Vorstandschef erwirbt 3.000 Aktien an der Wiener Börse
CEO Heimo Scheuch zeigt mit dem Kauf von 3.000 Wienerberger-Aktien im Wert von über 84.000 Euro Vertrauen in das Unternehmen.
Der Vorstandsvorsitzende der Wienerberger AG, Heimo Scheuch, hat am 25. Februar 2026 eigene Aktien des österreichischen Baustoffkonzerns erworben. Laut einer Pflichtmitteilung an die Börse kaufte Scheuch 3.000 Aktien zu einem Preis von 28,077867 Euro je Aktie an der Wiener Börse.
Die Transaktion umfasste insgesamt 3.000 Wienerberger-Aktien (ISIN: AT0000831706) mit einem Gesamtvolumen von rund 84.233 Euro. Der Kauf erfolgte am 25. Februar 2026 über die Wiener Börse (MIC: XVIE) und wurde am 27. Februar 2026 ordnungsgemäß gemeldet.
Als Mitglied des Vorstands unterliegt Scheuch der Meldepflicht für Eigengeschäfte gemäß den europäischen Marktmissbrauchsregeln. Solche Transaktionen müssen binnen zwei Geschäftstagen nach ihrer Durchführung veröffentlicht werden.
Aktienkäufe durch Führungskräfte werden von Investoren traditionell als positives Signal gewertet. Sie zeigen, dass das Management Vertrauen in die Zukunftsperspektiven des Unternehmens hat und bereit ist, eigenes Kapital zu investieren. In der Finanzwelt spricht man hier vom sogenannten "Insider-Buying".
Der Zeitpunkt des Kaufs könnte verschiedene Gründe haben. Möglicherweise sieht Scheuch die aktuelle Bewertung der Wienerberger-Aktie als attraktiv an oder erwartet positive Entwicklungen für das Unternehmen in den kommenden Monaten.
Die Wienerberger AG mit Hauptsitz in Wien ist einer der größten Baustoffproduzenten weltweit. Das Unternehmen ist führend bei Ziegeln, Rohrsystemen und Pflastersteinen in Europa und Nordamerika. Mit über 20.000 Mitarbeitern in mehr als 30 Ländern erwirtschaftete Wienerberger zuletzt einen Jahresumsatz von mehreren Milliarden Euro.
Die Aktie des Unternehmens ist im ATX, dem österreichischen Leitindex, gelistet und gehört zu den Blue-Chip-Werten an der Wiener Börse. Wienerberger ist bekannt für eine verlässliche Dividendenpolitik und gilt als stabiler Wert im Bausektor.
Die Meldung erfolgte im Rahmen der EU-Marktmissbrauchsverordnung (MAR), die seit 2016 in Kraft ist. Diese verpflichtet Führungskräfte börsennotierter Unternehmen, ihre Eigengeschäfte mit Aktien des Unternehmens offenzulegen, sobald diese einen Schwellenwert von 5.000 Euro pro Kalenderjahr überschreiten.
Solche Transparenzregeln sollen Marktmanipulation verhindern und Anlegern wichtige Informationen über das Verhalten der Unternehmensführung liefern. Die Meldungen werden über Nachrichtendienste wie EQS veröffentlicht und sind für alle Marktteilnehmer zugänglich.
Der Bausektor, in dem Wienerberger tätig ist, unterliegt zyklischen Schwankungen und ist stark von der konjunkturellen Entwicklung sowie von Bauzinsen abhängig. Nach schwierigen Jahren während der Pandemie zeigen sich in vielen Märkten wieder Erholungstendenzen.
Experten bewerten Insider-Käufe grundsätzlich positiv, warnen aber davor, daraus voreilige Schlüsse zu ziehen. Die Beweggründe für solche Transaktionen können vielfältig sein und müssen nicht zwangsläufig auf besondere Unternehmensinformationen hindeuten.
Für Anleger bleibt abzuwarten, wie sich die Wienerberger-Aktie in den kommenden Wochen entwickeln wird. Der Kauf des CEOs könnte andere Investoren ermutigen, ebenfalls eine Position aufzubauen. Gleichzeitig wird der Markt die nächsten Quartalszahlen des Unternehmens genau beobachten, um zu sehen, ob sich die positive Einschätzung des Managements in den Geschäftsergebnissen widerspiegelt.
Die Wienerberger AG ist unter www.wienerberger.com erreichbar. Weitere Informationen zu Eigengeschäften von Führungskräften finden sich in den regelmäßigen Pflichtmitteilungen des Unternehmens.