Am 18. Dezember 2025 wurde bekannt, dass die drohende Schließung des Wellpappenherstellers Gissler & Pass Rodenberg GmbH in Niedersachsen erfolgreich abgewendet wurde. Das Unternehmen hat ein umfassendes Sanierungskonzept eingeleitet, das in den kommenden drei Monaten umgesetzt wird, um die Zuku
Am 18. Dezember 2025 wurde bekannt, dass die drohende Schließung des Wellpappenherstellers Gissler & Pass Rodenberg GmbH in Niedersachsen erfolgreich abgewendet wurde. Das Unternehmen hat ein umfassendes Sanierungskonzept eingeleitet, das in den kommenden drei Monaten umgesetzt wird, um die Zukunft des Werkes und zahlreiche Arbeitsplätze zu sichern. Diese Nachricht ist von besonderer Bedeutung, da sie nicht nur die wirtschaftliche Stabilität der Region betrifft, sondern auch ein Beispiel für erfolgreiche Unternehmensrestrukturierung unter schwierigen Marktbedingungen darstellt.
Die Geschäftsführerin Claudia Gissler-Weber betonte, dass die schwierigen Marktbedingungen das Unternehmen gezwungen haben, zu reagieren. Die Schließung des Werkes konnte durch die Nutzung eines Verfahrens der Insolvenz in Eigenverwaltung abgewendet werden, das auf einem tragfähigen Sanierungskonzept basiert. Dieses Verfahren ermöglicht es, die Strukturen des Unternehmens nachhaltig anzupassen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Die Insolvenz in Eigenverwaltung ist ein Verfahren, das es Unternehmen ermöglicht, sich unter Aufsicht eines Sachwalters selbst zu restrukturieren. Anders als bei einer regulären Insolvenz bleibt die Geschäftsführung im Amt und kann die Sanierung aktiv gestalten. Dies bietet den Vorteil, dass das Unternehmen seine Kernkompetenzen und Kundenbeziehungen besser erhalten kann. In Österreich und Deutschland wird dieses Verfahren zunehmend genutzt, um Unternehmen in Krisensituationen zu stabilisieren.
In Österreich gibt es ähnliche Fälle, in denen Unternehmen durch gezielte Restrukturierungsmaßnahmen gerettet wurden. Ein Beispiel ist die Sanierung der Voestalpine in den 1980er Jahren, die durch staatliche Unterstützung und ein umfassendes Restrukturierungsprogramm erfolgreich umgesetzt wurde. In der Schweiz hingegen wird oft auf private Investoren gesetzt, um Unternehmen in Krisenzeiten zu stabilisieren.
Die Sicherung der Arbeitsplätze in Rodenberg ist ein wichtiger Schritt, um die wirtschaftliche Stabilität der Region zu gewährleisten. Durch die Sanierung bleiben nicht nur die Arbeitsplätze erhalten, sondern es wird auch die lokale Wirtschaft gestärkt. Ein Beispiel hierfür ist ein Mitarbeiter, der seit über 20 Jahren im Unternehmen arbeitet und nun seine Zukunft gesichert sieht. Solche Maßnahmen stärken das Vertrauen der Belegschaft und der lokalen Gemeinschaft in das Unternehmen.
Die Gissler & Pass Rodenberg GmbH ist ein Tochterunternehmen der Gissler-Weber SE und bietet innovative Verpackungs- und Displaylösungen aus Wellpappe an. Die Umstrukturierung soll die Produktionskapazität erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem europäischen Markt stärken. Laut aktuellen Statistiken beschäftigt das Unternehmen in Rodenberg rund 300 Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze durch die Sanierung gesichert werden.
Die Zukunft des Unternehmens sieht vielversprechend aus, da die Restrukturierung nicht nur die aktuellen Herausforderungen adressiert, sondern auch die Weichen für zukünftiges Wachstum stellt. Die geplanten Investitionen in neue Technologien und Produktionsprozesse sollen die Effizienz steigern und das Produktportfolio erweitern. Experten sind optimistisch, dass das Unternehmen dadurch seine Marktposition weiter festigen kann.
Die erfolgreiche Abwendung der Werksschließung in Rodenberg zeigt, wie wichtig flexible und innovative Lösungen in Krisenzeiten sind. Die Sanierung ermöglicht es dem Unternehmen, seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Zukunft der Arbeitsplätze zu sichern. Diese Entwicklungen bieten wertvolle Einblicke für andere Unternehmen, die sich in ähnlichen Situationen befinden. Bleiben Sie informiert über weitere Entwicklungen in der Unternehmenswelt, um von erfolgreichen Strategien zu lernen.