In der Vorweihnachtszeit 2025 sorgt ein außergewöhnliches Projekt in Wien für Aufsehen. Die Wiener Markenagentur HFA–Studio hat die Bauruine „Kaufhaus-Lamarr“ von René Benko in der Mariahilfer Straße als Weihnachtskrippe nachgebaut. Ziel dieser kreativen Aktion ist es, Spenden für die Gruft der Cari
In der Vorweihnachtszeit 2025 sorgt ein außergewöhnliches Projekt in Wien für Aufsehen. Die Wiener Markenagentur HFA–Studio hat die Bauruine „Kaufhaus-Lamarr“ von René Benko in der Mariahilfer Straße als Weihnachtskrippe nachgebaut. Ziel dieser kreativen Aktion ist es, Spenden für die Gruft der Caritas zu sammeln. Das Volkskundemuseum Wien unterstützt dieses Vorhaben mit einer großzügigen Spende von 3.330 Euro, um das Objekt in die historische Krippensammlung aufzunehmen. Die Krippe ist noch bis zum 2. Februar 2026 im Schaufenster des HFA–Studios in der Burggasse 24, 1070 Wien zu sehen.
Die Idee, ein modernes Bauwerk als Weihnachtskrippe zu inszenieren, ist nicht nur innovativ, sondern auch ein starkes Zeichen für soziales Engagement. Die Bauruine „Kaufhaus-Lamarr“, die seit Jahren die Wiener Mariahilfer Straße prägt, wird durch diese Aktion in ein neues Licht gerückt. Die Krippe soll nicht nur als Kunstwerk, sondern auch als Symbol für Zusammenhalt und Nächstenliebe in der Gesellschaft dienen.
Der Begriff „Weihnachtskrippe“ bezeichnet eine Darstellung der Geburt Jesu Christi mit Figuren, die die heilige Familie, Hirten, Engel und die drei Weisen darstellen. Diese Tradition hat in vielen Kulturen eine lange Geschichte und wird oft in der Weihnachtszeit aufgestellt. Das HFA–Studio hat diese Tradition auf eine moderne Weise interpretiert, indem es ein bekanntes Wiener Bauwerk in die Darstellung integriert.
Die Tradition der Weihnachtskrippe geht bis ins Mittelalter zurück, als Franz von Assisi im Jahr 1223 die erste lebendige Krippe inszenierte. Seitdem hat sich die Darstellung der Krippe weltweit verbreitet und ist in vielen Kulturen ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit. In Österreich sind Weihnachtskrippen besonders populär und werden oft mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Die Aufnahme des „Kaufhaus-Lamarr“ in diese Tradition zeigt, wie sich alte Bräuche mit modernen Elementen verbinden lassen.
In Deutschland und der Schweiz sind Weihnachtskrippen ebenfalls weit verbreitet. Während in Deutschland oft traditionelle Holzkrippen zu finden sind, legen Schweizer Krippenbauer Wert auf detaillierte Miniaturlandschaften. Im Vergleich dazu zeigt das Wiener Projekt eine moderne Interpretation, die aktuelle gesellschaftliche Themen aufgreift.
Dieses Projekt hat nicht nur einen künstlerischen Wert, sondern auch einen direkten Einfluss auf die Menschen in Wien. Durch die Spendenaktion wird die Gruft der Caritas unterstützt, eine Einrichtung, die Obdachlosen in Wien hilft. Die Krippe zieht die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich und regt zum Nachdenken über soziale Verantwortung an. Ein Beispiel für die Wirkung solcher Projekte ist die erhöhte Spendenbereitschaft der Bevölkerung, die durch kreative Aktionen inspiriert wird.
Die Aktion hat bereits 3.330 Euro an Spenden eingebracht, die direkt der Gruft der Caritas zugutekommen. Diese Einrichtung bietet täglich rund 150 Menschen einen Schlafplatz und versorgt sie mit warmen Mahlzeiten. Die Spenden helfen, den Betrieb aufrechtzuerhalten und den Bedürftigen eine sichere Anlaufstelle zu bieten.
Projekte wie dieses könnten in Zukunft häufiger umgesetzt werden, da sie eine effektive Möglichkeit bieten, Kunst und soziales Engagement zu verbinden. Die positive Resonanz zeigt, dass es ein großes Interesse an solchen innovativen Ansätzen gibt. Es ist zu erwarten, dass weitere Institutionen und Künstler ähnliche Initiativen starten werden, um auf soziale Missstände aufmerksam zu machen und gleichzeitig die Kunstszene zu bereichern.
Die Wiener Weihnachtskrippe des HFA–Studios ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Kunst und soziales Engagement Hand in Hand gehen können. Das Projekt hat nicht nur Aufmerksamkeit erregt, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Gruft der Caritas geleistet. Es bleibt zu hoffen, dass solche kreativen Ansätze auch in Zukunft fortgeführt werden, um soziale Themen auf innovative Weise zu adressieren.
Interessierte können die Krippe noch bis Februar 2026 besichtigen und sich selbst ein Bild von diesem außergewöhnlichen Kunstwerk machen. Weitere Informationen zu ähnlichen Projekten finden Sie auf unserer Webseite.