Am 29. Januar 2026 erreichte der zweite 380/110-kV-Großtransformator das Umspannwerk Sarasdorf nahe Bruck an der Leitha in Niederösterreich. Dieser Meilenstein markiert einen bedeutenden Fortschritt für die Austrian Power Grid (APG), den Betreiber des österreichischen Hochspannungsnetzes. Die Instal
Am 29. Januar 2026 erreichte der zweite 380/110-kV-Großtransformator das Umspannwerk Sarasdorf nahe Bruck an der Leitha in Niederösterreich. Dieser Meilenstein markiert einen bedeutenden Fortschritt für die Austrian Power Grid (APG), den Betreiber des österreichischen Hochspannungsnetzes. Die Installation dieses 289 Tonnen schweren Geräts ist Teil eines umfassenden Projekts zur Stärkung der Stromversorgungssicherheit und zur Integration erneuerbarer Energien in Österreich.
Der Transport des Großtransformators war eine logistische Meisterleistung. Vom Bahnhof Götzendorf aus wurde der Transformator innerhalb von zwei Stunden mit einem speziellen Straßentransport zum Umspannwerk geliefert. Diese Operation erforderte präzise Planung und Koordination, insbesondere beim Überqueren der Bundesstraße B10, wo die Zug- und Schubfahrzeuge die Position tauschen mussten.
Der neue Transformator misst 11,5 Meter in der Länge, 3,4 Meter in der Breite und 4,6 Meter in der Höhe. Er verfügt über eine Leistung von 300 Megavoltampere, was ihn zu einem zentralen Element der österreichischen Strominfrastruktur macht. Die Investitionskosten für die beiden Transformatoren belaufen sich auf rund 14 Millionen Euro. Diese Investition ist Teil eines größeren Projekts, das bis 2029 läuft und darauf abzielt, das Umspannwerk Sarasdorf zu einer zentralen Drehscheibe im österreichischen Hochspannungsnetz auszubauen.
Seit Herbst 2023 wird das Umspannwerk Sarasdorf erweitert, um die Anschlussleistung bis 2030 auf 900 Megawatt zu erhöhen. Dies entspricht der 18-fachen Menge des aktuell in der Region verbrauchten Stroms. Im Vergleich zu ähnlichen Projekten in Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Österreich hier eine Vorreiterrolle einnimmt, insbesondere was die Integration von Wind- und Fotovoltaikenergie betrifft.
Für die Bürger in der Region bedeutet dieser Ausbau nicht nur eine erhöhte Versorgungssicherheit, sondern auch die Möglichkeit, lokal erzeugte erneuerbare Energien effizienter zu nutzen. Die Möglichkeit, Strom über weite Strecken zu transportieren, reduziert die Abhängigkeit von Stromimporten und trägt zur Stabilität der Energieversorgung bei. Dies ist besonders wichtig in Zeiten, in denen erneuerbare Energiequellen wie Wind und Sonne nicht kontinuierlich verfügbar sind.
Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Erweiterung des Umspannwerks beträgt rund 200 Millionen Euro. APG plant, bis 2034 insgesamt neun Milliarden Euro in die österreichische Netzinfrastruktur zu investieren. Diese Maßnahmen sind entscheidend für die Energiewende in Österreich, die eine leistbare und versorgungssichere Energiezukunft sicherstellen soll.
Die geplante Inbetriebnahme der neuen Anlagen Mitte 2027 markiert den Beginn einer neuen Ära für das österreichische Stromnetz. Mit der Fertigstellung des Projekts wird das Brucker Becken bei Bedarf mit Strom aus dem österreichweiten Netz versorgt, was die regionale Versorgungssicherheit erheblich verbessert. APG setzt damit einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen und unabhängigen Energiezukunft für Österreich.
Der Fortschritt beim Ausbau des Umspannwerks Sarasdorf ist ein wichtiger Schritt für die österreichische Energiewende. Mit der Integration von mehr erneuerbaren Energien und der Reduzierung der Importabhängigkeit stärkt Österreich seine Position als Vorreiter in der nachhaltigen Energieversorgung. Weitere Informationen zu diesem Projekt und dessen Fortschritt finden Sie auf der offiziellen Seite der APG.