Am 3. Dezember 2025 hat die Stadt Wien ihr Kulturbudget für das Jahr 2026 vorgestellt. Die Ankündigung ist nicht nur ein finanzieller Fahrplan, sondern setzt auch ein starkes Zeichen für die kulturelle Vielfalt und den Zugang zu Kunst und Kultur in der österreichischen Hauptstadt. Die Stadtregierung
Am 3. Dezember 2025 hat die Stadt Wien ihr Kulturbudget für das Jahr 2026 vorgestellt. Die Ankündigung ist nicht nur ein finanzieller Fahrplan, sondern setzt auch ein starkes Zeichen für die kulturelle Vielfalt und den Zugang zu Kunst und Kultur in der österreichischen Hauptstadt. Die Stadtregierung, unter der Führung von Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler, verfolgt das Ziel, die Kultur für alle Wiener*innen zugänglich zu halten, unabhängig von ihrem sozioökonomischen Hintergrund.
Mit einem Gesamtvolumen von 322,285 Millionen Euro zeigt das Kulturbudget 2026 eine bemerkenswerte Steigerung von 44,10 Prozent im Vergleich zu 2018. Inflationsbereinigt entspricht dies einem Wachstum von 11 Prozent. Diese Erhöhung ist das Ergebnis einer achtjährigen kulturpolitischen Arbeit, die darauf abzielt, die Wiener Kultur- und Wissenschaftslandschaft zu stärken und krisenresilienter zu machen.
Seit dem Amtsantritt von Veronica Kaup-Hasler im Jahr 2018 hat die Stadt Wien kontinuierlich in die kulturelle Infrastruktur investiert. Diese Investitionen umfassen sowohl bauliche Maßnahmen als auch die Unterstützung von Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen. Besonders im Fokus stehen dabei die Freie Szene und die Kulturinitiativen in den Grätzln, die oft unter prekären Bedingungen arbeiten.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern in Österreich, sowie zu Deutschland und der Schweiz, zeigt sich Wien als Vorreiter in der Unterstützung der kulturellen Vielfalt. Während in einigen deutschen Städten die Kulturförderung aufgrund von Budgetkürzungen zurückgefahren wurde, setzt Wien bewusst auf Stabilität und gezielte Anpassungen, um die kulturelle Vielfalt zu sichern und auszubauen.
Die Auswirkungen des neuen Budgets sind vielfältig. Beispielsweise bleiben die bereits etablierten Kulturankerzentren erhalten, die leistbare Arbeits-, Proben- und Aufführungsräume für Künstler*innen bieten. Pro Tag finden im Durchschnitt 30 von der Stadt geförderte, frei zugängliche Veranstaltungen statt, was den niederschwelligen Zugang zu Kultur für alle Bürger*innen sicherstellt.
Ein großer Teil der budgetären Entlastung im Jahr 2026 resultiert aus dem Auslaufen befristeter Projekte. So wurde das Festjahr Johann Strauss 2025 mit einem Fördervolumen von 9,5 Millionen Euro abgeschlossen. Diese einmaligen Kosten fallen 2026 nicht erneut an. Ebenso wurden die Investitionskosten für das neue Zentrum für Kinderkultur in Floridsdorf bereits im Jahr 2025 finanziert.
Die Stadt Wien plant, die kulturelle Vielfalt und Zugänglichkeit weiter zu fördern. Ein zukünftiges Highlight wird das neue Zentrum für Kinderkultur in Floridsdorf sein, das 2028 eröffnet wird. Parallel dazu arbeitet die Stadt an einem zweckgebundenen 'Kultureuro', um die Kulturfinanzierung langfristig zu sichern. Diese Maßnahme wird ressortübergreifend mit der Geschäftsgruppe Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales erarbeitet.
Das Kulturbudget 2026 zeigt, dass die Stadt Wien ihre Rolle als Kulturmetropole ernst nimmt. Durch gezielte Investitionen und strategische Anpassungen wird die kulturelle Vielfalt gesichert und ausgebaut. Die Stadt setzt auf eine nachhaltige Kulturpolitik, die Vielfalt, Zugänglichkeit und Zukunftsfähigkeit in den Mittelpunkt stellt. Die Wiener*innen können sich auf ein reichhaltiges Kulturangebot freuen, das auch in Zukunft für alle zugänglich bleibt.
Für weiterführende Informationen besuchen Sie bitte die offizielle Pressemitteilung der Stadt Wien.