Von Steinzeit-Tradition bis zum Austernkönig - warum das skandinavische Land ein Eldorado für Schalentier-Liebhaber ist
Nur vier Prozent der Deutschen denken bei Dänemark an Austern. Dabei ist unser nördlicher Nachbar ein wahres Paradies für die salzigen Meeresfrüchte.
Wenn Deutsche an die dänische Küche denken, kommen ihnen meist Smørrebrød, frischer Fisch oder der klassische Hotdog in den Sinn. Doch eine kulinarische Köstlichkeit bleibt dabei oft unter dem Radar: die Auster. Laut einer Umfrage von Norstat verbinden nur vier Prozent der befragten Deutschen Dänemark mit dem Genuss dieser salzigen Delikatesse.
Archäologen haben in prähistorischen Siedlungen Austernschalen entdeckt, die bis auf etwa 4000 vor Christus datiert werden können. An der dänischen Nordsee und am Limfjord darf man sammeln; sowohl die eingewanderte pazifische Auster als auch die einheimische, europäische Variante kommen dort vor.
An der süddänischen Nordsee gibt es Austernsafaris im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer, und auch am Limfjord werden geführte Austernsuchen angeboten. Meist werden die Touren von kundigen Naturführern geleitet; bei geführten Austernsafaris erhält man Informationen rund ums Thema und manchmal auch ein Glas Sekt.
In der OTS wird der ehemalige Personalberater Jesper Voss genannt, der sich der Auster verschrieben hat und auf Austernsafaris und Workshops aktiv ist. Ursprünglich war er auf der Nordseeinsel Fanø unterwegs; organisiert wird laut OTS heute vor allem auf den Inseln Rømø und Mandø.
Ribe lädt am 21. März 2026 zum Austernfestival ein. In der OTS werden unter anderem ein Austernmarkt, Austern-Workshops mit einem Sternekoch, geführte Austernsafaris und ein Austerndinner als Programmpunkte genannt.
Der Limfjord ist in der OTS als Ursprungsort für einige der dortigen Austern und anderer Schalentiere beschrieben. Nykøbing Mors auf der Insel Mors wird in der OTS als Ort genannt, der sich allmählich zu einer Schalentierstation entwickelt hat; dort gibt es laut OTS Veranstaltungen wie eine jährliche Austern- und Muschelpremiere sowie ein Schalentierfestival im Juni.
In der OTS wird die pazifische Auster als invasive Art beschrieben, die die einheimische europäische Austernart bedroht und auch mit Muscheln in Konkurrenz steht, von denen sich Wattvögel ernähren. Die OTS empfiehlt das Sammeln der pazifischen Auster als Maßnahme; die beiden Arten lassen sich laut OTS anhand von Form und Schalenstärke unterscheiden (pazifische Auster länglicher mit dickerer Schale, europäische runder und fleischiger).