Am vergangenen Sonntag, dem 28. September 2025, verwandelte sich das Wiener Rathaus in einen lebendigen Treffpunkt für Menschen aller Altersklassen. Der Anlass? Der inzwischen legendäre Tag der Selbsthilfe, der heuer bereits zum neunten Mal von der Wiener Gesundheitsförderung – WiG organisiert wurde
Am vergangenen Sonntag, dem 28. September 2025, verwandelte sich das Wiener Rathaus in einen lebendigen Treffpunkt für Menschen aller Altersklassen. Der Anlass? Der inzwischen legendäre Tag der Selbsthilfe, der heuer bereits zum neunten Mal von der Wiener Gesundheitsförderung – WiG organisiert wurde. Diese Veranstaltung ist ein fester Bestandteil des Wiener Veranstaltungskalenders und zieht Jahr für Jahr zahlreiche Besucher an, die sich über die vielfältigen Angebote der Selbsthilfegruppen informieren möchten.
Selbsthilfegruppen spielen eine entscheidende Rolle im Gesundheitswesen. Sie bieten Betroffenen die Möglichkeit, sich auszutauschen, Unterstützung zu finden und gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten. Der Wiener Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport, Peter Hacker, betonte die Bedeutung dieser Gruppen: „Die zahlreichen Selbsthilfegruppen in Wien sind wichtige Partner für das Gesundheitswesen und ich freue mich sehr, dass sich über 60 Gruppen präsentierten und einem interessierten Publikum zeigten, wie vielfältig und lebendig Selbsthilfe sein kann.“
Auch Dennis Beck, Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung – WiG, zeigte sich zufrieden: „Der Tag der Selbsthilfe war ein voller Erfolg. Durch Veranstaltungen wie diese sehen wir, wie stark und aktiv Selbsthilfe in Wien gelebt wird – und das quer durch alle Altersklassen.“
Das Angebot an diesem Tag war beeindruckend. Besucher konnten sich über Themen wie ADHS, Diabetes, Krebs, Kinderwunsch, Mobbing und chronische Erkrankungen informieren. Für fast jedes Anliegen gab es eine passende Selbsthilfegruppe vor Ort. Besonders die Vorträge über mentale Gesundheit, Schlafmangel, innere Unruhe, Demenz sowie die Unterstützung chronisch erkrankter Kinder stießen auf großes Interesse.
Ein buntes Rahmenprogramm rundete die Veranstaltung ab. Musik, Informationsstände und Workshops luden zum Mitmachen ein. Wer sich gerne bewegt, konnte beispielsweise Line Dance oder inklusives Yoga ausprobieren. Auch musikalische Angebote wie Trommeln fanden großen Anklang.
Selbsthilfegruppen sind mehr als nur ein Treffpunkt für Betroffene. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des sozialen Netzwerks, das Menschen in schwierigen Lebenslagen auffängt und unterstützt. Die Geschichte der Selbsthilfe reicht weit zurück. Bereits in den 1930er Jahren entstanden in den USA erste Gruppen, die sich mit dem Thema Alkoholismus auseinandersetzten. Diese Bewegung breitete sich rasch aus und fand auch in Europa Anklang.
In Österreich gibt es heute Hunderte von Selbsthilfegruppen, die sich mit den unterschiedlichsten Themen beschäftigen. Diese Gruppen sind oft die erste Anlaufstelle für Menschen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden und nach Unterstützung suchen.
Die Bedeutung der Selbsthilfe wird auch von der Politik erkannt. Veranstaltungen wie der Tag der Selbsthilfe werden aus Mitteln des Fonds Gesundes Österreich sowie aus Mitteln der Sozialversicherung gefördert. Diese finanzielle Unterstützung ist entscheidend, um die Arbeit der Selbsthilfegruppen zu ermöglichen und weiter auszubauen.
Ein fiktiver Experte erklärt: „Die Förderung durch öffentliche Mittel zeigt, wie wichtig die Arbeit der Selbsthilfegruppen für die Gesellschaft ist. Ohne diese Unterstützung wäre es vielen Gruppen nicht möglich, ihre Angebote aufrechtzuerhalten.“
Die Zukunft der Selbsthilfe sieht vielversprechend aus. Die Nachfrage nach Selbsthilfegruppen wächst stetig, was auf den steigenden Bedarf an Unterstützung und Austausch in der Gesellschaft hinweist. Die Wiener Gesundheitsförderung plant, das Angebot weiter auszubauen und neue Themenbereiche zu erschließen.
„Wir möchten in Zukunft noch mehr Menschen erreichen und ihnen die Möglichkeit geben, Teil einer Selbsthilfegruppe zu werden“, so ein Sprecher der Wiener Gesundheitsförderung. „Besonders in Zeiten, in denen die psychische Gesundheit immer mehr in den Fokus rückt, sind solche Angebote unverzichtbar.“
Ein Blick über die Wiener Stadtgrenzen hinaus zeigt, dass auch in anderen österreichischen Bundesländern Selbsthilfegruppen eine wichtige Rolle spielen. In Vorarlberg beispielsweise gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfegruppen und dem Gesundheitssystem, was zu einer effektiven Unterstützung der Betroffenen führt. Auch in der Steiermark wird die Selbsthilfe großgeschrieben, mit zahlreichen Veranstaltungen und Informationskampagnen.
Ein fiktiver Experte aus der Steiermark erklärt: „Die Vernetzung der Selbsthilfegruppen mit dem Gesundheitssystem ist entscheidend. Nur so können wir sicherstellen, dass die Betroffenen die bestmögliche Unterstützung erhalten.“
Der Tag der Selbsthilfe im Wiener Rathaus war ein voller Erfolg und hat gezeigt, wie wichtig und wertvoll Selbsthilfegruppen für die Gesellschaft sind. Sie bieten Betroffenen nicht nur Unterstützung und Austausch, sondern auch Hoffnung und Gemeinschaft. Die Veranstaltung hat einmal mehr bewiesen, dass Selbsthilfe in Wien aktiv gelebt wird und eine wichtige Säule des sozialen Gefüges darstellt.
Für alle, die den Tag der Selbsthilfe verpasst haben oder mehr über die Arbeit der Selbsthilfegruppen erfahren möchten, bietet die Selbsthilfe-Unterstützungsstelle SUS Wien umfassende Informationen und Unterstützung. Weitere Details finden Interessierte auf der Website der SUS Wien.