Die Danube Private University (DPU) in Wiener Neustadt sorgt erneut für Schlagzeilen! Dank einer großzügigen Forschungsförderung von über 1,2 Millionen Euro, bereitgestellt durch den EU-Strukturfonds IBW/EFRE und den Wirtschafts- und Tourismusfonds des Landes Niederösterreich, startet die renommiert
Die Danube Private University (DPU) in Wiener Neustadt sorgt erneut für Schlagzeilen! Dank einer großzügigen Forschungsförderung von über 1,2 Millionen Euro, bereitgestellt durch den EU-Strukturfonds IBW/EFRE und den Wirtschafts- und Tourismusfonds des Landes Niederösterreich, startet die renommierte Universität gleich drei bahnbrechende Forschungsprojekte. Diese zielen darauf ab, die personalisierte Medizin, die Infektionsdiagnostik und die Mikrobiomforschung auf ein völlig neues Niveau zu heben.
Am 1. August 2025 wird das Projekt „MikroMoni“ ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Dr. Ann-Kathrin Kissmann, einer Expertin von der Universität Ulm, die speziell für dieses Projekt gewonnen werden konnte, wird eine innovative Plattform entwickelt. Diese Plattform ermöglicht die schnelle, präzise und quantitative Analyse lebender Bakterien im menschlichen Mikrobiom. Aber was genau ist das Mikrobiom? Es handelt sich dabei um die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die auf und in unserem Körper leben. Diese kleinen Lebewesen spielen eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit, beeinflussen unser Immunsystem und sind an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt.
Die herkömmlichen Methoden zur Analyse des Mikrobioms sind oft zeitaufwendig und ungenau. Hier setzt „MikroMoni“ an: Mittels graphenbasierter Feldeffekttransistoren (gFETs) und nukleinsäurebasierter Aptamere, die durch einen speziellen in-vitro-Evolutionsprozess namens SELEX gewonnen werden, soll die direkte Detektion lebender Bakterien ermöglicht werden. Die Nachweisgrenze? Sensationelle 10 Zellen pro Milliliter! Diese Technologie könnte die Art und Weise revolutionieren, wie wir mikrobiomassoziierte Erkrankungen diagnostizieren und behandeln. Dysbiosen, also Störungen im Gleichgewicht des Mikrobioms, sind mit einer Vielzahl von Krankheiten verbunden – von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen bis hin zu neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer.
Am 1. September 2025 startet ein weiteres ambitioniertes Projekt: „AI-PredictChemo“, geleitet von Ass.-Prof. Dr. Sepideh Hatamikia. Ziel ist es, mittels einer KI-gestützten Software vorherzusagen, wie gut Brustkrebspatientinnen auf eine neoadjuvante Chemotherapie ansprechen werden. Aber was bedeutet das eigentlich? Eine neoadjuvante Chemotherapie wird vor der operativen Entfernung eines Tumors verabreicht, um diesen zu verkleinern und die Operation zu erleichtern.
Die Software basiert auf präoperativen MRT-Daten, die es ermöglichen sollen, individuelle Therapieentscheidungen zu treffen. Dies ist von enormer Bedeutung, da es hilft, unnötige Nebenwirkungen zu vermeiden und die Behandlung gezielter zu gestalten. Die enge Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Wiener Neustadt und der NÖ Landesgesundheitsagentur sichert den Zugang zu hochwertigen klinischen Daten und stärkt die medizinische Relevanz des Projekts. Die Verbindung von medizinischer Expertise und moderner KI-Technologie könnte der Onkologie völlig neue Möglichkeiten eröffnen, denn bisher fehlt es an verlässlichen Methoden, den Erfolg einer Chemotherapie im Vorfeld einzuschätzen.
Ein weiteres Highlight der DPU-Forschung ist das Projekt „TB-BREATH“, das bereits am 1. Mai 2025 gestartet ist. Tuberkulose (TB) ist eine der tödlichsten Infektionskrankheiten weltweit. Jährlich erkranken etwa 10,6 Millionen Menschen, 1,6 Millionen sterben daran. Besonders alarmierend: Laut WHO werden bis zu 40 % der Fälle nicht diagnostiziert oder gemeldet – bei Kindern liegt diese Zahl sogar bei 70 %.
