Wien - Die jüngsten Ergebnisse der „Aktionswoche Frauengesundheit“ des Gesundheitsnetzes Goldenes Kreuz haben das Land erschüttert: Mehr als die Hälfte der getesteten Frauen leidet an Eisenmangel! Diese Erkenntnis, die am 29. Juli 2025 veröffentlicht wurde, zeigt ein alarmierendes Gesundheitsproblem
Wien - Die jüngsten Ergebnisse der „Aktionswoche Frauengesundheit“ des Gesundheitsnetzes Goldenes Kreuz haben das Land erschüttert: Mehr als die Hälfte der getesteten Frauen leidet an Eisenmangel! Diese Erkenntnis, die am 29. Juli 2025 veröffentlicht wurde, zeigt ein alarmierendes Gesundheitsproblem auf, das Frauen in jedem Alter betrifft.
Die Aktionswoche, die im Juni stattfand, bot Frauen die Möglichkeit, ihren Eisenstatus in Partner-Apotheken einfach und ohne Termin überprüfen zu lassen. Von den über 450 Teilnehmerinnen hatten mehr als 50% deutlich zu niedrige Eisenwerte. Eisen, ein essentielles Spurenelement, ist entscheidend für die Bildung von Hämoglobin, dem Bestandteil der roten Blutkörperchen, der Sauerstoff transportiert. Ein Mangel kann zu einer Reihe von Symptomen führen, darunter chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen und sogar Depressionen.
Frauen sind aufgrund ihrer biologischen und physiologischen Besonderheiten besonders anfällig für Eisenmangel. Die monatliche Menstruation führt bei vielen Frauen zu einem signifikanten Eisenverlust. Darüber hinaus können Schwangerschaften den Eisenbedarf erheblich erhöhen, was ohne entsprechende Zufuhr schnell zu einem Mangel führen kann. Eine Expertin erklärt: „Eisenmangel ist nicht nur ein Problem junger Frauen. Auch Frauen in der Postmenopause können betroffen sein, was oft übersehen wird.“
Die Symptome eines Eisenmangels sind vielfältig und können das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen. Häufig klagen Betroffene über:
Diese Symptome können leicht mit anderen Gesundheitsproblemen verwechselt werden, was eine genaue Diagnose erschwert.
Der Eisenmangel ist kein neues Phänomen. Bereits in den 1980er Jahren wurden in Österreich Studien durchgeführt, die auf einen hohen Anteil von Frauen mit Eisenmangel hinwiesen. Damals wie heute sind Ernährung und Lebensstil entscheidende Faktoren. Doch während in den 80er Jahren der Fokus oft auf Mangelernährung lag, sind es heute stressige Lebensbedingungen und unzureichende Nährstoffaufnahme, die den Mangel begünstigen.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern zeigt sich, dass der Eisenmangel in Wien besonders ausgeprägt ist. Experten vermuten, dass dies mit der urbanen Lebensweise zusammenhängt, die oft eine unausgewogene Ernährung und erhöhten Stress mit sich bringt. In ländlicheren Gebieten Österreichs, wo eine traditionellere und eisenreichere Ernährung verbreiteter ist, sind die Zahlen weniger alarmierend.
Eine ausgewogene Ernährung kann helfen, den Eisenbedarf zu decken. Lebensmittel wie rotes Fleisch, Hülsenfrüchte und grünes Blattgemüse sind reich an Eisen. Doch nicht alle Frauen konsumieren ausreichend davon. „Viele Frauen achten auf ihre Linie und meiden kalorienreiche, aber eisenhaltige Lebensmittel, was den Mangel begünstigt“, so ein Ernährungsexperte.
Für die betroffenen Frauen bedeutet Eisenmangel oft eine erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität. Die chronische Müdigkeit und Antriebslosigkeit können sowohl das Privat- als auch das Berufsleben beeinträchtigen. „Ich war ständig müde und konnte mich kaum auf meine Arbeit konzentrieren“, berichtet eine Betroffene. „Erst nach der Diagnose und der gezielten Behandlung habe ich meine Energie zurückgewonnen.“
Die Behandlung eines Eisenmangels erfolgt meist durch die Einnahme von Eisenpräparaten. Doch dies sollte immer in Absprache mit einem Arzt geschehen, da eine Überdosierung ebenfalls gesundheitsschädlich sein kann. Präventivmaßnahmen sind ebenso wichtig: Regelmäßige Bluttests können helfen, einen Mangel frühzeitig zu erkennen. Zudem sollten Frauen auf eine eisenreiche Ernährung achten und gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.
Die Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze, die die Aktionswoche initiierte, hat eine lange Tradition in der Gesundheitsförderung. Seit 1893 setzt sich die Gesellschaft für die Gesundheit der Österreicher ein und bietet eine Vielzahl von Gesundheitsprogrammen an. Neben der Aktionswoche für Frauengesundheit veranstaltet die Gesellschaft regelmäßig Vorträge und Workshops zu verschiedenen Gesundheitsthemen.
Die Ergebnisse der Aktionswoche haben das Bewusstsein für das Problem des Eisenmangels geschärft. In Zukunft plant die Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze weitere Kampagnen, um Frauen aufzuklären und zu unterstützen. „Unser Ziel ist es, dass keine Frau in Österreich mehr unter Eisenmangel leiden muss“, so ein Vertreter der Gesellschaft.
Diese Bemühungen werden von staatlichen Gesundheitsorganisationen unterstützt, die ebenfalls ein wachsendes Interesse an der Bekämpfung von Nährstoffmängeln zeigen. Die österreichische Regierung plant, in den kommenden Jahren verstärkt in Gesundheitsaufklärung und Präventionsmaßnahmen zu investieren.
Die Ergebnisse der Aktionswoche sind ein deutlicher Weckruf für alle Frauen in Österreich. Eisenmangel ist ein ernstzunehmendes Problem, das nicht ignoriert werden sollte. Durch regelmäßige Kontrollen und eine bewusste Ernährung können Frauen ihre Gesundheit aktiv verbessern. Die Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze leistet dabei wertvolle Unterstützung und wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der Gesundheitsförderung spielen.
Mehr Informationen und Unterstützung finden Sie auf der Website des Gesundheitsnetzes Goldenes Kreuz.