Zahlreiche Straßensperren für Lkw in höheren Lagen
In Niederösterreich herrschen winterliche Straßenverhältnisse. Ab 350 Metern Seehöhe sind Schneeketten für schwere Fahrzeuge Pflicht.
Die winterlichen Wetterverhältnisse machen Autofahrern in Niederösterreich derzeit zu schaffen. Während die Straßen in tieferen Lagen größtenteils trocken bis salznass sind, verschlechtern sich die Fahrbedingungen ab etwa 350 Metern Seehöhe erheblich.
Besonders im Wald-, Most- und Industrieviertel müssen Verkehrsteilnehmer ab dieser Höhenlage mit matschigen Fahrbahnen und teilweise sogar Schneefahrbahnen rechnen. Die Landesregierung warnt vor zusätzlichen Gefahren durch Reifglätte, insbesondere im Raum Ravelsbach, wo exponierte Straßenabschnitte besonders betroffen sind.
Der NÖ Straßendienst ist mit umfangreichen Räum- und Streueinsätzen im gesamten Bundesland im Einsatz, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Dennoch bleiben viele Strecken nur eingeschränkt befahrbar.
Besonders betroffen sind Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Für diese gilt derzeit auf zahlreichen Strecken absolute Kettenpflicht:
Für noch schwerere Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen gilt die Kettenpflicht zusätzlich auf der L 5226 zwischen Plankenstein und Weißenbach.
Auf besonders gefährlichen Strecken wurden sogar komplette Fahrverbote für Sattelkraftfahrzeuge verhängt. Betroffen sind die B 21 über das Gscheid und die B 23 über den Lahnsattel. Diese Maßnahme soll schwere Unfälle verhindern und die Räumarbeiten erleichtern.
Zusätzlich zu den glatten Fahrbahnen erschweren Schneeverwehungen die Situation. Besonders betroffen sind die Regionen um Blindenmarkt, Gaming, St. Peter in der Au und Ottenschlag, wo es abschnittsweise zu leichten, aber verkehrsbehindernden Schneeverwehungen kommt.
Diese Verwehungen entstehen durch die Kombination aus Neuschnee und Wind und können auch auf bereits geräumten Strecken schnell wieder für gefährliche Fahrbedingungen sorgen.
Die morgendlichen Temperaturen zeigen die große Bandbreite der aktuellen Wetterlage in Niederösterreich auf. Während in Gloggnitz eisige -5 Grad Celsius gemessen wurden, herrschten in Mödling milde +5 Grad Celsius. Diese Temperaturschwankungen zwischen verschiedenen Regionen und Höhenlagen verstärken die unterschiedlichen Straßenverhältnisse zusätzlich.
Die niedrigen Temperaturen in höheren Lagen sorgen dafür, dass Schnee und Matsch nicht tauen und die Fahrbahnen über längere Zeit gefährlich bleiben.
Autofahrer sollten sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Straßenverhältnisse informieren und ihre Route entsprechend planen. Besonders bei Fahrten in höhere Lagen ist erhöhte Vorsicht geboten. Winterreifen sind nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern unter den aktuellen Bedingungen lebenswichtig.
Lkw-Fahrer müssen zwingend Schneeketten mitführen und diese bei den entsprechenden Streckenabschnitten auch verwenden. Verstöße gegen die Kettenpflicht werden nicht nur mit empfindlichen Strafen geahndet, sondern gefährden auch andere Verkehrsteilnehmer erheblich.
Der NÖ Straßendienst überwacht die Situation kontinuierlich und passt die Maßnahmen entsprechend an. Je nach Wetterentwicklung können weitere Strecken von Kettenpflicht oder Fahrverboten betroffen sein.
Verkehrsteilnehmer können sich über aktuelle Informationen beim Amt der NÖ Landesregierung informieren. Der NÖ Straßendienst ist unter der Telefonnummer 02742/9005-60268 erreichbar oder per E-Mail unter [email protected].
Die Behörden appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, die winterlichen Verhältnisse ernst zu nehmen und ihre Fahrweise entsprechend anzupassen. Nur durch umsichtiges Verhalten aller kann die Verkehrssicherheit auch unter schwierigen Bedingungen gewährleistet werden.