Die Wiener Wirtschaftslandschaft steht vor einer bedeutenden Veränderung: Am 8. April 2025 präsentiert die Stadt Wien gemeinsam mit der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien das neue Finanzierun
Die Wiener Wirtschaftslandschaft steht vor einer bedeutenden Veränderung: Am 8. April 2025 präsentiert die Stadt Wien gemeinsam mit der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien das neue Finanzierungsinstrument „Wiener Wachstum". Dieses innovative Förderangebot soll wachsende Wiener Unternehmen gezielt bei ihrer Expansion unterstützen und damit den Wirtschaftsstandort Wien weiter stärken. Bürgermeister Michael Ludwig, Vizebürgermeisterin Barbara Novak und Raiffeisen-Vorstand Michael Höllerer werden in einer Pressekonferenz im Wiener Rathaus die Details dieser neuen Kooperation zwischen öffentlicher Hand und privatem Finanzsektor vorstellen.
Das Finanzierungsinstrument „Wiener Wachstum" markiert einen wichtigen Meilenstein in der österreichischen Wirtschaftsförderung. Während traditionelle Bankdarlehen oft an strengen Sicherheitenanforderungen scheitern, soll dieses neue Instrument speziell auf die Bedürfnisse expandierender Unternehmen zugeschnitten sein. Finanzierungsinstrumente sind dabei spezielle Werkzeuge oder Methoden, mit denen Unternehmen Kapital für ihre Geschäftstätigkeiten erhalten können. Sie umfassen verschiedene Formen wie Kredite, Darlehen, Beteiligungskapital oder Bürgschaften und unterscheiden sich in ihren Konditionen, Laufzeiten und Rückzahlungsmodalitäten erheblich von herkömmlichen Bankkrediten.
Die Kooperation zwischen der Stadt Wien und der Raiffeisen-Holding zeigt eine neue Dimension öffentlich-privater Partnerschaften auf. Während die Stadt Wien als größte Gemeinde Österreichs über erhebliche finanzielle Ressourcen verfügt, bringt die Raiffeisen-Holding als eine der größten Finanzgruppen des Landes ihre Expertise in der Unternehmensfinanzierung ein. Diese Synergie ermöglicht es, sowohl die sozialen Zielsetzungen der öffentlichen Hand als auch die wirtschaftlichen Anforderungen des Marktes zu berücksichtigen.
Die österreichische Hauptstadt hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Wirtschaftszentren Mitteleuropas entwickelt. Mit über 1,9 Millionen Einwohnern und einem Bruttoinlandsprodukt von rund 96 Milliarden Euro jährlich trägt Wien etwa ein Viertel zur österreichischen Wirtschaftsleistung bei. Besonders in den Bereichen Technologie, Forschung und Entwicklung sowie im Dienstleistungssektor verzeichnet die Stadt kontinuierliches Wachstum. Allein zwischen 2020 und 2024 entstanden in Wien über 45.000 neue Arbeitsplätze, wobei viele davon in innovativen Unternehmen und Start-ups geschaffen wurden.
Die Herausforderung für wachsende Unternehmen liegt oft in der schwierigen Finanzierung der Expansionsphase. Diese Phase, auch als „Scale-up-Phase" bezeichnet, ist der kritische Zeitpunkt, in dem Unternehmen von der Start-up-Phase in die Wachstumsphase übergehen. Hier benötigen sie erhebliche Kapitalmittel für Investitionen in Personal, Technologie und Markterschließung, haben aber oft noch nicht die Sicherheiten oder Bilanzkennzahlen, die traditionelle Banken für Kredite verlangen. Genau diese Lücke soll „Wiener Wachstum" schließen.
Österreichweit haben bereits mehrere Bundesländer ähnliche Initiativen gestartet. Das Land Oberösterreich betreibt seit 2019 die „Innovationsförderung OÖ