Wien erlebt eine Aufwertung, die ihresgleichen sucht. Der Süßenbrunner Platz, bisher ein unscheinbarer Parkplatz, wird zur grünen Oase umgestaltet. Das Projekt, das unter dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ läuft, verspricht, den Platz in einen lebendigen Treffpunkt zu verwandeln. Doch was bedeutet das
Wien erlebt eine Aufwertung, die ihresgleichen sucht. Der Süßenbrunner Platz, bisher ein unscheinbarer Parkplatz, wird zur grünen Oase umgestaltet. Das Projekt, das unter dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ läuft, verspricht, den Platz in einen lebendigen Treffpunkt zu verwandeln. Doch was bedeutet das für die Anwohner und die Stadtplanung?
Der Süßenbrunner Platz liegt im 22. Wiener Bezirk, Donaustadt, und war bislang vor allem als Parkplatz bekannt. Die Fläche bot wenig Aufenthaltsqualität und war für viele Anwohner ein Dorn im Auge. Doch das soll sich jetzt ändern. Mit dem Baustart, der morgen beginnt, wird der Platz großflächig entsiegelt. Das bedeutet, dass der Asphalt entfernt wird, um Platz für Grünflächen und Sitzmöglichkeiten zu schaffen.
Die Umwandlung des Süßenbrunner Platzes ist Teil einer umfassenden Strategie der Stadt Wien, öffentliche Plätze zu begrünen und die Lebensqualität zu verbessern. Planungsstadträtin Ulli Sima betont: „Wir haben in der vergangenen Legislaturperiode 344 Projekte in allen 23 Wiener Bezirken neugestaltet. Der Süßenbrunner Platz ist ein weiteres Highlight dieser Initiative.“
Entsiegelung ist ein Fachbegriff, der den Prozess beschreibt, bei dem versiegelte Flächen, wie Asphalt oder Beton, entfernt werden, um den Boden wieder für Wasser und Pflanzen zugänglich zu machen. Dies ist ein wichtiger Schritt in der Stadtplanung, um das Mikroklima zu verbessern und die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen. Durch die Entsiegelung des Süßenbrunner Platzes wird nicht nur der Boden wiederbelebt, sondern es entstehen auch neue Grünflächen, die das Stadtbild bereichern.
Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy ist überzeugt, dass die Neugestaltung den Süßenbrunnern gefallen wird. „Mit der umfangreichen Begrünung, den vielen Sitzgelegenheiten und Erfrischungsmöglichkeiten bekommt der Platz alles, was es braucht, damit man sich hier wohlfühlt“, erklärt Nevrivy. Besonders erfreut zeigt er sich über die Möglichkeit, Mai- oder Weihnachtsbäume aufzustellen, was dem Platz einen traditionellen Charakter verleiht.
Der neue Süßenbrunner Platz soll ein Ort der Begegnung und des Austauschs werden. Mit 24 neuen Bäumen, 1.300 Quadratmetern Grünflächen und fünf Pergolen wird der Platz zu einem attraktiven Aufenthaltsort für alle Altersgruppen. Die Pergolen, teilweise mit Rankpflanzen begrünt, bieten von Anfang an wohltuenden Schatten und schaffen eine angenehme Atmosphäre.
Ein besonderes Highlight des neuen Platzes wird das Wasserspiel in der Mitte sein. Es soll an die historische Rossschwemme erinnern und bietet eine Kombination aus Trinkbrunnen und offenen Wasserrinnen. Diese Elemente sorgen nicht nur für eine visuelle Bereicherung, sondern bieten auch Abkühlung an heißen Tagen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Umgestaltung ist die Barrierefreiheit. Die Gehsteige und Fahrbahnen rund um den Platz werden erneuert, und die Bushaltestellen werden barrierefrei gestaltet. Dies erleichtert den Ein- und Ausstieg für alle Fahrgäste, insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
Auch an die jüngsten Besucher wurde gedacht: Zwei neue Spielgeräte in den Grünflächen laden zum Toben und Entdecken ein. Zudem wird der Platz mit Fahrradabstellanlagen ausgestattet, die die klimafreundliche Mobilität unterstützen. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, den Platz für Familien und Radfahrer attraktiver zu machen.
Die Initiative „Raus aus dem Asphalt“ hat in den letzten Jahren zahlreiche Wiener Bezirke verändert. Von der Wagramer Straße, die mit 100 neuen Bäumen ein Facelift erhalten hat, bis hin zu Wiens erstem Straßenpark, der bald fertiggestellt wird, sind die Projekte vielfältig. Die Rekordbilanz der letzten Legislaturperiode spricht für sich: 344 Projekte, über 3.316 gepflanzte Bäume und knapp 2.000 Quadratmeter Wasserspiel.
Ein Vergleich mit anderen Bezirken zeigt, dass Donaustadt mit dem Süßenbrunner Platz ein besonderes Highlight erhält. Während in anderen Bezirken oft kleinere Projekte umgesetzt wurden, stellt die Umgestaltung des Süßenbrunner Platzes ein großflächiges Projekt dar, das das Potenzial hat, das gesamte Grätzl zu beleben.
Die Umgestaltung des Süßenbrunner Platzes wird erhebliche Auswirkungen auf die Anwohner haben. Zum einen verbessert sich die Aufenthaltsqualität erheblich. Die neuen Grünflächen und Sitzmöglichkeiten schaffen einen Raum der Erholung und des Austauschs. Zum anderen trägt die Entsiegelung zur Verbesserung des Mikroklimas bei, was insbesondere in den Sommermonaten spürbar sein wird.
Ein Anwohner erklärt begeistert: „Endlich passiert hier etwas! Die Umgestaltung des Platzes ist ein Gewinn für uns alle. Ich freue mich darauf, hier Zeit zu verbringen und meine Kinder an den neuen Spielgeräten spielen zu sehen.“
Die Neugestaltung des Süßenbrunner Platzes ist ein Schritt in Richtung einer grüneren und lebenswerteren Stadt. Doch was bringt die Zukunft? Experten sind sich einig, dass Projekte wie dieses Vorbildcharakter für andere Städte haben könnten. „Die Begrünung städtischer Flächen ist nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern auch eine Notwendigkeit im Hinblick auf den Klimawandel“, erklärt ein Stadtplaner.
Die Stadt Wien plant, weitere Projekte im Rahmen der „Raus aus dem Asphalt“-Initiative umzusetzen. Ziel ist es, die Stadt bis 2030 noch grüner und lebenswerter zu gestalten. Der Süßenbrunner Platz ist dabei ein wichtiger Meilenstein.
Für die Anwohner und Besucher des Süßenbrunner Platzes bedeutet die Umgestaltung eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität. Der neue Platz bietet nicht nur Raum für Erholung und Begegnung, sondern setzt auch ein Zeichen für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
Bleiben Sie auf dem Laufenden über die neuesten Entwicklungen und verfolgen Sie die Fortschritte des Projekts auf der interaktiven Wien-Karte unter wienwirdwow.at. Fotos und weitere Informationen finden Sie auch im rk-Fotoservice unter presse.wien.gv.at.