Mit dem Einbruch der Minusgrade am 13. Januar 2026 ruft der WWF Österreich die Bevölkerung zu einem besonders rücksichtsvollen Verhalten in der Natur auf. Die derzeitigen Tiefsttemperaturen stellen viele heimische Wildtiere vor große Herausforderungen. Der WWF-Experte Christian Pichler betont: „Ener
Mit dem Einbruch der Minusgrade am 13. Januar 2026 ruft der WWF Österreich die Bevölkerung zu einem besonders rücksichtsvollen Verhalten in der Natur auf. Die derzeitigen Tiefsttemperaturen stellen viele heimische Wildtiere vor große Herausforderungen. Der WWF-Experte Christian Pichler betont: „Energiesparen ist jetzt überlebenswichtig. Stress oder unnötiges Fluchtverhalten sind in dieser Phase besonders schädlich. Wir bitten daher, den Tieren ihren Raum und ihre Ruhe zu geben.”
In den kalten Wintermonaten sind Wildtiere wie der Seeadler und der Luchs besonderen Belastungen ausgesetzt. Der Seeadler befindet sich derzeit am Höhepunkt der Balzzeit, was bedeutet, dass Ruhe im Brutrevier entscheidend ist. Jede Störung kann dazu führen, dass die Adler das Nest verlassen, was für Eier oder Jungvögel tödlich sein kann. Der Luchs, mit nur 30 bis 35 Individuen in Österreich vom Aussterben bedroht, beginnt im Februar seine Paarungszeit. Auch hier ist Ruhe entscheidend, da jede Störung Stress und Energieverlust bedeutet.
Der WWF empfiehlt, bei Spaziergängen und Wanderungen auf markierten Wegen zu bleiben, sich ruhig zu verhalten und ausreichend Abstand zu Wildtieren zu halten. Hunde sollten an die Leine genommen werden. Diese einfachen Regeln leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.
Zusätzlich zu den winterlichen Herausforderungen sehen sich Biber und Fischotter in einigen Bundesländern mit rechtswidrigen Tötungsverordnungen konfrontiert. In Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg wurden entsprechende Rechtsnormen gegen den Biber erlassen. Beim Fischotter gelten mittlerweile in fünf Bundesländern aus Sicht des WWF rechtswidrige Tötungsverordnungen. Da sich Fischotter ganzjährig fortpflanzen, treffen Abschüsse die Tiere besonders hart.
Der Schutz von Wildtieren hat in Österreich eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert wurden erste Schutzmaßnahmen ergriffen, um die heimische Fauna zu bewahren. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Fokus verstärkt auf den Schutz gefährdeter Arten und die Erhaltung ihrer natürlichen Lebensräume gerichtet.
In Deutschland und der Schweiz sind ähnliche Schutzmaßnahmen für Wildtiere etabliert. In der Schweiz etwa gibt es strenge Vorschriften zum Schutz von Wildtieren im Winter, die von der Bevölkerung weitgehend akzeptiert werden. In Deutschland wird der Wildtierschutz durch eine Kombination aus gesetzlichen Regelungen und freiwilligen Maßnahmen unterstützt.
Der Schutz von Wildtieren hat direkte Auswirkungen auf die Bevölkerung. Zum einen trägt er zum Erhalt der Artenvielfalt bei, was langfristig auch den Menschen zugutekommt. Zum anderen kann ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur das Naturerlebnis für Wanderer und Naturliebhaber verbessern.
Österreich beherbergt eine Vielzahl von Wildtierarten, darunter etwa 25 Seeadlerpaare und 30 bis 35 Luchse. Trotz der geringen Anzahl dieser Tiere ist ihr Schutz von entscheidender Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht. Die Population von Bibern und Fischottern ist regional unterschiedlich, wobei in einigen Gebieten der Druck durch menschliche Eingriffe hoch ist.
Die Zukunft des Wildtierschutzes in Österreich hängt stark von der Bereitschaft der Bevölkerung und der Politik ab, nachhaltige Lösungen zu finden. Der WWF fordert eine wissenschaftlich fundierte Politik, die den Tieren den nötigen Raum in der Natur zugesteht. Eine konfliktarme Koexistenz zwischen Mensch und Tier ist das Ziel, das durch Aufklärung und Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen erreicht werden kann.
Der Schutz der heimischen Wildtiere ist in den Wintermonaten besonders wichtig. Die Einhaltung einfacher Verhaltensregeln kann einen großen Unterschied machen. Der WWF appelliert an die Bevölkerung, Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten. Welche Maßnahmen sind Ihrer Meinung nach noch notwendig, um den Wildtierschutz in Österreich zu verbessern?
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die WWF-Presseaussendung.