Wien hat wieder einmal die Nase vorn, wenn es um die Förderung des Radverkehrs geht! Am 26. Oktober 2025 wurde der zweite Abschnitt der beeindruckenden Radverbindung durch den 14. und 15. Bezirk offiziell eröffnet. Diese neue Strecke, die vom Neubaugürtel bis weit in den Westen der Stadt führt, ist
Wien hat wieder einmal die Nase vorn, wenn es um die Förderung des Radverkehrs geht! Am 26. Oktober 2025 wurde der zweite Abschnitt der beeindruckenden Radverbindung durch den 14. und 15. Bezirk offiziell eröffnet. Diese neue Strecke, die vom Neubaugürtel bis weit in den Westen der Stadt führt, ist ein Paradebeispiel für die gelungene Integration von Radwegen in das städtische Umfeld. Doch was macht diese Strecke so besonders, und warum ist sie ein solches Highlight für die Wiener Verkehrspolitik?
Die Stadt Wien hat sich mit ihrer Radweg-Offensive ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Mehr Menschen sollen das Fahrrad als bevorzugtes Verkehrsmittel entdecken. Mit dem neuen Abschnitt der Radverbindung durch die Meiselstraße und Hütteldorfer Straße wird dieses Ziel greifbar. Der Ausbau ist nicht nur ein weiterer Schritt in Richtung einer umweltfreundlichen Stadt, sondern auch ein klares Bekenntnis zu einer klimafitten Zukunft.
Der neue Radweg erstreckt sich über eine Länge von insgesamt drei Kilometern und bietet Radfahrern höchsten Fahrkomfort. Die Meiselstraße wurde zur sicheren Fahrradstraße umgebaut, die parallel zur Hütteldorfer Straße verläuft. Diese Umgestaltung umfasst unter anderem die Pflanzung von 60 neuen Bäumen, die im kommenden Sommer wohltuenden Schatten spenden werden. Die Hütteldorfer Straße, die bis zur Leyserstraße führt, wurde in eine extrabreite Radfahr-Allee verwandelt.
Bereits im vergangenen Jahr wurde der erste Abschnitt der Radverbindung eröffnet. Dieser erstreckt sich entlang der Hütteldorfer Straße vom Gürtel bis zur Johnstraße. Die Strecke ist durchgehend baulich getrennt und misst 3,5 Meter in der Breite. Entlang dieser Route wurden 39 neue Bäume gepflanzt, die nicht nur Schatten spenden, sondern auch das Stadtbild verschönern.
Die Umgestaltung der Meiselstraße und Hütteldorfer Straße ist nicht nur ein Gewinn für Radfahrer. Sie bringt auch zahlreiche Vorteile für Fußgänger und Anwohner mit sich. Durch die Verkehrsberuhigung und die Schaffung neuer Aufenthaltsbereiche wird der öffentliche Raum spürbar aufgewertet. Der neu gestaltete Mikrofreiraum mit Trinkbrunnen und Sitzgelegenheiten lädt zum Verweilen ein und bietet eine willkommene Pause für alle, die im Grätzel unterwegs sind.
Besonders erfreulich ist die Umgestaltung des Schulvorplatzes in der Lortzinggasse. Hier wurde die Zufahrt für Autos komplett unterbunden, was zusätzliche Sicherheit für die Schüler bedeutet. Der Vorplatz wurde begrünt und mit einem Wasserspiel sowie Sitzmöbeln ausgestattet. Diese Maßnahmen fördern nicht nur die klimafreundliche Mobilität, sondern schaffen auch einen attraktiven Begegnungsraum für Kinder und Jugendliche.
Die Wiener Fortschrittskoalition hat bisher über 250 Projekte im Hauptradwegenetz umgesetzt und investierte rund 130 Millionen Euro in den Ausbau der Radinfrastruktur. Diese intensiven Anstrengungen zahlen sich aus: Die Zahl der Radfahrer steigt stetig an, und der Anteil der Wege, die per Rad zurückgelegt werden, ist im Jahr 2024 auf 11 % gestiegen. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 lag dieser Anteil noch bei 7 %.
Die Wiener Radwegoffensive ist noch lange nicht am Ende. Ein dritter Abschnitt der Radverbindung ist bereits in Planung und wird die Strecke durch den 14. Bezirk weiter verlängern. Diese Maßnahmen sind ein klares Bekenntnis zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Verkehrspolitik, die Wien zu einer der fahrradfreundlichsten Städte Europas machen soll.
Ein Verkehrsexperte lobt die neue Radverbindung als einen wichtigen Schritt in Richtung einer modernen und umweltfreundlichen Stadt. "Solche Projekte sind entscheidend, um den Radverkehr zu fördern und die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern", sagt er. "Die Kombination aus Verkehrsberuhigung, Begrünung und sicherer Infrastruktur macht das Radfahren nicht nur angenehmer, sondern auch sicherer."
Ein weiterer Experte betont die Bedeutung der neuen Radverbindung für die Anbindung von Schulen und Kindergärten an das Radwegenetz. "Die Integration von Bildungseinrichtungen in das Radwegenetz ist ein wichtiger Beitrag zur Förderung der aktiven Mobilität von Kindern und Jugendlichen", erklärt er. "Durch sichere und attraktive Radwege wird das Fahrradfahren zu einer selbstverständlichen Option im Alltag."
Die Eröffnung des zweiten Abschnitts der Radverbindung durch den 14. und 15. Bezirk ist ein bedeutender Meilenstein für die Stadt Wien. Die Strecke bietet nicht nur Radfahrern höchsten Fahrkomfort, sondern bringt auch zahlreiche Vorteile für Fußgänger und Anwohner mit sich. Mit der Umgestaltung der Meiselstraße und Hütteldorfer Straße zeigt Wien, wie eine moderne und umweltfreundliche Stadtentwicklung aussehen kann. Die Wiener Radwegoffensive ist ein Paradebeispiel für eine nachhaltige Verkehrspolitik, die den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer gerecht wird.
Weitere Informationen zu den Radwegeprojekten finden Sie auf fahrradwien.at.