ASFINAG warnt vor schwierigen Verhältnissen durch Ferienverkehr und Schneefront
Kräftige Schneefälle treffen Österreich ab Freitag. Gleichzeitig sorgt das Ferienende für deutlich mehr Verkehr auf den Autobahnen.
Ein herausforderndes Wochenende steht Österreichs Autofahrern bevor: Während das Ende der Semesterferien in mehreren Bundesländern für deutlich mehr Verkehr auf den Straßen sorgt, kündigt sich gleichzeitig eine kräftige Schneefront an, die ab Freitag weite Teile des Landes erfassen wird.
Die ASFINAG warnt vor einem explosiven Mix aus erhöhtem Reiseverkehr und schwierigen Witterungsbedingungen. Besonders betroffen sind die klassischen Skigebiete und deren Zufahrtsrouten, wo sich der Ferienverkehr mit winterlichen Straßenverhältnissen überlagert.
Diese Woche enden die Semesterferien in der Steiermark und in Oberösterreich sowie in Bayern. Gleichzeitig beginnen sie in den nördlichen Provinzen der Niederlande. Diese zeitliche Verschiebung führt zu einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen, insbesondere rund um die beliebten Skigebiete.
Besonders kritisch wird die Situation am Grenzübergang Kufstein erwartet. Hier müssen Reisende mit erheblichen Verzögerungen rechnen, da sich der Rückreiseverkehr aus den bayerischen Skigebieten mit dem Anreiseverkehr aus den Niederlanden überschneidet.
Die Kombination aus Ferienverkehr und zu erwartenden winterlichen Straßenverhältnissen lässt die Verkehrsexperten der ASFINAG ein besonders herausforderndes Wochenende prognostizieren.
Bereits ab Donnerstag und vor allem in der Nacht auf Freitag erreicht die nächste Schneefront große Teile Österreichs. Die Schneefälle breiten sich von Westen kommend bis in den Wiener Raum aus, wobei besonders Tirol, Salzburg und Kärnten von intensiven Niederschlägen betroffen sein werden.
Zusätzlich zu den Schneefällen wird es zeitweise windig, was die Sichtverhältnisse weiter verschlechtern kann. Am Freitag setzt sich das winterliche Wetter fort - es schneit weiterhin verbreitet und teilweise ergiebig.
Auch am Samstag ist noch mit winterlichen Bedingungen zu rechnen. Besonders problematisch könnte gefrierender Regen in tiefen Lagen werden, der die Straßen extrem glatt machen kann. Diese Wettererscheinung ist besonders heimtückisch, da sie oft unterschätzt wird und zu gefährlichen Fahrsituationen führt.
Die Meteorologen warnen vor einem länger anhaltenden Wintereinbruch, der das gesamte Wochenende über anhalten könnte. Reisende sollten daher ausreichend Zeit für ihre Fahrten einplanen und alternative Routen in Betracht ziehen.
Angesichts der zu erwartenden schwierigen Bedingungen appelliert die ASFINAG eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, sich entsprechend vorzubereiten. Vollständige Winterausrüstung ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern überlebenswichtig.
Zu einer vollständigen Winterausrüstung gehören nicht nur Winterreifen oder Schneeketten, sondern auch eine angepasste Fahrweise. Die ASFINAG empfiehlt:
Bei starken Schneefällen kann auch auf Autobahnen Schneekettenpflicht angeordnet werden. Autofahrer sollten daher immer Schneeketten mitführen und deren Montage beherrschen. Das Anlegen der Ketten in einer Notsituation bei schlechten Sichtverhältnissen ist deutlich schwieriger als unter kontrollierten Bedingungen.
Experten raten dazu, Reisen wenn möglich zu verschieben oder alternative Verkehrsmittel zu nutzen. Wer dennoch fahren muss, sollte folgende Punkte beachten:
Die ASFINAG betreibt rund um die Uhr Räum- und Streudienste, doch bei intensiven Schneefällen stoßen auch diese an ihre Grenzen. Reisende sollten daher Geduld mitbringen und sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen.
Die Wetterlage bleibt auch über das Wochenende hinaus angespannt. Meteorologen prognostizieren, dass sich das winterliche Wetter noch einige Tage halten könnte. Besonders in den höheren Lagen ist mit anhaltenden Schneefällen zu rechnen.
Autofahrer sollten sich daher auf eine längere Phase mit schwierigen Fahrbedingungen einstellen. Die ASFINAG wird ihre Informationsdienste verstärken und regelmäßig über die aktuelle Lage auf den Autobahnen informieren.
Für aktuelle Verkehrsinformationen stehen die ASFINAG-Website und verschiedene Verkehrs-Apps zur Verfügung. Auch die Verkehrsredaktionen der Radiosender liefern laufend Updates zur Verkehrslage.