Deloitte Studie zeigt dramatische Zunahme von Ransomware-Angriffen
Neue Deloitte-Studie alarmiert: 28% der Unternehmen erleben täglich Ransomware-Angriffe, zwei Drittel fürchten kompletten Betriebsstillstand.
Die Cyber-Bedrohungslage in Österreich hat sich zugespitzt. Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Deloitte zeigt: Nahezu ein Drittel der heimischen Unternehmen berichtet von beinahe täglichen Ransomware-Angriffen. Gleichzeitig geben zwei Drittel der Betriebe an, dass sie einen kompletten Betriebsstillstand aufgrund von Cyber-Attacken nicht ausschließen können.
28 Prozent der österreichischen Unternehmen berichten von nahezu täglichen Ransomware-Angriffen. Zwei Drittel der Befragten können nicht ausschließen, dass es aufgrund eines Cyber-Angriffs zu einem totalen Stillstand ihres Betriebes kommt.
Für die repräsentative Studie befragte Deloitte gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Foresight rund 350 Mittel- und Großunternehmen in ganz Österreich. "Wir führen mittels persönlicher telefonischer Interviews mit Führungskräften die größte repräsentative Umfrage zu Cyber-Sicherheit in Österreich durch", betont Christoph Hofinger, Geschäftsführer von Foresight. "Das beunruhigende Ergebnis macht deutlich, dass sich die Bedrohungslage in jüngster Zeit spürbar verschärft hat."
Laut Studie können rund 80 % der Unternehmen Attacken mittels technischer Infrastrukturmaßnahmen eindämmen. Das Wiederherstellen mittels Backups gelingt 40 % der Betriebe, und die Entschlüsselung der Daten nach einem erfolgreichen Angriff gelingt 23 %.
60 % der Befragten wollen ihre Ausgaben für Technik und Prozesse in der Cyber Security auf dem Niveau des letzten Jahres halten. Über zwei Drittel (69 %) planen, die Personalaufwendungen auf dem Stand von 2025 zu belassen. Laut Deloitte wird trotz der Entwicklung empfohlen, Budgets entsprechend anzupassen.
86 % der österreichischen Unternehmen schätzen die Sicherheit ihrer Daten und IT-Systeme als sehr oder ziemlich sicher ein; 13 % bewerten sie als absolut sicher. Gleichzeitig geben viele Unternehmen an, einen mehrwöchigen Betriebsstillstand nicht ausschließen zu können, wie Georg Schwondra, Partner / Cyber Leader bei Deloitte Österreich, anmerkt.
Deloitte betont die Bedeutung eines funktionierenden Business Continuity Managements (BCM) mit Notfallplänen, definierten Verantwortlichkeiten und regelmäßigen Übungen, um Gefahren zu minimieren.
Die NIS II-Richtlinie tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft. In der Studie geben erst 23 % der Betroffenen an, ihre Vorbereitungen abgeschlossen zu haben; 16 % planen die Umsetzung in naher Zukunft und 9 % haben noch keine konkreten Pläne dazu. "Die Umsetzung solcher Richtlinien dauert nicht Monate, sondern Jahre", so Georg Schwondra.
Zum Download:
Deloitte Cyber Security Report 2026