Die österreichische Holzbauindustrie steht vor einem spannenden Umbruch. Am 25. September 2025 wurde DI Martin Bruderhofer als neuer Vorsitzender der Berufsgruppe Bau des Fachverbands der Holzindustrie Österreichs gewählt. Diese Wahl könnte weitreichende Auswirkungen auf die Branche haben, die in Ös
Die österreichische Holzbauindustrie steht vor einem spannenden Umbruch. Am 25. September 2025 wurde DI Martin Bruderhofer als neuer Vorsitzender der Berufsgruppe Bau des Fachverbands der Holzindustrie Österreichs gewählt. Diese Wahl könnte weitreichende Auswirkungen auf die Branche haben, die in Österreich als eine der führenden weltweit gilt.
Mit Martin Bruderhofer tritt ein erfahrener Manager an die Spitze der Berufsgruppe Bau. Bruderhofer, geboren 1975, hat eine beeindruckende Karriere in der Holzindustrie hinter sich. Nach seinem Abschluss in Holztechnologie und Management an der Universität für Bodenkultur in Wien im Jahr 2000, sammelte er wertvolle Erfahrungen in verschiedenen Führungspositionen, unter anderem bei der Elk Fertighaus GmbH und der Doka GmbH. Seit 2018 ist er Geschäftsführer der Mosser Holzindustrie GmbH und der Mosser Leimholz GmbH in Randegg.
In seiner Antrittsrede betonte Bruderhofer die Bedeutung des Rohstoffs Holz für die Branche. „Der Rohstoff Holz ist das Rückgrat unserer Branche: ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich wertvoll“, erklärte er. Diese Aussage unterstreicht die doppelte Rolle, die Holz in der modernen Bauwirtschaft spielt: als nachhaltiger Baustoff und als wirtschaftlicher Motor.
Bruderhofer sieht seine Hauptaufgabe darin, die Prozesse innerhalb der Holzindustrie zu optimieren. „Eine klare Konzentration auf das Wesentliche ermöglicht es uns, effektiv zu agieren, Synergien zu nutzen und bestehende Kostenpotenziale auszuschöpfen“, so Bruderhofer weiter. Diese Fokussierung soll die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Holzbauindustrie stärken und ihre Position auf dem internationalen Markt festigen.
Österreich hat eine lange Tradition im Holzbau. Schon im Mittelalter wurden in den Alpenregionen Holzhäuser gebaut, die bis heute stehen. Diese Tradition hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer hochmodernen Industrie entwickelt, die weltweit Anerkennung findet. Österreichische Holzprodukte sind international gefragt, und die Branche zählt zu den innovativsten der Welt.
Doch die Holzbauindustrie steht auch vor Herausforderungen. Der Klimawandel und die damit verbundenen Umweltauflagen erfordern neue Ansätze im Umgang mit Ressourcen. Bruderhofer betont, dass „zielgerichtete Innovation, das Bemühen um praxistaugliche Rahmenbedingungen und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen“ entscheidend sind, um die Branche zukunftssicher zu machen.
Während in Österreich die Holzbauindustrie boomt, sieht es in anderen Ländern Europas anders aus. In Deutschland beispielsweise ist der Holzbau ebenfalls auf dem Vormarsch, jedoch nicht in dem Ausmaß wie in Österreich. Die strengen Bauvorschriften und der hohe bürokratische Aufwand bremsen dort oft die Entwicklung.
In Skandinavien hingegen, wo Holzbau ebenfalls eine lange Tradition hat, wird der Baustoff zunehmend für große Bauprojekte verwendet. Schweden und Finnland sind Vorreiter im Bau von Hochhäusern aus Holz, die nicht nur ökologisch, sondern auch ästhetisch überzeugen.
Für die Bürger in Österreich bedeutet der Fokus auf den Holzbau eine Reihe von Vorteilen. Holz als Baustoff ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch gesundheitsfördernd. Studien haben gezeigt, dass Holzhäuser ein besseres Raumklima bieten und die Luftqualität in Innenräumen verbessern können.
Darüber hinaus schafft die Holzbauindustrie Arbeitsplätze. In Österreich sind rund 5.600 Menschen in der Berufsgruppe Bau des Fachverbands der Holzindustrie beschäftigt. Die meisten dieser Unternehmen sind Familienbetriebe, die tief in der Region verwurzelt sind und zur lokalen Wirtschaft beitragen.
Ein Branchenexperte kommentierte die Wahl Bruderhofers mit den Worten: „Mit Martin Bruderhofer hat die Holzbauindustrie einen Vorsitzenden bekommen, der die Herausforderungen der Zukunft kennt und in der Lage ist, innovative Lösungen zu entwickeln.“
Ein weiterer Experte fügte hinzu: „Die Wahl von Bruderhofer ist ein klares Signal für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Ausrichtung der Branche. Sein Fokus auf Prozessoptimierung und Ressourcenschonung ist genau das, was die Industrie jetzt braucht.“
Die Zukunft der Holzbauindustrie in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit der Wahl von Martin Bruderhofer könnte ein neues Kapitel aufgeschlagen werden, das die Branche noch wettbewerbsfähiger und nachhaltiger macht. Die Konzentration auf Innovation und Effizienz wird entscheidend sein, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.
In den kommenden Jahren könnten wir eine verstärkte Nutzung von Holz in städtischen Bauprojekten sehen, da immer mehr Städte auf nachhaltige Baustoffe setzen. Auch im Bereich des sozialen Wohnungsbaus könnte Holz eine größere Rolle spielen, da es kostengünstig und schnell zu verbauen ist.
Die Politik spielt eine entscheidende Rolle für die Entwicklung der Holzbauindustrie. Förderprogramme und steuerliche Anreize könnten dazu beitragen, den Holzbau weiter voranzutreiben. Gleichzeitig ist die Branche auf stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen angewiesen, um langfristig planen zu können.
Österreich hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass es bereit ist, die Holzindustrie zu unterstützen. Diese Unterstützung wird auch in Zukunft notwendig sein, um die Branche auf Kurs zu halten.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Wahl von Martin Bruderhofer zum Vorsitzenden der Berufsgruppe Bau des Fachverbands der Holzindustrie Österreichs ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Branche ist. Mit seinem Fokus auf Nachhaltigkeit, Innovation und Effizienz könnte er die Holzbauindustrie in eine neue Ära führen.