Die Welt steht am Abgrund, und Österreich zieht den Sparstrumpf enger! Trotz globaler Krisen und Katastrophen verabschiedet sich das Land von seinen Versprechen, den ärmsten Ländern der Welt zu helfen. Die jüngsten Zahlen der OECD zur öffentlichen Entwicklungshilfe (ODA) sind alarmierend und zeigen
Die Welt steht am Abgrund, und Österreich zieht den Sparstrumpf enger! Trotz globaler Krisen und Katastrophen verabschiedet sich das Land von seinen Versprechen, den ärmsten Ländern der Welt zu helfen. Die jüngsten Zahlen der OECD zur öffentlichen Entwicklungshilfe (ODA) sind alarmierend und zeigen einen drastischen Rückgang der österreichischen Beiträge.
Die österreichische Regierung hat sich einst verpflichtet, 0,7% des Bruttonationaleinkommens (BNE) für die ODA bereitzustellen. Doch die Realität sieht düster aus: Für das Jahr 2024 fällt der Anteil auf magere 0,34% des BNE, ein Rückgang von 0,38% im Vorjahr. Michael Opriesnig vom Österreichischen Roten Kreuz warnt eindringlich, dass jeder Prozentpunkt entscheidend ist, um Krisen zu verhindern und Menschenleben zu retten.
Viele OECD-Staaten verfehlen zudem das Ziel, 0,2% des BNE für die ärmsten Länder bereitzustellen. Diese Gelder sind essenziell, um Bildung und Ausbildung in den ärmsten Regionen zu fördern. Reinhard Heiserer von Jugend Eine Welt betont: „Bildung überwindet Armut!“ Doch anstatt in die Zukunft zu investieren, werden Mittel zweckentfremdet.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Praxis, inländische Ausgaben für schutzsuchende Menschen in die ODA einzurechnen. Andreas Knapp von der Caritas Österreich kritisiert, dass diese Gelder nicht dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Fast 27% der österreichischen ODA fließen in solche inländischen Ausgaben.
Die kommende UNO-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Sevilla könnte die Wende bringen. Martina Neuwirth vom VIDC sieht darin eine Chance, die Weichen für eine gerechtere Entwicklungsfinanzierung zu stellen. Doch die Zeit drängt: Über 80 Länder sind überschuldet und zahlen Rekordsummen an ihre Gläubiger. Neuwirth fordert dringend tragfähige Entschuldungsmaßnahmen.
Die Auswirkungen der Erderwärmung machen die Notwendigkeit systemischer Veränderungen deutlich. Andrea Barschdorf-Hager von CARE Österreich warnt vor den katastrophalen Folgen von Hitze, Dürren und Fluten. Nur gezielte internationale Unterstützung kann die Situation verbessern.
Die Konferenz in Sevilla bietet Österreich die Möglichkeit, seine internationale Rolle zu stärken. Lukas Wank von der AG Globale Verantwortung appelliert an die Regierung, sich für eine ambitionierte Entwicklungsfinanzierung im Doppelbudget 2025 und 2026 einzusetzen. Denn je schwerer die Zeiten, desto wichtiger ist die Zusammenarbeit für eine gerechte Zukunft.