St. Pölten – Ein Naturjuwel am Donauufer könnte bald in einem neuen Glanz erstrahlen, und das mitten in Niederösterreich! Die Stadt Korneuburg steht vor einer historischen Chance, ihre ehemalige Werft in ein Naherholungsgebiet zu verwandeln, das dem berühmten Wiener Pendant, der Donauinsel, in nicht
St. Pölten – Ein Naturjuwel am Donauufer könnte bald in einem neuen Glanz erstrahlen, und das mitten in Niederösterreich! Die Stadt Korneuburg steht vor einer historischen Chance, ihre ehemalige Werft in ein Naherholungsgebiet zu verwandeln, das dem berühmten Wiener Pendant, der Donauinsel, in nichts nachstehen soll. Doch was steckt hinter dieser ambitionierten Vision, und welche Hürden müssen überwunden werden?
Der Traum von einem grünen Rückzugsort für die Bevölkerung mag kühn klingen, doch die Insolvenz des Immobilienriesen Signa hat ein seltenes Zeitfenster geöffnet. „Die Pleite der Signa eröffnet uns ein historisches Zeitfenster“, erklärt Landesrat Sven Hergovich. Das Areal, um das es geht, umfasst ganze 78.000 Quadratmeter direkt an der Donau – eine Fläche, die nicht nur für Naherholung, sondern auch für leistbaren Wohnraum, Kultur und Gastronomie genutzt werden könnte.
Korneuburg ist eine Stadt mit einer bewegten Geschichte. Die Werft hat jahrzehntelang zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beigetragen. Heute birgt sie das Potenzial, ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt zu schreiben. Die Vision ist klar: Ein Naherholungsgebiet, das nicht nur den Korneuburgern, sondern allen Niederösterreichern zugutekommt.
Die Umsetzung eines solch ehrgeizigen Projekts erfordert politisches Geschick und die Zusammenarbeit aller Parteien. Die SPÖ Niederösterreich, unter der Führung von Landesrat Hergovich und Vizebürgermeisterin Bernadette Haider-Wittmann, hat sich bereits klar positioniert und fordert einen gemeinsamen Ankauf durch Stadt und Land. „Es braucht jetzt nur noch eines: den politischen Willen aller Beteiligten. Damit sichern wir langfristig Lebensqualität für alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher“, betont Hergovich.
Die SPÖ-Politiker appellieren an die schwarz-blaue Landesregierung, den Schulterschluss zu wagen und gemeinsam mit der Stadt Korneuburg das Projekt zu realisieren. „Viele schöne Parks und Erholungsräume in Niederösterreich sind durch die gemeinsame Kraftanstrengung von Gemeinden und Land entstanden. Lasst uns zeigen, dass das auch in Korneuburg gelingt“, so der Aufruf von Haider-Wittmann.
Die Wiener Donauinsel ist ein Paradebeispiel für ein erfolgreiches Erholungsgebiet, das jährlich Millionen von Besuchern anzieht. Sie bietet nicht nur Platz für Freizeitaktivitäten, sondern ist auch ein wichtiger Bestandteil des Hochwasserschutzes der Stadt. Ein ähnliches Projekt in Korneuburg könnte eine vergleichbare Anziehungskraft entwickeln und gleichzeitig zur ökologischen Stabilität der Region beitragen.
Doch der Weg zu einer Donauinsel in Niederösterreich ist mit Herausforderungen gepflastert. Die Finanzierung des Ankaufs und der Entwicklung des Areals steht im Mittelpunkt der Diskussionen. Experten warnen vor Spekulationsfantasien und betonen die Notwendigkeit, ein faires Angebot zu entwickeln, das sich am realen Wert orientiert.
„Jetzt brauchen wir das klare Signal des Landes, dass Korneuburg unterstützt wird. Nur so kann man sich garantiert gegenüber den nächsten Betongold-Spekulanten durchsetzen“, erklärt Haider-Wittmann. Die Stadt hat bereits eine Bausperre beschlossen und Gespräche mit potenziellen Partnern geführt, um die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen zu schaffen.
Ein solches Projekt würde nicht nur die Lebensqualität der Bewohner Korneuburgs verbessern, sondern auch die Attraktivität der gesamten Region steigern. Gerade im stark wachsenden Wiener Umland werden grüne Oasen immer knapper. Eine Donauinsel in Niederösterreich könnte ein Ort für Spaziergänge am Wasser, spielende Kinder, Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel und Begegnungen werden.
Die nächsten Schritte sind entscheidend. Die Stadt Korneuburg muss ein überzeugendes Angebot vorlegen, das die Unterstützung des Landes sichert. Die politische Landschaft ist bereit für Veränderungen, und die Bevölkerung wartet gespannt auf die Entwicklungen. Eine erfolgreiche Umsetzung könnte als Modellprojekt für andere Regionen dienen und zeigen, wie durchdachte Stadtplanung und politische Zusammenarbeit zu einem besseren Lebensumfeld führen können.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob Korneuburgs Traum von einer Donauinsel Realität wird. Eines ist sicher: Die Augen der gesamten Region sind auf dieses ehrgeizige Projekt gerichtet, und die Erwartungen sind hoch.