Am 4. Februar 2026 wird der internationale Reverse the Red Day begangen, ein Tag, der weltweit von Zoos und Naturschutzorganisationen dazu genutzt wird, um auf das Artensterben aufmerksam zu machen und den Trend auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN umzukehren. Ziel ist es, gefährdeten A
Am 4. Februar 2026 wird der internationale Reverse the Red Day begangen, ein Tag, der weltweit von Zoos und Naturschutzorganisationen dazu genutzt wird, um auf das Artensterben aufmerksam zu machen und den Trend auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN umzukehren. Ziel ist es, gefährdeten Arten eine Zukunft zu geben und von Rot (Bedrohung) zu Grün (Erholung) zu wechseln. Besonders in Österreich, wo die Artenvielfalt ein hohes Gut ist, hat dieser Tag eine besondere Bedeutung.
Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) betont die wichtige Rolle der Zoos im Artenschutz. Laut Geschäftsführer Volker Homes leisten Zoos einen unverzichtbaren Beitrag, indem sie genetische Vielfalt sichern, Wiederansiedlungen ermöglichen und Millionen Besucherinnen und Besucher für den Schutz der Natur sensibilisieren. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um das Artensterben zu bekämpfen.
Die Przewalski-Pferde galten einst in der Natur als ausgestorben. Durch das koordinierte Europäische Zuchtprogramm, an dem viele Zoos beteiligt sind, streifen sie heute wieder durch die Steppen der Mongolei und Kasachstans. Diese Erfolgsgeschichte zeigt, dass Artenschutz wirkt, wenn er konsequent betrieben wird.
Ein weiteres Beispiel ist die Moorea-Baumschnecke, die von der IUCN vom Status "in der Natur ausgestorben" auf "vom Aussterben bedroht" hochgestuft wurde. Die Schnecken aus Zoobeständen wurden auf der Pazifikinsel Moorea bei Tahiti ausgewildert. Der Zoo Schwerin spielt hierbei eine zentrale Rolle in der Zucht und Auswilderung bedrohter Schneckenarten.
Auch in Österreich engagieren sich Zoos aktiv im Artenschutz. Der Tiergarten Schönbrunn in Wien beispielsweise ist bekannt für seine erfolgreichen Zuchtprogramme und seine Bemühungen, bedrohte Arten zu schützen und wieder anzusiedeln. Die Rückkehr des Bartgeiers in die österreichischen Alpen ist ein weiteres Beispiel für die Erfolge des Artenschutzes.
Artenschutz hat eine lange Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht, als die ersten Schutzgebiete eingerichtet wurden, um bedrohte Arten zu bewahren. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Fokus auf die Erhaltung der biologischen Vielfalt verstärkt, was zur Gründung zahlreicher internationaler Organisationen wie der IUCN geführt hat. Diese Organisationen arbeiten eng mit Zoos zusammen, um gefährdete Arten zu schützen.
In Deutschland und der Schweiz gibt es ebenfalls zahlreiche Initiativen, die sich dem Artenschutz widmen. Der Kölner Zoo spielt eine Schlüsselrolle im Erhaltungszuchtprogramm für die Vietnamesische Krokodilschwanzechse. In der Schweiz sind es vor allem die Alpen, die als Lebensraum für viele bedrohte Arten geschützt werden.
Artenschutz hat nicht nur ökologische, sondern auch soziale und wirtschaftliche Auswirkungen. Beispielsweise tragen gesunde Ökosysteme zur Erhaltung der Biodiversität bei, was wiederum die Grundlage für Landwirtschaft und Tourismus bildet. In Österreich profitieren viele Regionen vom Ökotourismus, der durch erfolgreiche Artenschutzprogramme gefördert wird.
Statistiken zeigen, dass weltweit über 40.000 Arten auf der Roten Liste der IUCN stehen. In Österreich sind es etwa 500 Arten, die als gefährdet gelten. Diese Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit von Artenschutzmaßnahmen.
Die Zukunft des Artenschutzes hängt von der Zusammenarbeit zwischen Zoos, Naturschutzorganisationen und Regierungen ab. Innovative Ansätze wie die Nutzung von Genbanken und die Entwicklung neuer Technologien zur Überwachung von Populationen könnten entscheidend sein, um den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen.
Die Bemühungen der Zoos im Artenschutz sind ein Hoffnungsschimmer im Kampf gegen das Artensterben. Es liegt an uns allen, diese Bemühungen zu unterstützen und uns für den Schutz der Natur einzusetzen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des VdZ.