Der österreichische Wald steht am Scheideweg. Am 9. Dezember 2025 wurde durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) ein neuer Ansatz vorgestellt, der die Rolle der Jagd in den Mittelpunkt der Waldstrategie stellt. Der Klim
Der österreichische Wald steht am Scheideweg. Am 9. Dezember 2025 wurde durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) ein neuer Ansatz vorgestellt, der die Rolle der Jagd in den Mittelpunkt der Waldstrategie stellt. Der Klimawandel hat die Wälder in den letzten Jahrzehnten stark verändert, und neue Herausforderungen für die Forst- und Holzwirtschaft sind entstanden. Rund 15 % der österreichischen Waldfläche, etwa 510.000 Hektar, werden von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf AG) betreut, die eine besondere Verantwortung tragen.
Die Österreichischen Bundesforste haben das Jahrhundertprojekt 'Wald der Zukunft' ins Leben gerufen. Der gezielte Waldumbau hin zu klimafitten Mischbeständen, verstärkte Waldbewirtschaftung und laufende Verjüngung des Baumbestands sind wesentliche Beiträge zum Klimaschutz. Diese Maßnahmen sind entscheidend für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels und die Sicherung der Waldfunktionen, die unsere natürlichen Lebensgrundlagen sichern. Doch warum ist die Jagd dabei so wichtig?
Österreichs Wälder haben im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Veränderungen durchlaufen. Vom Mittelalter, als Wälder primär als Holzlieferanten dienten, bis zur modernen Forstwirtschaft, die ökologische, wirtschaftliche und soziale Funktionen in Einklang bringt. Der Klimawandel hat in den letzten Jahrzehnten die Dringlichkeit erhöht, Wälder resilienter zu gestalten. Die Einführung des 'Wald der Zukunft'-Beirats zeigt die Bedeutung einer fundierten wissenschaftlichen Begleitung bei der Transformation der Wälder.
In Deutschland und der Schweiz werden ähnliche Strategien verfolgt, um Wälder an den Klimawandel anzupassen. Während Deutschland auf Mischwälder setzt, legt die Schweiz besonderen Wert auf die Schutzfunktion der Wälder in Bergregionen. Beide Länder sehen in der Jagd ein wichtiges Instrument zur Regulierung der Wildbestände und zur Sicherung der Waldverjüngung.
Der Wald hat eine zentrale Bedeutung für die österreichische Gesellschaft. Er ist nicht nur Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sondern bietet auch Erholungsmöglichkeiten für die Menschen. Die nachhaltige Bewirtschaftung sichert Arbeitsplätze in der Forst- und Holzwirtschaft und trägt zur regionalen Wertschöpfung bei.
Der Waldanteil in Österreich beträgt etwa 48 %. Die Österreichischen Bundesforste betreuen rund 850.000 Hektar, die als Jagdgebiet genutzt werden. Die Jagdstrategie der Bundesforste zielt darauf ab, Wildbestände an den jeweiligen Lebensraum anzupassen und die Waldverjüngung zu fördern.
Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um die Weichen für die Zukunft der österreichischen Wälder zu stellen. Die Integration moderner Jagdkonzepte und die Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Behörden werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Die Österreichischen Bundesforste haben sich verpflichtet, diesen Weg partnerschaftlich und auf Augenhöhe zu gehen.
Die Herausforderungen des Klimawandels erfordern innovative Ansätze in der Waldwirtschaft. Die Jagd als Teil einer umfassenden Strategie kann dazu beitragen, die Wälder für kommende Generationen zu sichern. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Maßnahmen in den nächsten Jahren entwickeln werden. Interessierte können sich weiterführend auf der Webseite der Österreichischen Bundesforste informieren.