In der heutigen Sondersitzung des Nationalrats, am 16. Dezember 2025, sorgte die FPÖ-Wirtschaftssprecherin Dr. Barbara Kolm für Aufsehen. Sie prangerte die von der Regierung beschlossene temporäre Senkung der Elektrizitätsabgabe als unzureichend an und bezeichnete das Entlastungspaket als „Mogelpack
In der heutigen Sondersitzung des Nationalrats, am 16. Dezember 2025, sorgte die FPÖ-Wirtschaftssprecherin Dr. Barbara Kolm für Aufsehen. Sie prangerte die von der Regierung beschlossene temporäre Senkung der Elektrizitätsabgabe als unzureichend an und bezeichnete das Entlastungspaket als „Mogelpackung“, die letztlich die Bürger weiter belasten werde. Diese Kritik fällt in eine Zeit, in der die österreichische Bevölkerung unter steigenden Lebenshaltungskosten leidet, und wirft Fragen zur Wirksamkeit der aktuellen Wirtschaftspolitik auf.
Dr. Kolm ließ in ihrer Rede keinen Zweifel daran, dass sie die Verantwortung für die hohe Inflation bei der ÖVP und der EVP sieht. Sie argumentierte, dass die Zustimmung zu EU-Schuldenprogrammen wie „Next Generation EU“ und dem „Green Deal“ sowie die Maßnahmen während der Lockdowns die Inflation in Österreich massiv vorangetrieben hätten. Diese Programme sollen helfen, die Wirtschaft in der EU zu stabilisieren und den Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft zu unterstützen. Doch nach Ansicht der FPÖ führen sie in Österreich zu einer weiteren Belastung der Bürger.
Die Elektrizitätsabgabe ist eine Steuer, die auf den Verbrauch von Strom erhoben wird. Sie wurde eingeführt, um den Staatshaushalt zu unterstützen und gleichzeitig Anreize für einen sparsamen Umgang mit Energie zu schaffen. Ihre temporäre Senkung soll den Bürgern in Zeiten hoher Energiepreise finanziell entgegenkommen. Doch laut Kolm reicht diese Maßnahme nicht aus, um die Belastungen durch die Inflation auszugleichen.
Inflation ist kein neues Phänomen in Österreich. In den letzten Jahrzehnten erlebte das Land verschiedene Inflationsphasen, die oft durch externe Faktoren wie Ölkrisen oder globale Wirtschaftskrisen ausgelöst wurden. Die aktuelle Inflation ist jedoch durch eine Kombination aus pandemiebedingten Lieferkettenproblemen und politischen Entscheidungen auf EU-Ebene geprägt. Diese Entwicklung zeigt, wie stark nationale Wirtschaften in einer globalisierten Welt miteinander verflochten sind.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz steht Österreich vor ähnlichen Herausforderungen. Beide Nachbarländer haben ebenfalls mit den Folgen der Inflation zu kämpfen, wobei die Schweiz dank ihrer unabhängigen Währungspolitik etwas besser abschneidet. Deutschland hingegen sieht sich, ähnlich wie Österreich, mit den Konsequenzen der EU-weiten Schuldenprogramme konfrontiert.
Für die österreichischen Haushalte bedeuten die aktuellen Entwicklungen steigende Kosten in nahezu allen Lebensbereichen. Von den Energiepreisen bis zu den Lebensmitteln – die Teuerung ist deutlich spürbar. Ein Beispiel: Ein durchschnittlicher Haushalt könnte durch die von der FPÖ vorgeschlagenen Maßnahmen, wie die Halbierung der Umsatzsteuer und die Senkung der Erdgasabgabe, bis zu 490 Euro im Jahr sparen. Doch ohne diese Maßnahmen bleibt die finanzielle Belastung hoch.
Statistiken zeigen, dass die Inflation in Österreich im Jahr 2025 auf über 4% gestiegen ist, eine der höchsten Raten in den letzten Jahrzehnten. Die temporäre Senkung der Elektrizitätsabgabe soll etwa 200 Millionen Euro umfassen, doch laut Kolm handelt es sich dabei um umgeschichtete Gelder, die keine echte Entlastung darstellen.
Die Zukunft der österreichischen Wirtschaftspolitik bleibt ungewiss. Während die Regierung versucht, durch kurzfristige Maßnahmen wie die Senkung der Elektrizitätsabgabe die Inflation zu bekämpfen, fordern Kritiker wie die FPÖ langfristige strukturelle Reformen. Dazu gehören eine umfassende Steuerreform und die Reduzierung der Abhängigkeit von EU-Programmen.
Abschließend bleibt die Frage, wie Österreich in den kommenden Jahren mit den Herausforderungen der Inflation umgehen wird. Die Bürger sind auf echte Entlastung angewiesen, um die steigenden Lebenshaltungskosten bewältigen zu können. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Regierung in der Lage ist, effektive Maßnahmen zu ergreifen, die über kurzfristige Lösungen hinausgehen.