Am 18. Januar 2026 kündigte die Stadt Wien gemeinsam mit WIENXTRA die sechste Wiener Ehrenamtswoche an, die vom 24. Juni bis 1. Juli stattfinden wird. Diese Initiative bietet eine einzigartige Gelegenheit für Schülerinnen und Schüler, sich aktiv in gemeinnützige Projekte einzubringen und wichtige soziale Kompetenzen zu entwickeln. Mit dem Aufruf zur Projekteinreichung wird die Bedeutung von Freiwilligenarbeit für die Gesellschaft unterstrichen, während gleichzeitig junge Menschen für ehrenamtliches Engagement begeistert werden sollen.
Projekte mit Herz: Die Wiener Ehrenamtswoche
Die Wiener Ehrenamtswoche, die 2021 ins Leben gerufen wurde, hat sich zu einem festen Bestandteil des Wiener Schuljahres entwickelt. Jedes Jahr nehmen tausende Schüler*innen aus verschiedenen Schulklassen teil, um in Projekten von gemeinnützigen Organisationen, Vereinen und städtischen Einrichtungen mitzuarbeiten. Dabei geht es nicht nur um das Sammeln von Erfahrungen, sondern auch um das aktive Mitgestalten der Gesellschaft. Die Schüler*innen lernen, Verantwortung zu übernehmen und im Team zu arbeiten, was ihre sozialen Kompetenzen stärkt und das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit fördert.
Der Wert des Ehrenamts
Ehrenamtliches Engagement ist ein wesentlicher Bestandteil einer funktionierenden Gesellschaft. Es handelt sich dabei um freiwillige, unentgeltliche Tätigkeiten, die dem Gemeinwohl dienen. In Österreich engagieren sich viele Menschen in verschiedenen Bereichen wie Sozialarbeit, Umweltschutz oder Kultur. Die Wiener Ehrenamtswoche bietet eine Plattform, um jungen Menschen diese Werte näherzubringen und sie für die Bedeutung des Ehrenamts zu sensibilisieren.
Historische Entwicklung und Vergleich
Seit der Gründung im Jahr 2021 hat die Wiener Ehrenamtswoche stetig an Bedeutung gewonnen. In den letzten fünf Jahren haben über 19.500 Schüler*innen aus mehr als 820 Schulklassen teilgenommen. Im Vergleich zu ähnlichen Initiativen in Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Wien mit diesem Format eine Vorreiterrolle einnimmt. Während in Deutschland Projekte wie der "Freiwilligendienst aller Generationen" existieren, fokussiert sich die Wiener Ehrenamtswoche gezielt auf die Integration von Schüler*innen in ehrenamtliche Tätigkeiten.
Einfluss auf die Gesellschaft
Die Auswirkungen der Ehrenamtswoche auf die Wiener Gesellschaft sind vielfältig. Zum einen profitieren die gemeinnützigen Organisationen von der Unterstützung durch die Schüler*innen, die frische Energie und neue Perspektiven in die Projekte einbringen. Zum anderen erleben die jungen Teilnehmer*innen hautnah, wie ihr Einsatz einen Unterschied macht. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der Caritas, bei der Schüler*innen Hygienetaschen für obdachlose Menschen packen. Solche Aktionen fördern nicht nur das soziale Bewusstsein, sondern auch das Verständnis für gesellschaftliche Herausforderungen.
Zukunftsperspektiven
Die Wiener Ehrenamtswoche hat das Potenzial, sich weiterzuentwickeln und noch mehr junge Menschen zu erreichen. In Zukunft könnten neue Technologien genutzt werden, um die Organisation und Durchführung der Projekte zu erleichtern. Auch internationale Kooperationen wären denkbar, um den Austausch von Erfahrungen und Best Practices zu fördern. Die Stadt Wien plant, die Ehrenamtswoche in den kommenden Jahren weiter auszubauen und noch mehr Schulklassen die Teilnahme zu ermöglichen.
Fazit und Ausblick
Die Wiener Ehrenamtswoche ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie junge Menschen durch ehrenamtliches Engagement wertvolle Erfahrungen sammeln und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft ausüben können. Interessierte Organisationen sind aufgerufen, bis zum 22. März 2026 ihre Projekte einzureichen. Diese Initiative zeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig in gesellschaftliche Prozesse einzubinden und ihnen die Möglichkeit zu geben, aktiv mitzugestalten. Weitere Informationen finden Sie unter
wienxtra.at/ehrenamtswoche.