksten Tage im Jahr, und auch heuer zeigt sich, dass die Österreicher ihre Weihnachtseinkäufe gerne auf
Der Countdown bis Weihnachten läuft, und der österreichische Einzelhandel erlebt am 20. Dezember 2025 einen regelrechten Ansturm. Der vierte Adventsamstag markiert traditionell einen der umsatzstärksten Tage im Jahr, und auch heuer zeigt sich, dass die Österreicher ihre Weihnachtseinkäufe gerne auf den letzten Drücker erledigen. Doch was macht diesen Tag so besonders? Der Handelsverband berichtet von einem Umsatzfeuerwerk, das sowohl in den Einkaufsstraßen als auch in den Fachmarkt- und Shoppingzentren des Landes für volle Kassen sorgt.
In den Tagen vor dem vierten Adventsamstag lagen die Umsätze wetterbedingt leicht unter dem Vorjahresniveau. Doch der heutige Samstag brachte eine Wende. Die Geschäfte verzeichneten ähnlich starke Umsätze wie im Jahr 2024, was nicht zuletzt auf die hohe Zahl an Touristen zurückzuführen ist, die insbesondere in den Tourismus-Hochburgen wie Salzburg, Innsbruck und Wien für einen rekordverdächtigen Kundenansturm sorgten. Laut Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands, ist der Samstag im Vergleich der vergangenen sechs Tage der umsatzstärkste, gefolgt von einem ebenfalls starken Freitag.
Während in Wien die Nächtigungszahlen im Dezember um rund 5% gestiegen sind, was dem stationären Einzelhandel und den Adventmärkten zugutekommt, melden auch Linz und Villach sowie große Shoppingcenter wie die Shopping City Süd und der Europark Salzburg hohe Kundenfrequenzen. Diese regionalen Unterschiede zeigen, wie stark der Tourismus das Einkaufsverhalten beeinflusst.
Ein Blick auf die verschiedenen Branchen offenbart, dass besonders der Handel mit Lebensmitteln, Spielzeug, Kosmetik, Schmuck und Büchern boomt. Auch Möbelhäuser sind stark frequentiert. Im Bundesländerranking der Pro-Kopf-Ausgaben für Weihnachtsgeschenke liegen Salzburg und Oberösterreich mit durchschnittlich 399 Euro an der Spitze, gefolgt von Niederösterreich und dem Burgenland mit 388 Euro. Tirol und Vorarlberg bilden mit 379 Euro das Schlusslicht.
Mit nur noch wenigen Tagen bis zum Heiligen Abend ist der Einzelhandel optimistisch, dass die umsatzstarken Tage am 22. und 23. Dezember das Weihnachtsgeschäft weiter ankurbeln werden. 7% der Österreicher zählen zu den Last-Minute-Shoppern, die erst kurz vor dem Fest ihre Geschenke besorgen. Der Onlinehandel verliert in diesen Tagen an Bedeutung, da sich der Einkaufstrubel vor allem im stationären Handel abspielt. Besonders der Lebensmittelhandel erwartet vor den Feiertagen einen Höhepunkt der Verkäufe.
Nach dem 24. Dezember beginnt die Hochsaison für das Einlösen von Geldgeschenken und Gutscheinen, die bis weit in den Januar 2026 hinein anhalten wird. Gutscheine sind beliebter denn je und werden von 45% der Schenkenden bevorzugt. Auch Geldgeschenke sind populär, da sie den Beschenkten Wahlfreiheit bieten. Ein Drittel der Österreicher entscheidet sich für diese praktische Geschenkform, oft um Rechnungen zu begleichen statt Waren zu kaufen. Spielzeug, Bücher und Kleidung sind ebenfalls gefragte Geschenke, jeweils von 24% der Österreicher verschenkt.
Die Weihnachtseinkäufe 2025 zeigen einige interessante Trends. Im Lebensmittelbereich sind Fleischalternativen wie Tempeh und Tofu sowie zuckerfreie Süßigkeiten und alkoholfreies Bier besonders beliebt. Im Non-Food-Segment dominieren Selbstoptimierungs-Tools wie Fitness-Tracker und Smart Watches. Praktische Haushaltsgeräte und Tech-Gadgets wie Konsolen und High-Tech-Spielzeuge erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit. Der Trend zu nachhaltigem Konsum und technologischen Innovationen spiegelt sich auch in den Einkaufsgewohnheiten wider.
Der österreichische Einzelhandel blickt optimistisch in die Zukunft. Mit einem prognostizierten Mehrumsatz von 1,19 Milliarden Euro netto im Dezember 2025, was einer Steigerung von 2% im Vergleich zum Vorjahr entspricht, zeigt sich die Branche robust. Die zunehmende Bedeutung von Tourismus und regionalen Einkaufszentren sowie der anhaltende Trend zu Gutscheinen und Geldgeschenken werden auch in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle spielen. Die Herausforderung wird darin bestehen, den stationären Handel mit innovativen Konzepten und einem attraktiven Einkaufserlebnis zu stärken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der vierte Adventsamstag 2025 ein voller Erfolg für den österreichischen Einzelhandel war. Die Kombination aus regionalen Besonderheiten, einem breiten Angebotsspektrum und der anhaltenden Attraktivität von Gutscheinen und Geldgeschenken hat zu einem Umsatzrekord geführt. Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Umsatzprognosen tatsächlich eintreten. Eines ist jedoch sicher: Der Einzelhandel bleibt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und spiegelt die sich wandelnden Konsumgewohnheiten der Österreicher wider.
Wie wird sich das Einkaufsverhalten in den kommenden Jahren weiterentwickeln? Werden Online- und Offline-Handel noch stärker verschmelzen? Bleiben Sie dran und verfolgen Sie die neuesten Entwicklungen im österreichischen Einzelhandel.