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Aigner-Geschwister holen neun Medaillen bei Paralympics 2026

Niederösterreichische Sportler schreiben Geschichte in Italien

16. März 2026 um 09:11
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Johannes und Veronika Aigner gewinnen bei Paralympics in Mailand neun von zehn möglichen Medaillen und führen Österreich zu Platz vier.

Die Paralympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo sind für Niederösterreich zu einem wahren Triumph geworden. Die Geschwister Johannes und Veronika Aigner aus Gloggnitz haben mit einer außergewöhnlichen Leistung Sportgeschichte geschrieben: Aus zehn Starts holten sie insgesamt neun Medaillen und sorgten damit für die erfolgreichste Paralympics-Bilanz, die je ein österreichisches Geschwisterpaar erreicht hat.

Johannes Aigner dominiert mit vier Medaillen

Johannes Aigner zeigte bei den Paralympics eine beeindruckende Konstanz und gewann gemeinsam mit seinem Guide Nico Haberl vier Medaillen. Dreimal stand er ganz oben auf dem Siegerpodest: in der Abfahrt, im Super-G und im Riesentorlauf. Zusätzlich sicherte er sich Bronze in der alpinen Kombination. Diese Bilanz unterstreicht seine Position als einer der weltbesten Para-Skifahrer.

Der Gloggnitzer demonstrierte nicht nur technisches Können, sondern auch mentale Stärke. Bei jedem seiner Starts lieferte er Weltklasse-Leistungen ab und bestätigte seinen Status als Medaillenkandidat in allen Disziplinen.

Veronika Aigner glänzt mit fünf Medaillen

Noch erfolgreicher war seine Schwester Veronika Aigner, die fünf Medaillen gewann. Gemeinsam mit ihrer Guide Lilly Sammer holte sie Gold in der Abfahrt und in der alpinen Kombination sowie Silber im Super-G. In den beiden Technikbewerben sprang Eric Digruber als Ersatzguide ein, nachdem sich ihre Schwester Elisabeth verletzt hatte.

Diese spontane Umstellung hätte für viele Athleten eine große Herausforderung bedeutet. Veronika Aigner bewies jedoch ihre Professionalität und Anpassungsfähigkeit: Gemeinsam mit Digruber gewann sie Gold im Riesentorlauf und im Slalom. Diese Leistung zeigt nicht nur ihr sportliches Können, sondern auch ihre Fähigkeit, unter veränderten Bedingungen Höchstleistungen zu erbringen.

Landbauer würdigt historische Leistung

LH-Stellvertreter und Sportlandesrat Udo Landbauer zeigte sich begeistert von der Leistung der Aigner-Geschwister: "Was Johannes und Veronika Aigner bei diesen Paralympischen Winterspielen geleistet haben, ist einfach nur großartig. Neun Medaillen aus zehn Rennen sind ein beeindruckendes Zeichen von Konstanz, mentaler Stärke und sportlicher Weltklasse."

Landbauer betonte die Bedeutung dieser Erfolge für Niederösterreich: "Diese Leistungen zeigen einmal mehr, dass unser Bundesland in der Welt des Sports ganz vorne mitmischt. Ganz Niederösterreich ist unglaublich stolz auf diese Leistungen und gratuliert unseren beiden Medaillenhelden sowie ihren Guides herzlich zu dieser historischen Bilanz."

Österreich erreicht vierten Platz im Medaillenspiegel

Die Erfolge der Aigner-Geschwister trugen maßgeblich zum Gesamterfolg der österreichischen Mannschaft bei. Mit insgesamt 13 Medaillen erreichte Österreich den hervorragenden vierten Platz im Medaillenspiegel der Paralympics 2026. Dies unterstreicht die Stärke des österreichischen Para-Sports und die Qualität der Nachwuchsförderung.

Die Paralympics in Mailand und Cortina d'Ampezzo werden als besonders erfolgreich für das österreichische Team in Erinnerung bleiben. Die Kombination aus erfahrenen Athleten wie den Aigner-Geschwistern und aufstrebenden Talenten sorgte für eine ausgewogene und erfolgreiche Bilanz.

Bedeutung der Guides für den Erfolg

Ein besonderer Dank gebührt auch den Guides, die einen entscheidenden Anteil am Erfolg hatten. Nico Haberl führte Johannes Aigner zu vier Medaillen, während Lilly Sammer und Eric Digruber Veronika Aigner zu ihren fünf Medaillen verhalfen. Die Guides sind unverzichtbare Partner im Para-Alpinsport und tragen eine große Verantwortung für die Sicherheit und den Erfolg der Athleten.

Besonders bemerkenswert war die spontane Einspringung von Eric Digruber für die verletzte Elisabeth Aigner. Diese Flexibilität und Professionalität aller Beteiligten ermöglichte es Veronika Aigner, auch in den Technikbewerben erfolgreich zu sein.

Gloggnitz als Zentrum des Para-Alpinsports

Die Stadt Gloggnitz kann stolz auf ihre beiden Weltklasse-Athleten sein. Johannes und Veronika Aigner haben ihre Heimatstadt international bekannt gemacht und sind zu wichtigen Botschaftern für den Para-Sport geworden. Ihre Erfolge inspirieren nicht nur andere Menschen mit Behinderungen, sondern zeigen auch, welche Leistungen durch Engagement und professionelle Förderung möglich sind.

Die Geschwister haben bewiesen, dass sie zu den absoluten Weltklasse-Athleten ihres Sports gehören. Ihre Konstanz über mehrere Paralympics hinweg und die Fähigkeit, in verschiedenen Disziplinen erfolgreich zu sein, macht sie zu einzigartigen Sportlern.

Ausblick auf die Zukunft

Mit ihren Erfolgen bei den Paralympics 2026 haben Johannes und Veronika Aigner neue Maßstäbe gesetzt. Die neun Medaillen aus zehn Rennen werden als Referenz für zukünftige Generationen von Para-Athleten dienen. Gleichzeitig motivieren diese Erfolge andere Sportler, ähnliche Ziele zu verfolgen.

Die positive Resonanz aus der Politik und der Öffentlichkeit zeigt auch, dass der Para-Sport in Österreich die Anerkennung erhält, die er verdient. Dies ist wichtig für die weitere Entwicklung und Förderung von Athleten mit Behinderungen.

Die Paralympics 2026 in Italien werden als Meilenstein für den österreichischen Para-Sport in die Geschichte eingehen, maßgeblich geprägt durch die außergewöhnlichen Leistungen der Aigner-Geschwister aus Niederösterreich.

Schlagworte

#Paralympics#Niederösterreich#Wintersport#Behindertensport#Aigner

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