Wien hat ein neues Denkmal der Erinnerung geschaffen! Die Stadt gedenkt einer außergewöhnlichen Frau, die den Schrecken des Nationalsozialismus überlebte und ihr Leben dem Kampf gegen Hass und Unterdrückung widmete. Der neu benannte Lotte-Brainin-Hof steht als Symbol für Mut, Widerstand und die uner
Wien hat ein neues Denkmal der Erinnerung geschaffen! Die Stadt gedenkt einer außergewöhnlichen Frau, die den Schrecken des Nationalsozialismus überlebte und ihr Leben dem Kampf gegen Hass und Unterdrückung widmete. Der neu benannte Lotte-Brainin-Hof steht als Symbol für Mut, Widerstand und die unerschütterliche Menschlichkeit einer Frau, deren Geschichte nicht in Vergessenheit geraten darf.
In einer feierlichen Zeremonie wurde der Gemeindebau im Beisein von Bürgermeister Michael Ludwig, Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler nach der jüdischen Widerstandskämpferin Lotte Brainin benannt. Diese Frau, die den Schrecken der Konzentrationslager überlebte und sich unermüdlich für Menschlichkeit einsetzte, erhält nun die Anerkennung, die sie verdient.
Lotte Brainin, geboren am 12. November 1920 in Wien, war schon als Jugendliche Teil der sozialistischen Jugendorganisation Rote Falken und widerstand dem aufkeimenden Nationalsozialismus. Nach ihrer Flucht nach Belgien schloss sie sich der jüdischen Widerstandsgruppe Österreichische Freiheitsfront an. Ihre mutigen Taten, wie das Verteilen von Antikriegszeitungen, führten zu ihrer Verhaftung und Deportation nach Auschwitz-Birkenau. Doch Brainin gab nie auf und beteiligte sich am lagerinternen Widerstand, bevor ihr schließlich die Flucht aus dem KZ Ravensbrück gelang.
Ihr Vermächtnis ist eine Mahnung an uns alle. Bis zu ihrem Lebensende kämpfte sie gegen das Vergessen und für die Erinnerung an die Gräueltaten des NS-Regimes. Eine digitale Ausstellung über ihr Leben kann hier besucht werden.
Der Lotte-Brainin-Hof bietet nicht nur Geschichte, sondern auch modernen Wohnkomfort. Die 76 innovativen Wohnungen sind flexibel gestaltbar und umweltfreundlich ausgestattet. Mit seiner Lage nahe der U2-Station Seestadt bietet der Hof nicht nur hervorragende Verkehrsanbindungen, sondern auch direkte Nähe zu Spiel- und Erholungsflächen.
Die Stadt Wien setzt mit der Benennung ein starkes Zeichen gegen das Vergessen und für die Erinnerungskultur. Zahlreiche Ehrengäste, darunter die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, würdigten Brainins unermüdlichen Einsatz für Freiheit und Gerechtigkeit. Ein Zeichen, das in Zeiten der Bedrängnis der Demokratie wichtiger denn je ist.
Weitere Informationen zur Erinnerungskultur und den geführten Rundgängen finden sich unter: nievergessen.wienerwohnen.at.