Johannes und Veronika Aigner greifen bei den Paralympischen Winterspielen 2026 nach Edelmetall
Nach den Olympia-Erfolgen setzt Niederösterreich auf die Para-Ski-Stars Johannes und Veronika Aigner für weitere Medaillen bei den Paralympics 2026.
Während die Euphorie über die historischen Erfolge bei den Olympischen Winterspielen noch anhält, richtet sich der Blick bereits auf das nächste sportliche Großereignis: die Paralympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo. Niederösterreich kann dabei auf zwei Weltklasse-Athleten setzen, die bereits jetzt zu den größten Medaillenhoffnungen des österreichischen Teams zählen.
Johannes und Veronika Aigner haben sich in den vergangenen Jahren als absolute Spitzenathleten im alpinen Para-Skisport etabliert. Gemeinsam mit ihren Guides Elisabeth Aigner und Nico Haberl bilden die Geschwister ein eingespieltes Team, das seit Jahren zur Weltelite gehört und regelmäßig für österreichische Erfolge sorgt.
"Nach den großartigen Erfolgen unserer Olympiateilnehmer blickt ganz Niederösterreich nun mit großer Vorfreude auf die Paralympischen Bewerbe und drückt ganz fest die Daumen", betont Sportlandesrat und LH-Stellvertreter Udo Landbauer. Die Erwartungen sind hoch, doch die bisherigen Leistungen der beiden Athleten rechtfertigen den Optimismus.
Der 20-jährige Johannes Aigner aus Gloggnitz hat bereits eine beeindruckende Erfolgsbilanz vorzuweisen. Bei den vergangenen Paralympischen Spielen in Peking 2022 sammelte er gleich fünf Medaillen: Gold in Abfahrt und Riesentorlauf, Silber im Slalom und in der Super-Kombination sowie Bronze im Super-G. Diese außergewöhnliche Leistung machte ihn zu einem der erfolgreichsten Athleten der Spiele.
In der aktuellen Saison hat Johannes seine Dominanz eindrucksvoll bestätigt. Er sicherte sich nicht nur den Gesamtweltcup, sondern auch sämtliche Disziplinenwertungen. Diese konstant hohen Leistungen machen ihn zu einem der heißesten Anwärter auf mehrere Medaillen bei den kommenden Paralympics in Italien.
Was Johannes Aigner besonders auszeichnet, ist seine kontinuierliche Leistungssteigerung. Trotz seines jungen Alters zeigt er eine Reife und Konstanz, die normalerweise erfahreneren Athleten vorbehalten ist. Seine Erfolge sind das Resultat harter Arbeit, professioneller Betreuung und einer außergewöhnlichen mentalen Stärke.
Veronika Aigner, Athletin des WSV Semmering, reist als Titelverteidigerin zu den Paralympics 2026. Nach ihrem sensationellen Doppel-Gold im Riesenslalom und Slalom bei den Spielen in Peking 2022 hat sie ihre Klasse auch in der laufenden Saison unter Beweis gestellt.
Wie ihr Bruder sicherte sich auch Veronika vorzeitig den Gesamtweltcup sowie die Disziplinenwertungen in Abfahrt und Super-G. Diese Erfolge unterstreichen ihre Vielseitigkeit und machen sie zu einer der komplettesten Athletinnen im Para-Skisport.
Die Rolle als Favoritin ist für Veronika Aigner nichts Neues. Sie hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie mit dem Druck umgehen kann und ihre beste Leistung dann abruft, wenn es darauf ankommt. Ihre Erfahrung und ihr Siegeswille machen sie zu einer gefährlichen Konkurrentin für alle anderen Teilnehmerinnen.
Die Unterstützung für die beiden Niederösterreicher Athleten ist groß. LH-Stellvertreter Landbauer betont: "Unsere blau-gelben Athleten gehen tagtäglich über ihre Grenzen. Mit ihrem Talent, ihrer Disziplin und ihrem Einsatz sind sie große Vorbilder und Aushängeschilder, auf die wir besonders stolz sind."
Diese Wertschätzung drückt sich auch in konkreter finanzieller Unterstützung aus. Das Land Niederösterreich stellt auch heuer wieder eine Medaillenprämie von bis zu 10.000 Euro zur Verfügung. Diese Unterstützung soll die Athleten motivieren und gleichzeitig die Wertschätzung für ihre Leistungen zum Ausdruck bringen.
Die Erfolge von Johannes und Veronika Aigner gehen weit über den reinen Sport hinaus. Sie sind Botschafter für Menschen mit Behinderungen und zeigen eindrucksvoll, dass mit Willen, Training und der richtigen Unterstützung außergewöhnliche Leistungen möglich sind.
Ihre Erfolge inspirieren nicht nur andere Para-Athleten, sondern auch Menschen ohne Behinderung. Sie demonstrieren, dass Grenzen dazu da sind, überwunden zu werden, und dass wahre Größe oft dort entsteht, wo andere Hindernisse sehen.
Der Para-Sport und seine Athleten spielen eine wichtige Rolle bei der Sensibilisierung der Gesellschaft für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Die medialen Erfolge der Aigner-Geschwister tragen dazu bei, Barrieren abzubauen und Inklusion zu fördern.
Die Paralympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo versprechen ein sportliches Spektakel zu werden. Die Austragungsorte in Norditalien bieten optimale Bedingungen für spannende Wettkämpfe, und die österreichischen Hoffnungsträger sind bestens vorbereitet.
"Johannes und Veronika haben in den vergangenen Jahren eine Weltklasseleistung nach der anderen gezeigt und bereits in Peking 2022 mit ihren Erfolgen für Furore gesorgt. Ich bin überzeugt, dass sie uns auch diesmal großartige sportliche Momente schenken werden", zeigt sich Landbauer optimistisch.
Trotz aller Euphorie bleiben die Athleten und ihr Umfeld realistisch. Der Sport birgt immer Unwägbarkeiten, und auch die beste Vorbereitung garantiert keinen Erfolg. Wichtig ist vor allem, dass die Wettkämpfe verletzungsfrei über die Bühne gehen und die Athleten ihr Potenzial abrufen können.
Die Geschichte der Aigner-Geschwister ist mehr als eine Erfolgsgeschichte im Sport. Sie ist eine Geschichte des Muts, der Überwindung von Hindernissen und des unbedingten Willens, das Beste aus den gegebenen Umständen zu machen. Ihre Erfolge sind das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit, professioneller Betreuung und einer unerschütterlichen Einstellung.
Ganz Niederösterreich wird die beiden Athleten bei ihrem Weg zu den Paralympics 2026 begleiten und unterstützen. Die Hoffnungen sind groß, aber unabhängig vom Ausgang der Wettkämpfe haben Johannes und Veronika Aigner bereits jetzt Großartiges geleistet und sind stolze Botschafter ihres Bundeslandes und ihres Landes.