Am 25. November 2025, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, hat die ÖVP-Europaabgeordnete Sophia Kircher in Straßburg eine eindringliche Forderung erhoben: Der digitale Raum muss sicherer werden, insbesondere für Mädchen und Frauen. Die zunehmende Digitalisierung bietet zw
Am 25. November 2025, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, hat die ÖVP-Europaabgeordnete Sophia Kircher in Straßburg eine eindringliche Forderung erhoben: Der digitale Raum muss sicherer werden, insbesondere für Mädchen und Frauen. Die zunehmende Digitalisierung bietet zwar zahlreiche Chancen, birgt jedoch auch erhebliche Risiken, die nicht länger ignoriert werden dürfen.
Online-Missbrauch ist keine Seltenheit mehr. Studien zeigen, dass etwa die Hälfte aller Frauen bereits Opfer digitaler Gewalt geworden ist. Diese reicht von Stalking und Belästigung bis zur unbefugten Weitergabe intimer Bilder. Hinter diesen Statistiken verbergen sich persönliche Geschichten: Eine Jugendliche, die sich aus Angst vor Mobbing aus der Schule zurückzieht, oder eine Journalistin, die aufgrund von Online-Bedrohungen ihre Karriere aufgibt.
Die EVP-Fraktion hat eine entscheidende Rolle bei der Ausarbeitung der ersten EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen übernommen. Diese Richtlinie, die 2024 verabschiedet wurde, legt einen besonderen Fokus auf den Schutz im Online-Bereich. Sie macht das nicht-einvernehmliche Teilen intimer Bilder, Cyberstalking und Online-Belästigung in allen Mitgliedstaaten strafbar. Dies ist besonders wichtig in Zeiten von Künstlicher Intelligenz und Deep Fakes, die neue Formen der Manipulation ermöglichen.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich bereits Fortschritte beim Schutz vor digitaler Gewalt gemacht. Dennoch gibt es Unterschiede in der Umsetzung und den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Während Deutschland strenge Gesetze gegen Hassrede im Internet eingeführt hat, setzt die Schweiz auf präventive Maßnahmen und Aufklärung.
Die Auswirkungen digitaler Gewalt sind weitreichend. Betroffene Frauen ziehen sich oft aus dem öffentlichen Leben zurück, löschen ihre sozialen Medien oder vermeiden bestimmte Online-Plattformen. Dies hat nicht nur persönliche, sondern auch gesellschaftliche Konsequenzen, da die Meinungsvielfalt im digitalen Diskurs eingeschränkt wird.
Für die Zukunft ist es entscheidend, dass die Mitgliedstaaten die EU-Richtlinie schnell umsetzen. Dazu gehört die Schulung von Polizei und Staatsanwaltschaften sowie die Finanzierung von Opferhilfsprogrammen. Auch Tech-Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen, um sicherzustellen, dass ihre Algorithmen keine Plattform für Hass bieten. Letztlich liegt es an uns allen, Missbrauch zu melden und eine respektvolle Online-Kultur zu fördern.
Zusammenfassend ist der Schutz im digitalen Raum eine gemeinsame Aufgabe, die sowohl politisches Engagement als auch gesellschaftliches Bewusstsein erfordert. Nur so kann ein sicherer und respektvoller Umgang im Internet gewährleistet werden.
Weitere Informationen finden Sie auf der Presseaussendung der ÖVP.