Klubvorsitzender Taucher kündigt bei Klausur massive Ausgaben für Öffi-Ausbau an
Die Wiener SPÖ will mit 9,4 Milliarden Euro Investitionen bis 2030 die städtische Infrastruktur modernisieren und Wien lebenswerter machen.
Bei der SPÖ-Klubklausur im burgenländischen Andau hat Klubvorsitzender Josef Taucher ehrgeizige Pläne für Wiens Zukunft vorgestellt. Im Zentrum stehen massive Investitionen in die städtische Infrastruktur, die Wien zu einer noch lebenswerten Metropole machen sollen.
"Wir investieren in eine starke Daseinsvorsorge als Fundament einer aufstrebenden, krisenresistenten Stadt", betonte Taucher während der Klausur. Die Wiener Stadtwerke spielen dabei eine zentrale Rolle: Mit rund 19.000 Mitarbeitern zählen sie nicht nur zu den größten Arbeitgebern der Stadt, sondern sind auch Garant für die hohe Lebensqualität Wiens.
Bis 2030 sollen die Wiener Stadtwerke beeindruckende 9,4 Milliarden Euro in den Ausbau der Infrastruktur investieren. Diese Summe unterstreicht das Engagement der Stadt für eine nachhaltige Entwicklung und zeigt, welche Dimensionen die geplanten Projekte haben.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Modernisierung des öffentlichen Verkehrs. Die Wiener Linien, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke, haben eine umfassende Gleisbauoffensive gestartet. Bis 2029 fließen 300 Millionen Euro in die Modernisierung der Gleisanlagen – eine Investition, die nicht nur die Infrastruktur verbessert, sondern auch der heimischen Wirtschaft zugutekommt.
"Diese Investitionen sind Investitionen in eine stabile, zuverlässige und sichere Infrastruktur und damit in die Daseinsvorsorge der Stadt", erklärte Taucher die Bedeutung dieser Maßnahmen. Die Gleisbauoffensive sichere nicht nur bestehende Arbeitsplätze, sondern schaffe auch neue Beschäftigungsmöglichkeiten.
Der Ausbau des U-Bahn-Netzes wird von Taucher als eines der größten Infrastruktur- und Klimaschutzprojekte der Stadt bezeichnet. Die Zahlen sind beeindruckend: Allein der Öffi-Ausbau soll bis 2030 etwa 30.000 Arbeitsplätze schaffen oder sichern. Dies verdeutlicht die wirtschaftliche Dimension der geplanten Verkehrsprojekte.
"Das zeigt, wie wichtig die Wiener Stadtwerke für uns, für die heimische Wirtschaft und für die Daseinsvorsorge sind. Sie sind die Hauptschlagader in einer pulsierenden Stadt", so Taucher über die Bedeutung des Unternehmens für Wien.
Neben den Infrastruktur-Plänen kündigte Taucher auch die Fortführung des Regierungsmonitors an. Dieses Instrument wurde in der ersten Legislaturperiode gemeinsam mit dem Koalitionspartner NEOS eingeführt und soll maximale Transparenz in der Stadtpolitik gewährleisten.
"Wir arbeiten für die Menschen in dieser Stadt. Mit dem Regierungsmonitor zeigen wir unsere Arbeit und dass wir als Aufschwungskoalition unermüdlich am Werk sind", erklärte der SPÖ-Klubvorsitzende die Intention hinter diesem Transparenz-Tool.
Der Regierungsmonitor zeigt in Echtzeit, an welchen Projekten die Stadt arbeitet, und bietet den Wienern rund um die Uhr Einblick in die Regierungsarbeit. "Er ist die Antwort auf Politikverdrossenheit. Damit sagen wir: 'Schaut her! Das haben wir versprochen, und das setzen wir um!'", betonte Taucher.
Die Bilanz der vergangenen Legislaturperiode kann sich sehen lassen: 97 Prozent aller Projekte aus dem Regierungsprogramm wurden umgesetzt oder auf Schiene gebracht. Insgesamt wurden über 740 Projekte vorangetrieben – eine beachtliche Leistung trotz globaler Krisen.
Die geplanten Investitionen beschränken sich nicht nur auf die Verkehrsinfrastruktur. Der Regierungsmonitor zeige auch, wie die Stadtregierung Wien als Wirtschaftsstandort stärke und durch Investitionen in Bildung, Klimaschutz und Gesundheit die Lebensqualität für alle Wiener absichere, so Taucher.
Diese Bereiche sind essentiell für die Zukunftsfähigkeit der Stadt und zeigen, dass die SPÖ-geführte Stadtregierung einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt.
"Trotz globaler Krisen haben wir diese Stadt nachhaltig, sozial gerecht und mit Blick in die Zukunft vorangebracht. Und noch mehr: Wir haben umgesetzt, was wir versprochen haben", zog Taucher eine positive Bilanz der vergangenen Jahre. Die hohe Geschwindigkeit bei der Projektumsetzung solle auch in Zukunft beibehalten werden.
Der SPÖ-Klubvorsitzende betonte dabei die Bürgernähe der Politik: "Wir arbeiten nicht gegen Kritiker, sondern für die Bürgerinnen und Bürger. Wir führen das hohe Tempo fort, weil wir Wien gestalten und dafür sorgen wollen, dass Wien noch lebenswerter wird – heute, morgen und für viele weitere Generationen."
Die bei der Klubklausur vorgestellten Pläne zeigen deutlich, in welche Richtung sich Wien in den kommenden Jahren entwickeln soll. Mit den geplanten Milliarden-Investitionen will die Stadt ihre Position als eine der lebenswertesten Metropolen der Welt nicht nur halten, sondern weiter ausbauen.
Die Kombination aus Infrastruktur-Investitionen, Transparenz-Initiativen und einem ganzheitlichen Ansatz bei Stadtentwicklung soll Wien für die Herausforderungen der Zukunft rüsten. Ob die ehrgeizigen Pläne wie geplant umgesetzt werden können, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.