Die Debatte um den Gebrauchshundesport in Österreich hat erneut die Gemüter erhitzt. Am 9. Oktober 2025 fand im parlamentarischen Gesundheitsausschuss eine hitzige Diskussion statt, die viele Fragen aufwarf. Der Antrag der freiheitlichen Tierschutzsprecherin Irene Eisenhut, der bereits im März einge
Die Debatte um den Gebrauchshundesport in Österreich hat erneut die Gemüter erhitzt. Am 9. Oktober 2025 fand im parlamentarischen Gesundheitsausschuss eine hitzige Diskussion statt, die viele Fragen aufwarf. Der Antrag der freiheitlichen Tierschutzsprecherin Irene Eisenhut, der bereits im März eingebracht wurde, wurde erneut vertagt. Doch was steckt hinter dieser Kontroverse, die Hundesportler und Politiker gleichermaßen beschäftigt?
Im März 2025 verabschiedete der damalige grüne Gesundheitsminister Rauch die Verordnung 33/2025, die den Gebrauchshundesport in Österreich faktisch verbietet. Diese Verordnung sorgte für erheblichen Unmut unter den Sportlern und Verbänden, da Österreich das einzige Land weltweit ist, das eine solche Regelung eingeführt hat. Der Gebrauchshundesport umfasst Disziplinen wie Schutzdienst, Fährtenarbeit und Gehorsamkeitstraining, die auf internationalen Wettkämpfen ausgetragen werden.
Gebrauchshundesport ist mehr als nur ein Hobby. Er basiert auf der jahrzehntelangen Tradition der Ausbildung von Hunden, um deren natürliche Fähigkeiten zu fördern. Diese Sportart bietet nicht nur eine sinnvolle Beschäftigung für die Tiere, sondern stärkt auch die Bindung zwischen Mensch und Hund. In vielen Ländern, wie etwa Deutschland, wird dieser Sport sogar als immaterielles Kulturerbe anerkannt.
Österreichische Gebrauchshundesportler haben in der Vergangenheit zahlreiche Erfolge auf internationaler Ebene gefeiert. Welt- und Europameistertitel zeugen von der hohen Qualität und dem Engagement der österreichischen Teams. Doch aufgrund der aktuellen Verordnung sind die Sportler gezwungen, für Training und Wettkämpfe ins Ausland auszuweichen, was nicht nur kostspielig, sondern auch logistisch herausfordernd ist.
Die FPÖ, vertreten durch Irene Eisenhut, hat sich vehement gegen die Verordnung ausgesprochen. Sie argumentiert, dass die Entscheidung mehr von ideologischen als von sachlichen Überlegungen geprägt ist. „Ideologie und Zurufe aus einer bestimmten Ecke zählen hier mehr als eine faktenbasierte, mit langjähriger Erfahrung unterlegte Beurteilung von tatsächlichen Experten“, kritisierte Eisenhut.
Die SPÖ-Gesundheitsministerin Schumann steht nun unter Druck, die Verordnung zu überdenken. Im Gesundheitsausschuss wurde ein fertig formulierter Verordnungstext übergeben, der privates Schutztraining untersagen, aber sämtliche Disziplinen des Gebrauchshundesports wieder erlauben würde.
Für viele Hundesportler und -liebhaber in Österreich hat die Verordnung weitreichende Konsequenzen. Trainingseinheiten und Wettbewerbe sind nicht mehr möglich, was den Verlust eines wichtigen sozialen und sportlichen Aspekts bedeutet. Zudem sind viele Hundesportvereine in ihrer Existenz bedroht, da Mitgliederzahlen und Einnahmen zurückgehen.
Ein fiktiver Experte für Hundeverhalten äußert sich kritisch: „Die Verordnung verkennt die positiven Effekte des Gebrauchshundesports auf die Hunde. Diese Art der Beschäftigung ist essenziell für das Wohlbefinden der Tiere.“
Der Druck auf die Politik wächst, eine Lösung zu finden, die sowohl den Tierschutz als auch die Interessen der Sportler berücksichtigt. Die FPÖ hat angekündigt, das Thema weiter zu verfolgen und sich für eine Änderung der Verordnung einzusetzen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und ob die österreichische Regierung bereit ist, die Verordnung im Sinne der Hundesportler zu überarbeiten. Bis dahin bleibt der Gebrauchshundesport in Österreich ein heiß diskutiertes Thema.