Wien ist nicht nur für seine kulturellen Schätze und historischen Wahrzeichen bekannt, sondern hat sich in den letzten Jahren auch als ein Zentrum für technologische Innovationen etabliert. Am 4. Oktober 2025 veröffentlichte die Stadt Wien eine Pressemitteilung, die die herausragende Rolle der Stadt
Wien ist nicht nur für seine kulturellen Schätze und historischen Wahrzeichen bekannt, sondern hat sich in den letzten Jahren auch als ein Zentrum für technologische Innovationen etabliert. Am 4. Oktober 2025 veröffentlichte die Stadt Wien eine Pressemitteilung, die die herausragende Rolle der Stadt im Bereich der Quantentechnologie hervorhebt. Der aktuelle Report „Quantentechnologie in Wien“ der Wirtschaftsagentur Wien zeigt eindrucksvoll, dass Wien wissenschaftliche Exzellenz, hohe Innovationskraft, gezielte Förderung und ein dynamisches Unternehmensumfeld vereint – und damit im nationalen Vergleich eine klare Vorreiterrolle einnimmt.
Barbara Novak, die Wirtschafts- und Digitalisierungsstadträtin, betont, dass Wien eine Schlüsselrolle in der Zukunftstechnologie Quanten einnimmt – sowohl in der Forschung als auch bei der wirtschaftlichen Umsetzung. Der Report bestätigt, was vielen Expertinnen und Experten bereits bekannt ist: Wien ist der zentrale Knotenpunkt für Quantentechnologien in Österreich. Das Potenzial für einen Platz an der Weltspitze ist eindeutig erkennbar. Jetzt gilt es, weiter in Talente, Infrastrukturen und Unternehmensförderung zu investieren, um diesen Vorsprung zu halten und auszubauen.
Wien beheimatet eine weltweit anerkannte Forschungselite: Über 40 Publikationen in den Zeitschriften Nature und Science seit 2020, 12 laufende ERC-Grants (Stand: Mai 2025) und nicht zuletzt zwei Nobelpreise für Physik unterstreichen das internationale Renommee. Die Auszeichnungen für Anton Zeilinger (2022) und Ferenc Krausz (2023) zeigen: In Wien wird Quantenforschung auf höchstem Niveau betrieben.
Mit rund 35 % aller nationalen Fördermittel für Quantentechnologien (FFG und FWF) ist Wien führend im Ressourceneinsatz. Allein im nationalen Leitprogramm Quantum Austria entfallen 36 von 43 geförderten Projekten ganz oder teilweise auf Wiener Institutionen. Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark Wien in die Entwicklung dieser bahnbrechenden Technologie investiert.
Wien überzeugt nicht nur in der Forschung, sondern auch bei der wirtschaftlichen Umsetzung von Innovationen. So wurden in den letzten vier Jahren mehrere spezialisierte Start-ups im Bereich Quantentechnologie gegründet. Diese Start-ups sind der Motor für die wirtschaftliche Nutzung der Quantenforschung und tragen dazu bei, dass Wien als Innovationsstandort international anerkannt wird.
Im internationalen Vergleich belegt Wien eine Top-Position im Bereich Quantenpatente. Laut WIPO-Daten rangiert die Stadt mit 28 PCT-Patenten aus den letzten fünf Jahren im Bereich Quantenkommunikation und -sicherheit hinter nur drei europäischen Städten: München, Paris und Delft. Diese Patente sind ein Indikator für die Innovationskraft und den technologischen Fortschritt, den Wien in diesem Bereich erzielt hat.
Die Stadt Wien begleitet diese technologische Entwicklung mit strategischen Initiativen. So wurde im Frühjahr 2025 ein Co-Creation Lab Quantentechnologien mit führenden Expertinnen und Experten abgehalten. Die dort erarbeiteten Maßnahmen und Perspektiven fließen direkt in die städtische Innovationspolitik ein. Zudem organisiert die Stadt laufend Vernetzungsformate für Wissenschaft und Wirtschaft, um Synergien zu fördern und den Quantenstandort nachhaltig weiterzuentwickeln.
Ein aktuelles Highlight war die zweitägige Veranstaltung „Vienna Quantum Tech Days 2025”, die Anfang Oktober im Wiener Rathaus stattfand. Ziel der Veranstaltung war es, Akteurinnen und Akteure des Wiener Quanten-Ökosystems gezielt zu vernetzen.
„Die Vienna Quantum Tech Days 2025 dienen als zentrale Plattform für den Austausch zwischen Spitzenforschung und Anwendung. Durch die Zusammenarbeit von Forschung und Industrie in ganz Österreich stärken sie Wiens internationales Profil in der Quantenwissenschaft. Die Universität Wien fördert dies gezielt durch Initiativen wie das Quantum Innovation Lab, das Forschende bei der Entwicklung von Prototypen und Geschäftsmodellen unterstützt“, erklärte ein Vizerektor für Digitalisierung und Wissenstransfer der Universität Wien.
Im Fokus der Veranstaltung stand die Stärkung des Quantenstandorts Wien durch die gezielte Förderung des Technologietransfers von der Forschung in die Wirtschaft sowie die Beschleunigung der Kommerzialisierung quantentechnologischer Anwendungen.
Die Entwicklung Wiens als Quanten-Hotspot ist das Ergebnis jahrzehntelanger Investitionen in Bildung und Forschung. Bereits in den 1990er Jahren begann die Stadt, in die Grundlagenforschung zu investieren, was den Grundstein für die heutigen Erfolge legte. Im Vergleich zu anderen Städten wie München oder Paris, die ebenfalls in der Quantenforschung führend sind, hat Wien den Vorteil, dass es eine enge Verknüpfung zwischen Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft gibt, was den Technologietransfer erleichtert.
Die Fortschritte in der Quantentechnologie haben nicht nur Auswirkungen auf die Wissenschaft und Wirtschaft, sondern auch auf das tägliche Leben der Bürger. Durch die Entwicklung neuer Technologien können beispielsweise sicherere Kommunikationssysteme geschaffen werden, die vor Cyberangriffen besser geschützt sind. Ebenso könnten medizinische Diagnosen präziser und schneller gestellt werden, was zu besseren Behandlungsmöglichkeiten führt.
Ein Experte aus der Branche meint: „Die Investitionen in die Quantentechnologie werden sich langfristig auszahlen. Die Bürger werden von sichereren und effizienteren Technologien profitieren, die ihren Alltag erleichtern und die Lebensqualität erhöhen.“
Die Zukunft der Quantentechnologie in Wien sieht vielversprechend aus. Mit der kontinuierlichen Unterstützung der Stadt und der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft ist Wien auf dem besten Weg, sich als führendes Zentrum für Quantentechnologie in Europa zu etablieren. Die Stadt plant, in den nächsten Jahren weitere Initiativen zu starten, um die Forschung und den Technologietransfer weiter zu fördern.
„Wir sehen ein enormes Potenzial in der Quantentechnologie und sind entschlossen, dieses Potenzial voll auszuschöpfen“, so ein Vertreter der Stadt. „Wir werden weiterhin in Bildung, Forschung und Infrastruktur investieren, um sicherzustellen, dass Wien an der Spitze dieser technologischen Revolution bleibt.“
Der aktuelle Report zur Quantentechnologie in Wien ist abrufbar unter: Quantentechnologie – Wirtschaftsagentur Wien