Am 6. Februar 2026 wurde in St. Pölten ein bedeutendes Förderpaket für die Wasserversorgung in Niederösterreich bekanntgegeben. Mit einer Investitionssumme von 10,1 Millionen Euro werden insgesamt 54 Wasserversorgungsanlagen und 107 Bauprojekte im Bereich der Abwasserentsorgung unterstützt. Diese Ma
Am 6. Februar 2026 wurde in St. Pölten ein bedeutendes Förderpaket für die Wasserversorgung in Niederösterreich bekanntgegeben. Mit einer Investitionssumme von 10,1 Millionen Euro werden insgesamt 54 Wasserversorgungsanlagen und 107 Bauprojekte im Bereich der Abwasserentsorgung unterstützt. Diese Maßnahmen sind nicht nur ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Trinkwasserversorgung, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zur regionalen Wirtschaft. Die Auswirkungen dieses Pakets sind weitreichend und betreffen zahlreiche Gemeinden in Niederösterreich.
Der NÖ Wasserwirtschaftsfonds hat beschlossen, ein umfassendes Förderprogramm zur Unterstützung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Niederösterreich aufzusetzen. Mit den bereitgestellten Mitteln wird ein Investitionsvolumen von rund 54,8 Millionen Euro ausgelöst, was zur Sicherung und Schaffung von etwa 900 Arbeitsplätzen beiträgt. Diese Investitionen sind entscheidend für die langfristige Sicherung der Wasserversorgung und die Anpassung der Infrastruktur an moderne Standards.
Trinkwasser ist eine der grundlegendsten Ressourcen, die wir benötigen. Es ist nicht nur lebensnotwendig, sondern auch ein zentraler Bestandteil der öffentlichen Infrastruktur. Eine funktionierende Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sind unerlässlich für die Gesundheit der Bevölkerung und die wirtschaftliche Stabilität einer Region. In Niederösterreich wird durch die Förderung von Sanierungen, Erweiterungen und Neubauten von Wasser- und Abwasseranlagen sichergestellt, dass diese Infrastruktur den aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht wird.
Die Wasserwirtschaft in Österreich hat eine lange Tradition und ist eng mit der Entwicklung der Infrastruktur im Land verbunden. Bereits im 19. Jahrhundert wurden erste Wasserleitungen in den Städten verlegt, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Mit der Industrialisierung und dem Wachstum der Städte stieg der Bedarf an einer effizienten Wasser- und Abwasserinfrastruktur. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Fokus zunehmend auf die ökologische Gestaltung von Gewässern und die nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen verlagert.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern in Österreich, wie der Steiermark oder Tirol, hat Niederösterreich einen besonders hohen Bedarf an Investitionen in die Wasserinfrastruktur. Dies liegt vor allem an der geografischen Lage und den unterschiedlichen klimatischen Bedingungen. Während in der Steiermark vermehrt auf den Ausbau von Wasserkraftwerken gesetzt wird, liegt in Niederösterreich der Fokus auf der Sicherung der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung. In Deutschland und der Schweiz sind ähnliche Maßnahmen zur Sicherung der Wasserinfrastruktur zu beobachten, wobei der Fokus oft auf der Renaturierung von Flüssen und der Verbesserung der Wasserqualität liegt.
Die Investitionen in die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung haben direkte Auswirkungen auf die Bevölkerung in Niederösterreich. Zum einen wird die Versorgung mit sauberem Trinkwasser langfristig gesichert, was insbesondere in Zeiten des Klimawandels von großer Bedeutung ist. Zum anderen profitieren die Gemeinden von einer verbesserten Infrastruktur, die nicht nur die Lebensqualität erhöht, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung fördert. Ein Beispiel hierfür ist die Sanierung der Wasserversorgungsanlagen in Semmering und Hausbrunn, die zu einer stabileren Wasserversorgung führen werden.
Die bereitgestellten Fördermittel von 10,1 Millionen Euro sind Teil eines größeren Investitionsvolumens von 54,8 Millionen Euro. Diese Mittel fließen in insgesamt 161 Projekte, die sich auf Wasserversorgung und Abwasserentsorgung verteilen. Die Projekte umfassen sowohl Sanierungen als auch Neubauten und Erweiterungen von Anlagen. Zudem werden über 20 Projekte zur Blackout-Vorsorge gefördert, um die Infrastruktur auch in Krisen- und Katastrophenfällen zu sichern. Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Beitrag zur regionalen Entwicklung und zur Sicherung der Grundinfrastruktur.
Die Zukunft der Wasserwirtschaft in Niederösterreich wird maßgeblich von den aktuellen Investitionen geprägt. Durch die Modernisierung und den Ausbau der Wasserinfrastruktur wird die Region besser auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet sein. Dies umfasst sowohl den Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels als auch die Anpassung an wachsende Bevölkerungszahlen. Die ökologische Gestaltung von Gewässern, wie sie im Rahmen der geförderten Projekte vorgesehen ist, trägt zudem zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen bei.
Die Investitionen in die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Niederösterreich sind ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Grundversorgung und zur Förderung der regionalen Wirtschaft. Sie tragen dazu bei, die Infrastruktur an moderne Anforderungen anzupassen und die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern. Die langfristigen Auswirkungen dieser Maßnahmen werden sich in einer stabileren Wasserversorgung und einer nachhaltigeren Nutzung der Wasserressourcen zeigen. Interessierte können sich beim Büro von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf über weitere Details informieren.