Das Projekt TB-BREATH, unter der Leitung von Prof. Dr. Mandana Amiri, setzt auf das immense Potenzial von Biomarkern im Atemkondensat für die Echtzeit-Analyse von Tuberkulose. Die Entwicklung neuer TB-Biorezeptoren und deren Integration in elektrochemische Biosensoren soll eine einfache, mobile und kostengünstige Diagnose ermöglichen – insbesondere in unterversorgten Regionen. Ein einfach zugängliches Diagnosetool, wie etwa ein Teststreifen, könnte die Erkrankungs- und Sterberate um bis zu 50 % senken.
Die DPU zeigt mit diesen Projekten nicht nur wissenschaftliche Exzellenz, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung. Die Förderung durch den EU-Strukturfonds IBW/EFRE und den Wirtschafts- und Tourismusfonds des Landes Niederösterreich ist ein Vertrauensbeweis in die Qualität und Relevanz der Forschung. Diese Projekte könnten langfristig die Art und Weise verändern, wie wir Krankheiten diagnostizieren und behandeln. Sie bieten neue Ansätze, um die personalisierte Medizin voranzutreiben, die in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat.
Die personalisierte Medizin zielt darauf ab, medizinische Behandlungen auf die individuellen Bedürfnisse und biologischen Gegebenheiten jedes Patienten zuzuschneiden. Dies steht im Gegensatz zur traditionellen „Einheitsgröße-für-alle“-Medizin, bei der Behandlungen auf der Grundlage von Durchschnittswerten und allgemeinen Annahmen durchgeführt werden.
Was können wir in den kommenden Jahren erwarten? Die Forschung an der DPU ist ein Paradebeispiel für die Zukunft der Medizin. Die Fortschritte, die in den Bereichen Mikrobiomforschung, KI-gestützte Therapieentscheidungen und Tuberkulose-Diagnostik gemacht werden, könnten weitreichende Auswirkungen auf das Gesundheitswesen haben. Die Hoffnung ist, dass diese Technologien nicht nur in Österreich, sondern weltweit Anwendung finden und zu einer besseren, effizienteren Gesundheitsversorgung beitragen.
Ein fiktiver Experte könnte dazu sagen: „Diese Projekte zeigen, dass die Zukunft der Medizin in der Personalisierung liegt. Indem wir Behandlungen auf den einzelnen Patienten zuschneiden, können wir nicht nur die Wirksamkeit erhöhen, sondern auch unnötige Kosten und Nebenwirkungen reduzieren. Die DPU leistet hier Pionierarbeit.“
Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Die Integration neuer Technologien in die klinische Praxis erfordert umfassende Tests, Regulierungen und Schulungen. Zudem müssen ethische Fragen geklärt werden, etwa hinsichtlich der Datensicherheit und des Datenschutzes bei der Verwendung sensibler Patientendaten.
Österreich ist nicht das einzige Land, das in die personalisierte Medizin investiert. Auch in anderen europäischen Ländern gibt es ähnliche Initiativen. In Deutschland beispielsweise wird intensiv an der Nutzung von KI in der Onkologie geforscht, während in der Schweiz die Mikrobiomforschung stark vorangetrieben wird. Diese internationalen Bemühungen zeigen, dass die DPU mit ihren Projekten am Puls der Zeit ist und Österreich in eine führende Position im Bereich der medizinischen Forschung bringen könnte.
Insgesamt betrachtet, markieren diese Projekte einen bedeutenden Schritt in Richtung einer fortschrittlichen, patientenorientierten Gesundheitsversorgung. Die DPU beweist damit, dass sie nicht nur eine Bildungseinrichtung ist, sondern auch ein wichtiger Akteur in der internationalen Forschungslandschaft.