Am 27. November 2025 wird im Volkskundemuseum Wien ein bedeutendes Ereignis stattfinden: die Einmauerung einer Zeitkapsel. Diese symbolische Geste wird im Innenraum des historischen Gartenpalais Schönborn in der Laudongasse vollzogen. Ziel ist es, einen Moment der Gegenwart für kommende Generationen
Am 27. November 2025 wird im Volkskundemuseum Wien ein bedeutendes Ereignis stattfinden: die Einmauerung einer Zeitkapsel. Diese symbolische Geste wird im Innenraum des historischen Gartenpalais Schönborn in der Laudongasse vollzogen. Ziel ist es, einen Moment der Gegenwart für kommende Generationen zu bewahren. Diese Initiative wird in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), Silberpfeil-Architekten und der Europäischen Kommission umgesetzt.
Das Volkskundemuseum Wien wird derzeit umfassend saniert und neu ausgerichtet. Das historische Gebäude des Gartenpalais Schönborn wird in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt für die Anforderungen eines modernen, offenen Museumsbetriebs adaptiert. Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Besucher:innenorientierung stehen dabei im Mittelpunkt. Die Neugestaltung wird durch das Büro Silberpfeil-Architekten realisiert, während die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) das Bauprojektmanagement übernimmt.
Eine Zeitkapsel ist ein Behälter, der Gegenstände und Informationen enthält, die für die Zukunft aufbewahrt werden sollen. Sie wird oft an einem symbolträchtigen Ort eingemauert, um eine Verbindung zwischen der Gegenwart und der Zukunft herzustellen. Im Volkskundemuseum Wien soll die Zeitkapsel die hohe Bedeutung des Hauses unterstreichen und die Verantwortung für die Weitergabe kulturellen Erbes betonen.
In Deutschland und der Schweiz gibt es ähnliche Projekte, bei denen historische Gebäude modernisiert und für die Zukunft gerüstet werden. Diese Projekte sind oft Teil größerer Initiativen zur Förderung von Nachhaltigkeit und kulturellem Erbe. Der Vergleich zeigt, dass Österreich mit dem EU-Aufbauplan und der Sanierung des Volkskundemuseums eine Vorreiterrolle einnimmt.
Die Sanierung des Volkskundemuseums hat direkte Auswirkungen auf die Bürger:innen. Das Museum wird nach der Renovierung barrierefreier und zugänglicher für alle Besucher:innen sein. Zudem wird die Neuausrichtung des Museums neue Ausstellungen und Programme ermöglichen, die das kulturelle Angebot in Wien bereichern.
Die Sanierung des Volkskundemuseums ist Teil des österreichischen EU-Aufbauplans. Nach der Corona-Pandemie hat die EU mit der „Aufbau- und Resilienzfazilität“ ein über 700 Mrd. Euro schweres Konjunkturpaket geschnürt. Knapp 4 Mrd. Euro fließen nach Österreich, davon 66,5 Mio. Euro in den Kunst- und Kulturbereich. Die Sanierung des Volkskundemuseums umfasst ein Volumen von 25 Mio. Euro, ergänzt durch nationale Mittel aus dem Kulturbudget von ca. 2,5 Mio. Euro.
Nach Abschluss der baulichen Hauptarbeiten im Juni 2026 wird die Öffentlichkeit erstmals wieder Zugang zum sanierten Museum haben. Die Sanierung und Neuausrichtung des Volkskundemuseums wird das kulturelle Erbe Österreichs bewahren und gleichzeitig Raum für Innovationen schaffen. Die Zeitkapsel steht symbolisch für diese Verbindung von Tradition und Fortschritt.
Die Einmauerung der Zeitkapsel ist ein Meilenstein in der Geschichte des Volkskundemuseums und ein Zeichen für die Verantwortung, das kulturelle Erbe zu bewahren und gleichzeitig Raum für Zukunft und Veränderung zu schaffen.
Die Einmauerung der Zeitkapsel im Volkskundemuseum Wien ist mehr als nur eine symbolische Geste. Sie ist ein Ausdruck der Verantwortung für das kulturelle Erbe und ein Blick in die Zukunft. Die Sanierung und Neuausrichtung des Museums wird das kulturelle Angebot in Wien bereichern und neue Möglichkeiten für Besucher:innen schaffen. Welche Botschaften werden künftige Generationen in der Zeitkapsel finden? Lassen Sie uns darüber nachdenken und die Entwicklungen verfolgen.