Wien feiert eine der mutigsten Frauen seiner Geschichte: Lotte Brainin, eine jüdische Widerstandskämpferin, die dem Schrecken des Nationalsozialismus die Stirn bot, erhält posthum eine besondere Ehrung. Der neue Gemeindebau in der Seestadt trägt nun ihren Namen, der 'Lotte-Brainin-Hof' soll als Mahn
Wien feiert eine der mutigsten Frauen seiner Geschichte: Lotte Brainin, eine jüdische Widerstandskämpferin, die dem Schrecken des Nationalsozialismus die Stirn bot, erhält posthum eine besondere Ehrung. Der neue Gemeindebau in der Seestadt trägt nun ihren Namen, der 'Lotte-Brainin-Hof' soll als Mahnmal und Erinnerung an ihren unerschütterlichen Einsatz für Menschlichkeit und Freiheit dienen.
Bürgermeister Michael Ludwig, Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler enthüllten den Namen des neuen Gemeindebaus feierlich. Mit dabei waren zahlreiche Ehrengäste, darunter auch Elfriede Jelinek, die Nobelpreisträgerin, die Brainin sehr verbunden war.
Lotte Brainins Lebensweg ist ein Zeugnis von Mut und Entschlossenheit. Geboren am 12. November 1920 in Wien, schloss sie sich schon früh der sozialistischen Jugendorganisation 'Rote Falken' an, um gegen den erstarkenden Nationalsozialismus zu kämpfen. Ihre Aktivitäten führten zu ihrer ersten Verhaftung im Jahr 1934. Nach dem Anschluss Österreichs floh sie nach Belgien und engagierte sich in der jüdischen Widerstandsgruppe 'Österreichische Freiheitsfront'.
1943 geriet sie erneut in die Fänge der Nazis, wurde gefoltert und nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort war sie Teil des Widerstands, der versuchte, eines der Krematorien zu sprengen. Ihr Überleben und die Flucht aus dem KZ Ravensbrück sind ein Wunder der Geschichte.
Der 'Lotte-Brainin-Hof' ist mehr als nur ein Name auf einem Gebäude. Er ist ein Symbol der Erinnerung und der Verpflichtung, das Vermächtnis dieser tapferen Frau zu bewahren. Vizebürgermeisterin Gaál betonte, dass 65 Straßen, Plätze und Gebäude in der Seestadt nach bedeutenden Frauen benannt sind. Diese Benennung reiht sich nahtlos in diese Tradition ein.
Die Wohnhausanlage an der Mela-Köhler-Gasse 7 bietet nicht nur modernen Wohnraum, sondern auch eine hohe Flexibilität und ökologische Standards. Mit der Nähe zum Elinor-Ostrom-Park und der U2-Station Seestadt erfüllt sie die Wünsche nach Erholung und guter Verkehrsanbindung.
Für weitere Informationen zur digitalen Ausstellung über Lotte Brainin besuchen Sie diese Webseite. Details zur Erinnerungskultur von Wiener Wohnen sind unter nievergessen.wienerwohnen.at zu finden.