In einer bahnbrechenden Entscheidung auf EU-Ebene wurde das neue europäische Statistikgesetz (ESOP) verabschiedet. Dieses Gesetz könnte alles verändern, wenn es um die Art und Weise geht, wie Bevölkerungsdaten in Europa erfasst und genutzt werden. Die EU hat damit einen entscheidenden Schritt getan,
In einer bahnbrechenden Entscheidung auf EU-Ebene wurde das neue europäische Statistikgesetz (ESOP) verabschiedet. Dieses Gesetz könnte alles verändern, wenn es um die Art und Weise geht, wie Bevölkerungsdaten in Europa erfasst und genutzt werden. Die EU hat damit einen entscheidenden Schritt getan, um sicherzustellen, dass jede Stimme zählt und niemand in der Statistik untergeht!
Das europäische Statistikgesetz, das in den Trilogverhandlungen zwischen Parlament, Rat und Kommission fertig ausverhandelt wurde, steht kurz vor seiner endgültigen Verabschiedung im Europäischen Parlament. Dies ist ein entscheidender Moment, da es darum geht, einheitliche, vergleichbare und aktuelle Bevölkerungsdaten in der gesamten EU zu gewährleisten.
Die SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner, die maßgeblich an den Verhandlungen beteiligt war, hebt die demokratiepolitische Bedeutung des neuen Gesetzes hervor. Sie betont: „Bei einer verlässlichen und vergleichbaren Zählung der Bevölkerung in allen Mitgliedstaaten geht es nicht nur um ein rein statistisches Verfahren – es geht auch um die Frage demokratischer Gerechtigkeit. Denn wer nicht gezählt wird, wird politisch nicht gesehen.“
Das neue Gesetz sorgt dafür, dass künftig in ganz Europa einheitliche Standards gelten. Ziel ist es, EU-weit genaue, aktuelle, zuverlässige und vergleichbare Bevölkerungs- und Wohnungsstatistiken zu gewährleisten. Diese Statistiken sind die Grundlage für zentrale politische Entscheidungen – etwa die Sitzverteilung im Europäischen Parlament und die Stimmengewichtung im Rat der EU.
Regner ergänzt: „Wichtig ist es zudem, dass die Mitgliedstaaten ihre Daten nicht nur einheitlich erheben, sondern auch möglichst rasch übermitteln, um EU-weit Daten vergleichen zu können. Denn nur wer auf einer gemeinsamen und vergleichbaren Datenbasis plant, kann gerechte Politik für alle machen.“
Dieses Gesetz ist nicht nur ein Meilenstein für die Statistik, sondern auch ein wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz und Gerechtigkeit in der EU-Politik. Es stellt sicher, dass politische Entscheidungen auf soliden und vergleichbaren Daten basieren und somit gerechter für alle EU-Bürger sind.
Die finale Abstimmung im Europäischen Parlament wird mit Spannung erwartet, denn sie könnte der Schlüssel zu einer neuen Ära der Bevölkerungszählung in Europa sein.