Ein medizinischer Skandal erschüttert Österreich: Tausende Menschen leiden unter der schweren Erkrankung ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) und werden dennoch von der Politik und dem Gesundheitssystem sträflich vernachlässigt. Anlässlich des internationalen Protesttags
Ein medizinischer Skandal erschüttert Österreich: Tausende Menschen leiden unter der schweren Erkrankung ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) und werden dennoch von der Politik und dem Gesundheitssystem sträflich vernachlässigt. Anlässlich des internationalen Protesttags am 12. Mai schlägt die Anwältin für Gleichbehandlungsfragen, Christine Steger, Alarm und fordert ein sofortiges Umdenken!
Die Zahlen sind erschreckend: Immer mehr Menschen in Österreich sind von ME/CFS betroffen, einer Krankheit, die das Leben der Betroffenen dramatisch verändert. Doch anstatt Hilfe zu erhalten, stehen sie oft vor verschlossenen Türen. Es gibt kein einziges spezialisiertes Behandlungszentrum im ganzen Land! Die Aufklärung im Gesundheitssystem ist mangelhaft, und die soziale Absicherung ist ein löchriges Netz, durch das viele Betroffene fallen.
Christine Steger spricht Klartext: „Wenn Menschen wegen ME/CFS ihre Arbeit verlieren, kaum ärztliche Hilfe bekommen und durch das soziale Netz fallen, ist das nicht nur ein medizinisches, sondern ein gleichstellungspolitisches und gesellschaftliches Versagen.“ Die Forderungen an die Politik sind klar und unmissverständlich: ME/CFS muss in allen Begutachtungen angemessen berücksichtigt werden, die medizinische Versorgung muss barrierefrei sein, und es braucht bundesweite Versorgungskonzepte. Auch eine Pflichtausbildung zu ME/CFS in Medizin, Pflege und Sozialarbeit ist nötig, um die Situation zu verbessern.
Der internationale Protesttag am 12. Mai wird weltweit genutzt, um auf die oft unsichtbare Lebensrealität der Betroffenen aufmerksam zu machen. In Österreich sind diverse Aktionen und Proteste geplant, um den Druck auf die Entscheidungsträger zu erhöhen. „Menschen mit ME/CFS stoßen auf massive Hürden, wenn es um die Anerkennung ihrer Erkrankung und den Zugang zu Unterstützungsleistungen geht“, betont Steger. Die fehlende Sichtbarkeit und mangelnde Berücksichtigung in Behördenverfahren führen oft dazu, dass erkrankte Personen durch alle Raster fallen. Das widerspricht dem menschenrechtlichen Anspruch auf Inklusion und Teilhabe.
Es ist höchste Zeit für ein Umdenken in der Politik und im Gesundheitswesen, um den Betroffenen die notwendige Unterstützung zu bieten und ihnen ein Leben in Würde zu ermöglichen!