Am 29. November 2025 wurde in Wien ein innovatives Projekt zur Erhaltung der städtischen Baumgesundheit vorgestellt. Die Wiener Stadtgärten, in Zusammenarbeit mit Wien Energie und Wien Digital, führen derzeit Tests mit digitalen Bodenfeuchtesensoren durch. Diese Initiative zielt darauf ab, den Wasse
Am 29. November 2025 wurde in Wien ein innovatives Projekt zur Erhaltung der städtischen Baumgesundheit vorgestellt. Die Wiener Stadtgärten, in Zusammenarbeit mit Wien Energie und Wien Digital, führen derzeit Tests mit digitalen Bodenfeuchtesensoren durch. Diese Initiative zielt darauf ab, den Wasserverbrauch zu optimieren und die Vitalität der Bäume zu sichern. Diese Technologie ist besonders in Zeiten der Klimakrise von Bedeutung, da sie den Druck auf die städtischen Bäume mindern kann.
Die Wiener Stadtgärten pflegen über 500.000 Bäume im Stadtgebiet. Die Herausforderung besteht darin, diese Bäume in einem zunehmend urbanisierten Umfeld gesund zu halten. Das Projekt 'Smart Trees' nutzt digitale Sensoren, um Bodenfeuchte und Temperatur zu messen. Diese Daten werden über das LoRaWAN-Netzwerk, ein energieeffizientes Kommunikationsnetzwerk, übertragen. So können die Sensoren über längere Zeiträume ohne Batteriewechsel betrieben werden.
Laut Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky bietet die Sensortechnik eine doppelte Chance: Sie stellt sicher, dass die Bäume die richtige Wassermenge erhalten und hilft gleichzeitig, den Wasserverbrauch zu optimieren. Dies ist besonders wichtig, da die Bäume in urbanen Gebieten unter dem Druck der Klimakrise leiden. Die Sensoren tragen dazu bei, die Gesundheit der Bäume zu schützen und die Ressource Wasser zu schonen.
Die gesammelten Daten werden nicht nur zur Bewässerung genutzt, sondern auch wissenschaftlich ausgewertet. In Zusammenarbeit mit der Universität Wien und anderen Institutionen wird untersucht, wie verschiedene Baumarten auf unterschiedliche Standortbedingungen reagieren. Diese Forschung soll langfristig zu einem modernen Pflegekonzept führen, das die Bäume in Wien optimal versorgt.
Im Vergleich zu Städten in Deutschland und der Schweiz zeigt Wien mit dem Projekt 'Smart Trees' einen innovativen Ansatz. Während in vielen Städten automatisierte Bewässerungssysteme bereits Standard sind, geht Wien einen Schritt weiter, indem es Sensoren einsetzt, um die Bewässerung bedarfsgerecht zu steuern. Diese Technologie könnte als Vorbild für andere Städte dienen, die mit ähnlichen Herausforderungen kämpfen.
Für die Wiener Bürger bedeutet das Projekt 'Smart Trees' eine Verbesserung der Lebensqualität. Gesunde Bäume tragen zur Kühlung der Umgebung bei und verbessern die Luftqualität. Besonders in dicht bebauten Gebieten, wo die Speicherung von Feuchtigkeit im Boden begrenzt ist, sind innovative Lösungen wie diese entscheidend.
Bis Ende 2025 sollen insgesamt 460 Sensoren in Wien getestet werden. Die ersten Ergebnisse zeigen ein hohes Einsparungspotenzial beim Wasserverbrauch. Dies könnte zu einer erheblichen Reduzierung der Bewässerungskosten führen und gleichzeitig die Vitalität der Bäume steigern.
Die Wiener Stadtgärten planen, das Projekt weiter auszubauen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in ein umfassendes Pflegekonzept einfließen, das die städtischen Bäume langfristig schützt. Bis 2028 ist der vollständige Ausbau des LoRaWAN-Netzwerks geplant, was die Effizienz der Sensortechnologie weiter steigern wird.
Die Wiener Bürger sind eingeladen, sich über die Fortschritte des Projekts zu informieren und die Vorteile der Technologie selbst zu erleben. Weitere Informationen können auf der Webseite der Stadt Wien gefunden werden.