Jedes Jahr fiebern viele Menschen der Silvesternacht entgegen, einer Zeit des Feierns und der Freude. Doch nicht alle teilen diese Vorfreude, denn der Jahreswechsel bringt auch erhebliche Herausforderungen mit sich. Besonders in Wien, wo am 28. Dezember 2025 ein dringender Appell der Stadt veröffent
Jedes Jahr fiebern viele Menschen der Silvesternacht entgegen, einer Zeit des Feierns und der Freude. Doch nicht alle teilen diese Vorfreude, denn der Jahreswechsel bringt auch erhebliche Herausforderungen mit sich. Besonders in Wien, wo am 28. Dezember 2025 ein dringender Appell der Stadt veröffentlicht wurde, um auf die negativen Auswirkungen von Feuerwerkskörpern hinzuweisen. Diese sind nicht nur eine Belastung für Kinder, ältere Menschen und Tiere, sondern auch schädlich für unsere Umwelt und das Klima.
In Wien gilt bereits seit mehreren Jahren ein Verbot für Knaller, Feuerwerksraketen und andere Pyrotechnik innerhalb der Stadtgrenzen. Dieses Verbot dient dem Schutz vor den erheblichen Mengen an Luftschadstoffen, die durch Feuerwerkskörper freigesetzt werden. Dazu gehören Feinstaub, Schwefel-, Stickstoffoxide und Schwermetalle. Diese Schadstoffe belasten die Luftqualität und können gesundheitliche Probleme verursachen.
Ruth Jily, Leiterin des Veterinäramts, betont, dass Tiere auf lautes Knallen und Lichtblitze mit Angst oder Panik reagieren. Tiere hören deutlich besser als Menschen, was die Silvesternacht zu einer stressigen Zeit für sie macht. Besonders gefährlich ist dies für Haustiere, die während eines Spaziergangs in Panik geraten und entlaufen können. Die Stadt empfiehlt daher, Hunde an der Leine zu führen und Freigängerkatzen möglichst im Haus zu behalten.
Das TierQuarTier Wien betreut jährlich zahlreiche Tiere während der Silvesternacht. Thomas Benda, Betriebsleiter des TierQuarTiers, rät dazu, Fenster und Rollläden geschlossen zu halten und entspannende Musik aufzudrehen, um eine ruhige Umgebung für die Tiere zu schaffen. Eva Persy von der Tierschutzombudsstelle Wien empfiehlt, geschützte Ruheinseln für die Tiere zu schaffen und sie nicht allein zu lassen.
Für besonders ängstliche Tiere ist es wichtig, rechtzeitig tierärztlichen Rat einzuholen. Manfred Hochleithner von der österreichischen Tierärztekammer erklärt, dass Verhaltenstraining, Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente helfen können, die Silvesternacht für die Tiere erträglicher zu machen. Diese Maßnahmen müssen jedoch frühzeitig begonnen werden, da es am 31. Dezember bereits zu spät sein könnte.
Der Jahreswechsel stellt auch für Wildtiere eine erhebliche Belastung dar. Sie können sich nicht verkriechen und sind den Lichtblitzen und dem Lärm schutzlos ausgeliefert. Günther Annerl vom Wildtierservice der MA 49 erklärt, dass Wildtiere im Winter ihre Energiereserven effizient nutzen müssen. Panikfluchten verbrauchen jedoch wertvolle Energie, die sie zum Überleben benötigen. Michael Kienesberger von der Stadt Wien-Umweltschutz betont, dass die Überreste von Feuerwerken besonders in Schutzgebieten gefährlich sind, da Schwermetalle in Boden und Gewässer gelangen können.
Die Stadt Wien appelliert an alle Bürger*innen, den Jahreswechsel ruhig und ohne Feuerwerk zu feiern. Der Wiener Silvesterpfad zeigt, dass es Alternativen zur Knallerei gibt, die gut für Klima und Umwelt sind. Musik und Walzertanzen stehen hier im Mittelpunkt und bieten eine umweltfreundliche Möglichkeit, das neue Jahr zu begrüßen.
Für weiterführende Informationen bietet die Tierschutzombudsstelle Wien online umfassende Ratschläge zum Tierwohl während der Silvesternacht an. Auch das Fundtierservice der Stadt Wien steht zur Verfügung, um entlaufene Tiere schnell wieder zu ihren Besitzer*innen zurückzubringen.
Der Aufruf der Stadt Wien verdeutlicht die Notwendigkeit eines bewussteren Umgangs mit der Silvestertradition. Durch das Vermeiden von Feuerwerkskörpern können wir nicht nur die Umwelt schützen, sondern auch das Wohlbefinden von Mensch und Tier verbessern. Lassen Sie uns gemeinsam einen Beitrag leisten, indem wir auf Alternativen setzen und den Jahreswechsel in Ruhe genießen. Welche weiteren Maßnahmen könnten Ihrer Meinung nach helfen, den Jahreswechsel für alle Beteiligten angenehmer zu gestalten?